Zitat von Waldbaderin: Mein Fehler war definitiv, dass ich zu früh verliebt war.
Liebe @Waldbaderin : Es tut mir leid, dass es Dir so schlecht geht. Ich möchte Dir auch, wie viele hier sagen, dass ich aus Deiner Geschichte her glaube, dass es vorbeigeht. Ich habe das wirklich selbst nicht geglaubt. Liebe ist nie ein Fehler. Man kann das eh nicht steuern - entweder Du verliebst Dich oder nicht. Ist doch eher eine Qualität, dass Du so fühlen kannst. Ich vermute, da kannst Du maximal bitter auflachen, aber von außen betrachtet ist es toll, dass Du Dich verlieben kannst. Und das wird auch wieder passieren, wenn es eben passt. Mit diesem Mann hat es nicht gepasst, aber er hat es zuerst erkannt - das ist schlimm und schmerzhaft.
Ich sage lieber "Trennungsschmerz" als "Liebeskummer", aber egal, wie Du es nennst: Das, was Du jetzt fühlst, wird im Gehirn im identischen Areal verarbeitet wie z. B. ein körperlicher Schmerz. Du fühlst körperliche Schmerzen - und das stimmt auch. Dein Gehirn unterscheidet nicht.
Zitat von Waldbaderin: Ich fühle mich nur total schwach. Zittrig, Übelkeit, Panikanfälle. Spüre nur noch Schmerz.
Siehe oben: Das ist schlimm und es ist normal. Ging mir exakt genauso. Ich habe heute erst einen Artikel in einem anderen Thread entdeckt und nochmals gepostet. Ich kopiere den Link auch hier hinein - die Ähnlichkeiten sind so erstaunlich. Die Frau hat gelitten und hat gefühlt und gelitten: Gewichtsverlust, nicht schlafen, sich schwach fühlen, Schmerzen. Und dann hat sie gemerkt: Das Leben endet nicht, es ändert nur die Richtung (das ist ein Zitat, das ich irgendwann mal gelesen habe. Der Artikel ist auf Englisch, ggf. übersetzen lassen bei Google).
https://www.dailymail.co.uk/home/you/ar...riage.htmlZitat von Waldbaderin: Es kam schleichend…. Ich war am Anfang anders.
Zitat von Waldbaderin: Und ich fühlte mich stark und nicht alleine.
Wenn Du Dir das gegenüberstellst, auch das ist mir passiert. Ich habe geklammert, als ich unbewusst gespürt habe, mein Mann ist innerlich weg - natürlich Quark, es war nichts ausgesprochen, aber ich war nie eine Klammerfrau. Ich hab's nur nicht kommen sehen. Das ist alles ok. Aber wenn Du liest, was Du selbst schreibst, dann gibt es eben beides:
Du warst am Anfang anders und Du wirst auch wieder anders sein. Du warst stark und Du bist stark, auch wenn Du Dir das selbst nicht glaubst gerade.
Versuch Dir Zeit zu nehmen. Schau, ob Dir eine Krankschreibung hilft oder wirklich besser die Struktur der Arbeit. Hab Selbstmitgefühl mit Dir, aber kein Selbstmitleid. Das wird furchtbar schwanken, lies Dich durch, aber ich hätte nie gedacht, dass es mir heute geht, wie es mir geht. Das wird werden!