Jette88
Gast
so ganz weiß ich noch nicht wie es hier abläuft, aber ich brauche einfach mal die Gedanken anderer, die weder mich noch meinen Ehemann kennen. Es dreht sich nämlich um die Geschichte zwischen uns.
Ich bin mit meinem Ehemann 7 Jahre liiert gewesen und zwei Jahre davon verheiratet. Wir haben zusammen ein Kind im Alter von 1 1/2 Jahren.
Ich musste mich trennen. Ich habe leider keine andere Möglichkeit mehr gesehen. Mein Mann ist ein freiheitsliebender Mensch. Zu freiheitsliebend in Anbetracht der Tatsache, dass er bis vor kurzem kein Single-leben geführt hat und nach dem nächtlichen Streifzug zu Hause seine Familie wartete . ich war sehr viel alleine mit dem Kleinen. Als wäre ich alleinerziehend mit Mann gewesen. Oft habe ich mich im
Stich gelassen gefühlt und ich hatte den Eindruck, dass er auf seine Kosten kam aber ich nicht! Ich habe nie Zeit für mich gehabt, wenig Auszeit. Ich habe mich um alles häusliche gekümmert. Mir wurde auch oft undankbar entgegnet. Er ist ausgegangen obwohl der kleine und ich krank waren, er ist feiern gegangen obwohl ein Umzug bevor stand, es gab keinen Familienurlaub und die Wochenenden waren für mich einfach nur traurig .
Leider musste ich viele Beleidigungen über mich ergehen lassen.
Es hat sich alles derart zugespitzt. Demütigungen, Beleidigungen und die Tatsache dass ich durch den kleinen für gewisse Zeit finanziell von meinem
Mann abhängig war/bin, fand sein Ego gut. Aber die Worte man beißt nicht in die Hand die einen ernährt, waren noch die netteren. Ich will gar nicht alles negative hier ausgraben. Es reicht, wenn ich sage, ich hatte meine Gründe zur Trennung.
Was mich interessiert, ist, ob jemand die Erfahrung mit mir teilt, sich von dem Partner getrennt zu haben OBWOHL ihr ihn noch liebt. Die Entscheidung war nicht leicht, dennoch stehe ich dazu. Das Kind war leider oft anwesend und hat die Streitereien mitbekommen. Das ist ein Punkt, der mich auch belastet hat! Ein Kind sollte so nicht aufwachsen müssen .
Ich weiß nur nicht, wie ich damit künftig umgehen soll. ich bin schon sehr erleichtert nicht mehr dauernd diesem Stress ausgesetzt zu sein. Einem
Menschen gegenüber treten zu müssen, der jeglichen Respekt vor mir verloren hat und der mir an allem die Schuld gibt. Er hat keine Fehler - in seinen Augen .
er hat leider auch keine Zeit mit mir verbringen wollen. Mit SEINEN Freunden ging das immer. Aber mit mir nicht. Familienausflüge? Nein! Gemeinsam frühstücken am Wochenende?! Wo denkt ihr hin! Er muss sich von der harten Woche ausruhen!
Klar er arbeitet wirklich hart. aber ich war einfach mit allem so furchtbar alleine. Ich habe es alles in allem nicht mehr ertragen. Mir ging es verdammt schlecht.
Seit der Trennung fühle ich mich befreiter, wohler und entspannter! Bald haben unser Sohn und ich eine eigene Wohnung.
Derzeit läuft alles über Anwälte zwischen meinem Mann und mir . ich sehe meinen Mann nur, wenn er den kleinen abholt und bringt. Wir wechseln kaum ein Wort. Naja, nicht über dieses drumherum. smalltalk bezüglich unseres Sohnes ja .
Als ich nach dem letzten Wiedersehen seine Augen gesehen habe, wie traurig sie waren, wässrig als würde er gleich weinen . und er dann sagte er wolle dass wir das zusammen packen. Dass wir miteinander klar kommen . und ob wir irgendwann mal einen Kaffee zusammen trinken gehen könnten . da war mir plötzlich anders. Da war die Seite von ihm, die ich sehr geliebt und überaus vermisst habe .
Wie soll ich damit umgehen?! Es sind scheinbar beiderseits Gefühle im Spiel. aber meine Vernunft ist stark. Es würde einfach nicht funktionieren mit uns . ich habe sehr gelitten.
Aber meine Gefühle machen mich wahnsinnig . Ich vermisse ihn - oh man. Jetzt ist es raus . ich vermisse die wenigen guten Momente .
Kennt jemand das? Wie geht ihr damit um? Wie soll ich mich weiter verhalten?
Ich bitte wirklich um
Rat!