Guddie
Gast
ich bin hier eigentlich wegen der Trennung von meinem Partner unterwegs, aber diese Beziehung/Trennung hat auch sehr stark mit meiner Beziehung zu meinen Eltern zu tun. Ich bin gerade dabei, vieles aufzuarbeiten.
Es ist so, dass meine Eltern mich schon immer sehr viel Kraft gekostet haben. Meine Mutter ist psychisch krank und depressiv seit ich denken kann. Ihr Denken und Leben kreist nur um sie selbst. Mein Vater ist schon sehr alt und ist noch durch den Krieg und die Nachwirkungen traumatisiert. Er war immer sehr kalt, autoritär, negativ und skeptisch. Er ist auch mir, seiner einzigen Tochter gegenüber sehr skeptisch und traut mir genauso wenig wie allen anderen. Er hält Menschen grundsätzlich für schlecht.
Ich bin mein Leben lang (fast 40 Jahre nun) hinter der Liebe meiner Eltern hergehechelt. Aber es hat irgendwie keinen Sinn. Sie brauchen ständig meine Hilfe, aber für mich waren sie kaum da und jetzt können sie es auch gar nicht mehr.
Ich bin ausgelaugt. Sie saugen alle Energie aus mir raus. So empfinde ich das. Ich habe mich jetzt sehr zurück gezogen, weil ich Zeit und Ruhe für mich brauche. Jetzt sind sie sehr irritiert und fragen tatsächlich mal wie es mir geht. Aber ich habe völlig dicht gemacht. Ich wünsche mir manchmal, dass ich nichts mehr mit ihnen zu tun haben müsste.
Aber es sind doch meine Eltern? Ich kann sie ja nicht einfach ignorieren. Ich kann ihnen aber auch einfach nicht verständlich machen, was ich mir von ihnen wünschen würde. Das wird gleich als Undankbarkeit verstanden, schließlich haben sie ja so viel für mich getan................
Hat jemand irgendwie ähnliche Erfahrungen oder einen Tipp für mich?
).
..wir treffen immer wieder Entscheidungen, und ich habe ganz stark den Eindruck, dass Du auf jeden Fall den für DICH positiven und liebevollen Weg gewählt hast. 