Waldbaderin
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Ich bin nun hier bei Euch gelandet, weil die Menschen um mich herum sich Mühe geben, aber hilflos sind. Wie ich auch….
Ich habe mich noch niemals so ausser Gefecht gefühlt und sehe keinen Horizont.
Ich habe mich nach 22 Jahre schwieriger Ehe und 6 Kindern getrennt. Ich habe die immerwährende schwierigen Themen und meine immer hoffnungslose depressivere Einstellung irgendwann einfach nicht mehr ausgehalten. Und ich dachte es sei ein Sprung ins nichts. In die Katastrophe. Die Wahl zwischen Pest und Cholera. Aber wenigstens irgend ein neuer Weg. Ich kannte meinen Mann gar nicht richtig. Ich wollte nicht heiraten und da ich schwanger wurde und mich von vielen Seiten unter Druck gefühlt hatte, inkl. recht religiösem Umfeld, ging ich den Schritt schon mit 19 Jahren. Habe mich lange angepasst und versucht mein Leben so gut wie möglich zu haben. Die Kinder waren da die Erfüllung.
Nun…. Ich habe gekämpft nach dieser Trennung. Der Ex-Mann konnte es nicht akzeptieren, wurde böse etc. Ich konnte keine Zusammenarbeit erwarten. Ich kämpfe mich durch mit den Kindern (zT speziellere), dem grossem Haus und Garten inkl. 70% Arbeitsstelle. Ein Dauer-Sprinnt.
Ich war innerlich so erleichtert ohne Mann. War überzeugt, dass ich nie mehr einen möchte. Und ich fühlte mich stark und nicht alleine.
Im Nachhinein nun „leider“ lernte ich 1Jahr nach der Trennung trotzdem jemanden kennen.
Anfang war ich zurückhaltend und wusste nicht, ob das gut kommt. Er warb um mich und kehrte meine Einstellung um. Ich dachte mir. Ach lass Dich doch ein, was kann nun noch schlimmeres passieren. Ich war anfangs locker und überlegte nicht über die Nasenspitze hinaus, was draus werden würde.
(Natürlich ohne je die Kinder zu involvieren). Dann passierte es. Ich hatte den besten Sex meines Lebens, so tolle Gespräche und Treffen (Fernbeziehung).
Er half mir oft in schwierigen Zeiten, indem er zuhörte etc.
Ich verliebte mich… zu früh wohl und konnte es nicht mehr so locker sehen…was das Ganze immer mehr zum Problem machte. Der Mann ist ein guter Mann. Er wollte es aber locker angehen und ich habe es wohl verhindert, dass er vielleicht auch hätte soweit kommen können, weil ich viel früher war. Ich litt immer mehr darunter, weil ich mehr fühlte als er und mehr Nähe und Treffen wollte und versuchte mich innerlich zu distanzieren/zu trennen. Mit dem Resultat purer Panik: a la ich kann das nicht auch noch schaffen.
Nun habe ich nach 1 Jahr Verhältnis den Vorstoss nochmals gewagt und er musste zustimmen, dass ich mir mehr schade und er nicht mehr geben kann.
Mir geht es so schlecht. Ich konnte im Affekt nur noch erbrechen. Ich habe seit einer Woche nicht mehr essen können, ausser ab und zu ein Löffelchen etwas. Immer wieder der Würgereflex. Ich habe die Kinder und die Arbeit und schaffe es nicht gerade. Keine Kraft. Immer wieder die Wellen dieses Liebeskummers, der verlorenen Hoffnungen, Zukunftsplänen, Flashbacks.
Er war mit meinen 43 Jahren die erste Liebe. Ich bin ihm so verfallen. Es hat mich noch niemals jemand so angezogen.
Obwohl mein Verstand auch weiss, dass es bestimmt in einer Beziehung kritische Themen gegeben hätte, und ich mir derer bewusst war, komme ich kaum drüber hinweg. Bin gefangen … Fühle mich echt nur noch elend mit Panik und Schwäche. Ich weiss nicht mehr, wie ich funktionieren kann.
das ist meine Geschichte…