@Fullspeeed
Die vermutliche Borderlinerin um die es bei mir geht, sagte mir als wir uns kennenlernten von Anfang an: Ich will keine Beziehung! Habe alles was man in Beziehungen erleben kann schon erlebt! Außerdem will ich keine Fernbeziehung mehr! Ich bin beziehungsgestört und nicht gesellschaftstauglich! Verlieb dich nicht in mich!
Ihre letzte Beziehung endete im März 2018. Danach hatte sie von Sommer 2018 bis Januar 2019 eine Affäre, wo sie zwar genervt war von dem Typ und nur gelegentlich die schönen Stunden genießen wollte, aber dennoch hoffte, dass er sich für sie entscheiden würde eines Tages... Was dann von Februar bis ende September war, wo ich sie kennenlernte, habe ich nie gefragt, leider. Gehe aber davon aus, dass sie tatsächlich Single war. Und genau das meinte sie zum Schluss auch zu mir, ohne mit mir zusammen gewesen zu sein: Früher konnte ich nie allein sein, jetzt kann ich es! Darum stehen ihre Jobs an Stelle 1-3, sie selbst an 4.Stelle, dann noch diverse Hobbys und die wenigen 1-2 Freundinnen, zu denen sie regelmäßigen Kontakt hat. Aber selbst die will sie höchstens alle 5 Wochen mal sehen, meinte sie. Da wäre für mich gar kein Platz sagte sie....
Sie ist also lieber allein, als das für sie Risiko einzugehen, es mit mir zu versuchen.... Inwiefern sie eine Verbindung hat inzwischen zu einem Mann weiß ich nicht, da sie vor 3 Wochen den Kontakt komplett eingestellt hat....

So gesehen weiß sie bzw. deine Patientinnen ja, dass was mit ihnen nicht stimmt. Ob meine Bekannte weiß, dass sie Borderlinerin ist, wage ich zu bezweifeln. Oder sie weiß es, traute es sich aber nicht mir zu sagen, aus Angst, dass ich weglaufe. Weil sie erzählte mal von ihren 5 langen Beziehungen (alle zwischen 2 und 5 Jahren). Darunter war ein Alk. (zu dem sie gezogen ist, nachdem sie es herausgefunden hatte....), ein Typ mit Bindungsangst und ein Borderliner (ein Psycho wie sie immer sagte, der sie mehrmals aus der Wohnung geworfen hat und angeblich immer noch stalken und bedrohen würde, irgendwie). Und keiner ihrer ex-Freunde wäre mit ihrem Verhalten (Agressiv, etc.) klar gekommen und sie hätte sich immer nach einer gewissen Zeit gelangweilt.
Bewußt verletzend war sie bei mir zum Schluss unserer Freundschaft auch nicht. Sie hat sämtliche "Argumente" gesucht, warum es mit mir nicht klappen könne mit einer Verbindung. Es kam mir wirklich so vor wie hier beschrieben: Auf dem Weg aus dem Wasser an Land alles bei Seite geschoben, was "hinderlich" sein könnte, das rettende Ufer zu erreichen. Die Abspaltung als Selbstschutz klingt da sehr logisch aus deren Sicht heraus. Dennoch schwer zu begreifen, wenn man vorher gesagt bekommt: Ich habe noch nie echte Gefühle und Wärme angeboten bekommen. Früher kannte ich nur künstliche Wärme, die ist toll und verläßlich auch wenn öfters mal die "Anbieter" gewechselt wurde. Aber mit echter Wärme kann ich so gar nicht umgehen. Die kann ich nicht regulieren, so wie man die Sonne auch nicht regulieren kann wenns zu heiß wird! Künstliche Wärme kann ich regulieren! Aber ich habe doch nur das eine Leben. Soll ich mein Herz zu einer Entscheidung zwingen oder aufgeben? 3 Wochen später gab sie auf.....

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Auf der einen Seite sehr traurig, weil ich diese Frau echt sehr lieb gewonnen habe. Auf der anderen Seite verstehe ich jetzt ihre Reaktion besser.... Aber was bringt es mir?