Teardrop_ine
Gast
Er hat heute Geburtstag und ich hatte beschlossen nicht zu gratulieren. Ich wollte nicht auf eine Antwort hoffen. Ich wollte ihn nicht in die Situation bringen, dass er hirnt ob und was er zurück schreibt. Und zu guter Letzt wollte ich ihm auch nicht hinterherlaufen. Auch wenn es furchtbar weh tut ohne ihn zu sein. Und ich Angst habe, dass ich mir die angelehnte Türe dadurch ganz zuschlage.
Danke für deine lieben Worte. Bisher hatte ich solche Erfahrungen wie den Angriff der einen Forumteilnehmerin nicht.
Und klar habe ich mir neue, auch kritische Impluse gewünscht. Aber was da kam, war in meinen Augen einfach nur daneben.
Auch wenn sie mit einem Recht hatte: Ich analysiere tatsächlich jeden Darmwind von ihm (was mir nicht gut tut und auch nicht gesund ist) und versuche mir sein Handeln zu erklären. Was alles nur "Ferndiagnosen" sind.
Ihn einfach darauf anzusprechen warum dies und das, wäre die einfachere und konstruktivere Art und Weise. Aber ich bin (noch?) nicht so weit.
Zitat:Ob Du was nicht mitbekommen hast von Deinem Partne rkann ja sein. Männer achten sehr auf den Ton, fühlen sich schnell abgestoßen durch Vorwürfe, emotionalen Druck.
Ja, vielleicht haben wir zu spät den Ernst der Lage begriffen. Zu wenig wirklich über uns geredet, weil wir damit beschäftigt waren über Freizeitaktivitäten zu streiten, statt uns mal zu sagen, wie wir uns fühlen und was wir uns wünschen. Und meine Herangehendsweise war - wenn ich mal wieder verletzt war, dass er mal wieder seine Interessen in den Mittelpunkt der Welt gestellt hat - auch nicht immer konstruktiv und ohne Vorwürfe. Klar, hätte man manchmal besser und vor allem vernünftiger reagieren können. Habe mich einfach so gefühlt, wie wenn ich monatelang gegen eine Wand geredet habe und es nicht wichtig ist, was ich fühle, weil selten darauf Rücksicht genommen wurde, wenn es gegen seine Interessen ging.
Zitat:Dann hast Du ihn nicht genug berührt dass er sich Dir ernsthaft zuwendet oder er ist bei einer anderen Frau beziehugnsfähiger. Was Du aber so beschreibst ist durchaus nachvollziehbar.
Ich weiss nicht, ob er bei einer anderen Frau beziehungsfähiger wäre. Vielleicht... wenn die nicht sein Leben und seine Welt crashen würde, soll heißen, sich also den Eltern und deren Ansichten ergeben würde. Und nicht wie ich eben eigene Werte hat (die das Gegenteil der Werte seiner Eltern sind) und das, was er als "heile Welt" bezeichnet, in Frage stellt (da ich es nicht heil finde, wie seine Eltern mit ihren erwachsenen Kinder umgehen). Am besten wäre vermutlich für ihn eine Frau, die in der Nähe der Eltern und der Freunde leben würde, sodass man problemlos alles unter einen Hut bekommt. Und so sich auch nicht für eine Option entscheiden muss (was man am WE macht). Denn er hat unheimliche Probleme Entscheidungen im Privatleben zu treffen und dazu auch zu stehen. Denn egal wie er sich entscheidet, enttäuscht er jemand. Das fällt ihm schwer, damit umzugehen. Und "SIE" dürfte auch nicht so sensibel sein wie ich, sprich so eine Vorgeschichte haben und so verletzlich sein. Da wir eine große Macke gemeinsam haben: meist handeln wir erst und denken dann nach. Sind also beide zu impulsiv und mit geringem Weitblick (oder erst hinterher reflektieren). Da ist schon so mancher Mist entstanden und einiges an Verleetzungen passiert. Hätten wohl beide lernen müssen, dass wir nicht gleich "abrasten" sobald uns ein Furz quer hängt.
Zitat:Nur jetzt ist Trennung und er will sich eben von dem Beziehungskäfig emotional befreiren, versucht es sich gut gehen zu lassen. Das machen auch manche Frauen. Dass er nicht an Dich denkt hat er in der Beziehung auch nicht genug getan.... also als Mensch schon aber als liebender Mann hat er sich nicht gezeigt m.E.
Darüber denke ich gerade intensiv nach und ich habe keine Antwort.
Es fühlt sich an, wie aus seinem Leben gelöscht und auf die SMS, die ich vor einer Woche geschrieben hat, weil er sich ja Antworten gewünscht hat (auf die Fragen was mit meinem Job und Gesundheit ist und meiner Erklärung, dass ich wieder operiert werde in einer Woche und die Probezeit verlängert ist) bekam ich keine Reaktion.
Ja, das spricht nicht wirklich von Liebe. Ob er mich liebt oder nicht, das weiss ich selbst nicht mehr. Aus allem, was er tut bzw. nicht tut, schließe ich, dass er es nicht (mehr) tut. Nie hat?!
Vielleicht ist es auch Selbstschutz. Gleichzeitig ist es mit Sicherheit aber auch die Tatsache, wie leicht er zu beeinflussen ist. Und die Mehrheit seines Dunstkreises schreit nun mal Halleeluja, dass ich nicht mehr da bin, weil sie ihn nun öfter sieht oder mich nicht leiden kann oder oder.
Ich erinnere mich an Zeiten in denen ich keine Sekunde gezweifelt habe, wie sehr er mich liebt.
Er hat es mir oft gezeigt. Damit, dass er da war und mich nicht aufgegeben hat in Phasen, wo ich wegen der Arbeitslosigkeit am Ende war. Heute frage ich mich, ob er überhaupt weiss, was Liebe ist.
Für mich fühlt es sich auch manchmal so an, als ob er ab dem Zeitpunkt, als er wusste, dass er mich sicher hatte (ich mich nach 3 Monaten Kennenlernen in ihn verliebt habe) aufgehört hat, mich zu schätzen und als selbstverständlich gesehen hat.
Ich könnte hier noch Stunden weiterschreiben aber würde mich doch nur im Kreis drehen. Fakt ist - ich weiss es einfach nicht mehr ob er mich noch liebt. Er sagt es zwar aber ich kann davon nichts mehr spüren und sein Handeln lässt mich stark zweifeln.
Trotzdem möchte er sich nun mit meiner Freundin treffen für ein Gespräch über uns.
Weil sie beide Sichtweisen kennt.
Ich weiß nicht, ob das ihn in seiner Gedankenwelt weiter bringt und zum Nachdenken, was passiert ist, anregt. Ich hoffe es aber sehr.