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Bei mir geht es jetzt in den 5. Monat und ich kann deine Gedanken verstehen.
Zu der Wohnung und der Arbeit, die du da reingesteckt hast:
Das ist nunmal das Risiko, welches man für die Liebe eingeht. Du baust dir etwas auf mit der anderen Person und kommt es zu einer Trennung ist nunmal alles in Scherben. Die Wohnung oder das Haus beispielsweise. Und natürlich profitiert der zukünftige Partner dann davon. Aber was ist die Alternative? Keine. Also werd dir darüber bewusst, dass das Leben nunmal so spielt und es nicht vielen vergönnt ist ein Leben lang mit einer Person zusammen zu bleiben, aus welchen Gründen auch immer.
Die Sache mit dem Konfrontieren mit Orten sehe ich gespalten. Kann funktionieren aber kann man auch sein lassen. Das ist Typ-abhängig mMn.
Bei aufkommenden Gedanken, hat mir persönlich es vielmehr geholfen bzw. hilft es mir, mich beim Aufkommen des Gedankenkarussells reflexartig mit anderen Dingen zu beschäftigen, die sogar in die selbe Sparte gehen. Ich hab an sie gedacht - also hab ich dieses Forum durchgescrollt und andere Beiträge gelesen, auch kommentiert. Und das - neben anderen Beschäftigungen natürlich (malen, Sport, handwerken etc.) - immer wieder. Das mache ich immer weniger inzwischen, da ich weniger das Verlangen danach habe. Aber es war ein sehr gutes Ventil.
Zu dem Brief:
Ich hab einen Monat danach auch einen verfasst und neutral meine Sichtweise niedergeschrieben ohne jemand anzugreifen. Hab ich das eigentlich schonmal hier geschrieben? Keine Ahnung, falls ja, entschuldige.
Mir hat das insofern etwas gebracht, weil ich die Situation/ mein damaliges sehr distanziertes Verhalten erklären konnte. Ich hab das sehr ausführlich getan aber es war in meiner speziellen Situation auch irgendwo notwendig, wie ich fand. Sie hat mir nie geantwortet, ich hatte aber auch geschrieben, dass ich keinerlei freundschaftlichen Kontakt möchte. Damit war das Thema gegessen. Ich denke aber auch, dass es sie kaum interessiert hat, da der Neue natürlich in der Honeymoonphase viel interessanter ist. Das wird bei dir ebenso der Fall sein. Es wird sie nicht jucken, was du schreibst, sei dir dessen bewusst.
Dich in überschwängliche Erklärungsversuche zu stürzen und detailliert auf Dinge einzugehen bringt dir deshalb generell erstmal nichts, das will in so einer Situation, nach dem Geschehenen aber auch kein Mensch lesen.
Wenn du einen Brief schreibst, würde ich dir deshalb empfehlen, das ganze auf deine Kernaussage, die du ihr vermitteln willst, zu reduzieren. 1 - 3 Sätze, mehr nicht.
Und das war doch eine Entschuldigung oder?
Vielleicht dann etwas in die Richtung:
„Hallo ….,
es tut mir leid, was du die letzten Monate von mir Denken musstest.
Ich habe das alles getan, weil mir das mit uns die Welt bedeutet hat.
Ich hoffe, du behälst uns so nicht in Erinnerung.
Mach es gut.“
Klingt theatralisch aber wenn du solch ein Zeichen setzen möchtest, mach es echt knapp. Es wird sie sowieso nicht wirklich interessieren und mMn hat ein kurzer Abschiedskommentar in solch einer Situation wie deiner - nach all dem Geschehen wie erwähnt - einen größeren potentiellen Impact als ein elend langer Brief mit irgendwelchen Aufzählungen. Den schmeißt sie nach der Hälfte eher noch in den Papierkorb.
Kopf hoch, das Leben ist ein Auf und Ab.