Berliner10405
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Ich hole mal etwas aus. Im März 2023 hat sich meine Ex Freundin ( nicht die mit BPD ) von mir getrennt, wir waren knapp 11 Monate zusammen und hatten uns einfach auseinander gelebt, ich war zwar traurig aber es war ok! Ich hatte leider zu diesem Zeitpunkt schon seit einiger Zeit ein Abhängigkeitsproblem mit Beruhigungsmitteln entwickelt. Also bin ich dann im April auf Entgiftung gefahren, ich war allerdings vergleichsweise noch ein recht "harmloser" Fall. Ich konnte vor der Klinik noch regelmäßig Kampfsport betreiben und war in guter physischer Verfassung, auch psychisch war ich recht stabil trotz meinem Laster.
In die Klinik bin ich mit einer recht stoischen Einstellung reingegangen, nicht jammern sondern einfach durchziehen. Dort habe ich dann eine Frau kennengelernt die später meine Freundin werden wird. Als ich sie das erste mal sah war sie sehr zittrig und trotz dessen strahlte sie eine gewisse Attraktivität aus. Man kann sich ja vorstellen wie die meisten auf Entgiftung so aussehen, sie hatte allerdings einen Top Körper und auch ein hübsches Gesicht. Wir kamen dann ins Gespräch und sie erzählte mir das sie auch wegen Benzos und in ihrem Fall Alk. auf Entgiftung ist. Am Anfang sind wir ab und zu zusammen spazieren gegangen, sie traute sich erst nicht alleine mit mir zu gehen und ihre Zimmer Genossin kam mit. Nach kurzer Zeit sind wir dann auch alleine gegangen. Sie erzählte mir vieles aus ihrer Vergangenheit, exzessiver Dro. über ein Jahrzehnt, Verlust ihres Führerscheins vermutlich durch betrunkenes Fahren am Steuer, sie selber konnte sich daran nicht mehr erinnern, eine schwere Trennung mit ihrem Ex Freund welche in einem Gewaltakt geendet ist und dann auch vor Gericht ging, viele wechselnde sexuelle Partner usw. Ich dachte erst sie sei 25, allerdings stellte sich heraus das sie schon 32 ist. Ich selber war zu dem Zeitpunkt noch 22. Wir verbrachten auch sehr viel Zeit zusammen im Fernsehraum, spielten Kniffel, alles was man halt so in einer Klinik machen kann. Ich merkte dann auch langsam das sie mich mag, sie machte ein mal eine Anspielung ob ich sie nicht massieren möchte und streckte/dehnte sich auffällig offen vor mir auf einem Sessel im Fernsehraum, man kann schon fast sagen das sie sich da räkelte, allerdings gab ich ihr keine Komplimente oder sonstiges und hielt es recht nüchtern. Sie gab mir auch weitere kleine Aufmerksamkeiten wie das sie mir jeden Morgen ein Brötchen von ihr gab ( das Frühstück im Krankenhaus war recht klein ) und zu Ostern gab sie mir eine Tüte mit ein paar Leckereien.
Einen Tag vor meiner Entlassung fragte sie mich dann ob ich ihre Nummer haben möchte und das ich mir doch überlegen sollte ob ich ihr schreiben möchte, sie warnte mich aber auch das sie der Teufel sei. Ich dachte erst sie meinte das flirtend, ich glaube sie meinte das wortwörtlich. Ich überlegte dann eine Woche lang und sendete ihr eine Nachricht, daraufhin haben wir knapp zwei Wochen jeden Tag eine längere Nachricht ausgetauscht. Sie war noch etwas länger als ich in der Klinik.
In ihren Nachrichten wirkte sie aufrichtig interessiert an mir, wie es mir draußen so ergeht und war auch respektvoll.
Irgendwann wurde sie dann entlassen, ich fragte sie ob wir uns nochmal sehen wollen, sie stimmte zu und so trafen wir uns auch recht zügig. Wir unterhielten uns über dies und jenes, spazierten bis ich sie fragte ob sie nicht mit zu mir kommen möchte. Erst sagte sie nein, 30 Minuten später stimmte sie dann zu. Bei mir angekommen bestellte sie für uns beide Sushi und bezahlte auf ihre Kosten. Ich war ganz positiv überrascht. Wir schauten Filme, sie kuschelte sich an mich, ich strich ihr durchs Haar und initiierte irgendwann einen Kuss. Es kam auch direkt zum Sex und was für einer! Sie blieb dann auch über Nacht.
Einen Tag später schrieb sie mir und fragte ob ich nicht das nächste Wochenende zu ihr in die Ecke kommen möchte und wir dort etwas unternehmen, sie hat sich laut ihrer Aussage sehr wohl bei mir gefühlt. Ich stimmte zu. Bei ihr bekam ich das Komplett Programm, sie gab mir viele Komplimente, schaute mich die ganze Zeit anhimmelnd/verliebt an, bekochte mich, brachte mir zu trinken und super Sex gab es auch noch. Ich fühlte mich pudelwohl. Ab da hatte sie mich.
