Aneta
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Die letzten 4 Monate waren der Horror. Er wurde am Herzen operiert und hatte viele Komplikationen. Er hatte in Summe knapp 2 Monate Krankenhausaufenthalt. Nach der OP hat sich eine Sternumosteomyelitis gebildet sodass das Brustbein zum Teil entfernt werden musste etc pp.
Während der letzten 3-4 Monate kümmerte ich mich um alles! Ich übernahm seine Körperpflege/Rasur/Wundversorgung als er nicht konnte & es auch von keinen anderen wollte. War jeden Tag im KH & jeden Tag bei ihm daheim auch wenn er zwischendurch aus dem KH daheim war. Kümmerte mich um seinen Hundi (90 kg) um seinen im Rolli sitzenden Vater der bei ihm lebt, den Haushalt. Brachte ihn jeden Tag essen. Wartete während der OP‘s auf ihn. Nahm mir Urlaub, meldete mich im Nachgang krank weil ich nicht mehr alles mit der Arbeit stemmen konnte. Machte ihn Mut, hielt seine Hand, lag über mehrere Stunden mit ihm zusammen im Krankenbett, habe ihn in den Ar. getreten, musste mir während seiner Suizid Gedanken anhören, dass ich eine schlechte Frau bin weil ich ihn keine Rasierklingen brachte, wurde mit Beatmungsgeräten von ihn beworfen & durfte mir echt vieles rein ziehen. Ich kümmerte mich um jeglich Papierkram, fuhr in überall hin wo er wollte sowie er kein Auto fahren durfte. Ich liebe ihn unendlich deshalb war für mich klar, dass ich das alles tat. Es tut mir auch einfach so unendlich leid für ihn was alles passierte.
Nun denn die letzten Wochen fährt er wieder selber Auto, geht wieder zum Training. Er wurde immer egoistischer und kühler mir gegenüber. Letztendlich haben wir nun die Beziehung beendet. Er kann das alles nicht mehr. Ich könne mich jedoch immer bei ihn melden wenn mir danach ist oder ich Hilfe bräuchte.
Ich habe ihn nicht mehr geantwortet obwohl ich das lächerlich finde aber ich bin so hart verletzt. Ich möchte keine Freundschaft. Was ist passiert? Das war es jetzt?!? Man vergisst alles, einen Menschen der letzten Jahre und lebt einfach sein Leben weiter. Keine Wertschätzung, kein Danke sondern ein Ciao? Mir tut es so weh zumal ich so glücklich war, dass er einfach lebte und bei mir war. Ich vermisse ihn, vermisse den Hund und sogar meinen „Schwiegervater“.
Er ist übrigens 46 und ich bin 34.
Ist das jetzt eine Midlife Crisis, der neue Lebensabschnitt oder meint der das absolut ernst?