So lief es dann das wir uns jedes Wochenende, meistens von Freitag bis Sonntag, teilweise auch von Donnerstag bis Sonntag sahen. Wir fingen auch an zusammen Opioide zu nehmen wie Tilidin und Tramadol. Ich selber war auch wieder rückfällig geworden mit Benzos. Man kann sagen absoluter Rausch auf allen Ebenen. Trotz dessen war mir im Hinterkopf bewusst das diese Beziehung nicht für immer oder langfristig halten würde. Auch am Anfang waren da immer ihre Probleme im Raum die sie erwähnte und kleinere Dramen, es störte mich allerdings nicht da sie mich ja bediente wie einen König.
Das ganze ging dann ein und halb bis zwei Monate gut, ich schlug ihr vor das wir eine exklusive Sache draus machen also eine Beziehung. Sie warnte mich sogar noch damit das sie echt kaputt sei. Ich lachte nur und sagte ich doch auch. Dann sagte sie zu mit den Worten " Wie du willst ". Kurz darauf kam auch das Gerichtsverfahren welches sie noch mit ihrem Ex Freund hatte, sie ging mit einer kleinen Geldbuße als klare Gewinnerin aus dem Verfahren. Danach brach die Hölle auf Erden los.
Plötzlich bildete sie sich ein irgendwas stimme mit ihrem Gesicht nicht und starrte obsessiv stundenlang in den Spiegel! Dabei hatte sie auch ständig emotionale Zusammenbrüche. Es folgten diverse Termine beim Schönheitschirurgen zum aufspritzen um vermeintliche Makel zu korrigieren. Sie ging zwar zu einem Psychiater, aber ich glaube sie war zu diesem nicht ganz ehrlich was ihre Verfassung anging, er verschrieb ihr Neuroleptika. Ich wusste auch gar nicht wie ich mit dieser geballten Ladung an wechselnden Emotionen umgehen sollte und wurde dadurch selber immer neurotischer und ängstlicher.
Irgendwann kamen auch die ersten Streitigkeiten, sie reduzierte mit der Zeit immer weiter den Sex was mir besonders weh tat. Dazu kamen noch die ganzen Abwertungen das ich nicht weiß wie ich mit ihr umgehen soll, das ohne sie ja nichts läuft usw. Wenn ich zum Teil initiieren wollte, reagierte sie ängstlich und erstarrte. Es ging dann auch nur noch um sie, das sie sich schlecht fühlt, das ihr Leben so schrecklich ist usw. Ich ging dann zwischenzeitlich kurz nochmal auf Entgiftung um von den Benzos wegzukommen. Unterstützung von ihrer Seite war da gar keine! Wenn ich sie anrief, meckerte und heulte sie nur über ihr schreckliches Leben. Ich brach diese Entgiftung dann frühzeitig ab worüber sie sich freute. Ihre Familie war anscheinend auch froh das ich an ihrer Seite war und sie nicht alleine war. So langsam realisierte ich auch das es gar nicht um mich geht sondern nur um sie und das sie nicht alleine sein will mit ihrem Wahnsinn.
Im November ging ich dann das dritte mal auf Entgiftung. Unterstützung von ihrer Seite? Null. Hab ich da aber auch nicht mehr erwartet. Es ging nur um sie, wie schlecht sie sich doch fühlt, ihre Probleme usw. Sie traf sich dann auch mit einem angeblich gleichgeschlechtlich1 Freund das eine oder andere mal kurz vor unserer Trennung. Mittlerweile bezweifle ich das er gleichgeschlechtlich1 ist, vielleicht ist sie sogar schon mit ihm zusammen.
Kurz nach meiner Entlassung aus der Entgiftung, als ich bei ihr schlief, sagte sie mir dann das wir am Morgen reden müssten und das sie keine Nähe ertragen könne. Für mich war dann klar, ok das wars jetzt. Am Morgen packte ich meine Sachen und tröstete sie dann sogar noch, weil sie anfing zu weinen und sagte das sie jetzt ja wieder alleine sei, ich sagte ihr nur das sie auch alleine klarkommen würde und das sie sich um sich kümmern soll.
Die Trennung ist jetzt knapp über einen Monat her und ich bin ein Wrack. Egal was ich mache, ich empfinde kein bisschen Freude. Ich weiß das ich selber daran Schuld bin mich auf sie eingelassen zu haben was mich wütend macht, das ich nicht früher gegangen bin und das ich mich oft so schlecht behandeln lassen hab. Am Anfang der Beziehung war zwar auch nicht alles perfekt bei mir aber ich ging 2-3 mal pro Woche zum Kampfsport und fühlte mich recht gut und gelassen. Jetzt bin ich gefühlt im Dauerstress. Und trotz allem denke ich nur an sie, ob ich ihr schreiben soll, selbst mit dem Wissen das es nichts bringen wird. Auch andere Menschen langweilen mich auf eine gewisse Art und Weise. Ich hab mittlerweile einen guten Therapeuten gefunden welcher mir eine Cptsd aus der Kindheit diagnostiziert hat was auch viele meiner allgemeinen Symptome unterstreicht. Diese Beziehung hat sicherlich nicht dabei geholfen. Ich hab nochmal ihr Profilbild auf Whatsapp angeschaut, sie sieht durch das ganze Botox auch nicht mehr aus wie die Frau welche ich kennengelernt habe, einfach nur traurig denn sie war echt schön auch ohne den ganzen Mist. Musste mir das mal alles von der Seele schreiben, einfach nur Wahnsinn.