Zitat von MANDY31: Ich denke leider auch, dass mein Ex jahrelang sehr manipuliert wurde.
Und Du hast das 5 Jahre lang nicht mitbekommen?
Zitat von MANDY31: Ich finde es einfach so krass, dass er direkt wusste, dass seine Mutter damit drohen würde, dass sie nicht zur Hochzeit kommt, wenn wir ihr sagen, dass der neue Partner nicht mitkommen kann. Er kennt nur dieses Verhalten und findet es daher total normal.
So ein Verhalten zu kennen und es normal zu finden sind erst einmal zwei Paar Schuhe. Mancher nimmt einfach auch Dinge hin, die nicht zu ändern sind.
Zitat von MANDY31: Meine Eltern würden mir sowas nie antun und ich wäre total geschockt, wenn die mir mit so etwas drohen würden.
Liebevolle Eltern tun so etwas auch nicht. Dein Ex ist jedoch unter anderen Umständen aufgewachsen und kennt es so, wie Du selber geschrieben hast.
Zitat von MANDY31: Auch der Spruch bezüglich des erst kürzlich verstorbenen Vaters meines Ex hat mich total schockiert. Wie ihr schon geschrieben habt, das ist so herzlos.
Ja, herzlos. Als die Empathie verteilt wurde, stand sie sicher nicht in der ersten Reihe
Da anscheinend aber bereits lange keine Bindung von ihr zum Vater ihres Kindes mehr bestand (sie hat Deinen Ex alleine groß gezogen), ist das nicht nur gedanken- und empathielos, sondern auch ein wenig… wie soll ich sagen? beschränkt in der Weltsicht.
Zitat von MANDY31: Ich weiß auch, dass ich in den letzten Jahren viele Sachen übersehen bzw. bewusst ignoriert habe.
Das denke ich auch! Da solltest Du vielleicht mal genauer drauf gucken: Warum hast Du das (bewusst) gemacht?
Zitat von MANDY31: Da mir meine Familie selbst sehr wichtig ist, wollte ich mich einfach auch mit seiner verstehen und habe nie etwas gesagt, wenn seine Mutter sich nicht gut verhalten hat.
Ich kann das von Deiner Warte einerseits total nachvollziehen. Andererseits ist er anscheinend aber unter völlig anderen Voraussetzungen groß geworden. Das eine ist, wenn er als - so wie er hier öfters bezeichnet wurde - ein Mamasöhnchen ist, das nicht von ihrem Schürzenzipfel weichen mag. Da frag ich noch mal, warum Du das 5 Jahre nicht gemerkt hast oder/und Du das mitgetragen hast. Das andere ist, dass er seine Mutter einfach liebt und sie nimmt, wie sie ist.
Zitat von MANDY31: Ein Beispiel ist noch, dass sie beim ersten zufälligen Treffen mit meiner Mutter nur auf ihr Handy gestarrt hat, während wir uns unterhalten haben. Bei anderen Treffen hat sie meine Eltern nicht gegrüßt und auch nicht mit ihnen gesprochen.
Sowas ist natürlich unhöflich und „gehört sich nicht“, ist aber in bestimmten Kreisen leider nicht unüblich
Zitat von MANDY31: Ich habe für die Zukunft gelernt, dass ich direkt was sagen sollte, wenn mich etwas stört, auch wenn es die Familie betrifft. Dann hätte ich schon viel eher gemerkt, dass mein Ex von seiner Mutter extrem unter Druck gesetzt wird und sich gegen sie nicht durchsetzen kann/will.
Du solltest besser für die Zukunft lernen, dass Du einmal etwas sagst und beim zweiten Mal Konsequenzen ziehst. Was Dich stört, muß nen Partner noch lange nicht stören - dann paßt es halt nicht.
Zitat von MANDY31: Dann hätte ich wahrscheinlich auch nicht so viel Zeit verschwendet und auch keine Hochzeit geplant, die niemals statt finden sollte.
DU hast Zeit verschwendet, DU hast die Hochzeit geplant? In meiner Welt macht sowas ein Paar zusammen, auch wenn zugegebenermaßen sich die Bridezillas oft ein wenig mehr engagieren.
„Es kann kein Gast mehr kommen, weil die Tischordnung schon steht und die Platzkarten bereits gedruckt sind“ ist für mich Hollywood-Klischee über geplatzte Hochzeiten, in denen es immer nicht um die Ehe an sich, sondern um Machtkämpfe geht. Genau das hast Du Dir mit Deiner Beinahe-Schwiegermutter geliefert: Einen Machtkampf. Wer den jetzt gewonnen hat, kann ich grade echt nicht beurteilen. Vielleicht Ihr alle Drei?
Denn so eine Klärung vor dem Ja-Wort ist allemal besser als danach.
Zitat von MANDY31: Im Moment denke ich doch noch oft, ach hätte ich einfach klein beigegeben, obwohl ich weiß, dass das mich nicht glücklich gemacht hätte.
Nach 5 Jahren Beziehung mit dem Mann, den ich heiraten will und mit dem ich bislang glücklich war, wäre es für mich ein Klacks, noch nen Gast mehr einzuplanen. Jedenfalls dann, wenn eine mir nahe stehende Person diesen unbedingt mitbringen möchte. Das kostet bei einer größeren Hochzeit auch nicht mehr die Welt, die Sitzordnung wird ein wenig umgeändert und ne Platzkarte kann handgeschrieben werden. Es sei denn, es geht grade nur ums Prinzip.
Diese Hochzeit platzen zu lassen war sicher eine gute Idee, auch wenn das bestimmt teurer war als ein zusätzlicher Gast. Bei Euch hat nämlich vorher schon so vieles nicht gestimmt, was Du nicht sehen wolltest. Daran trägst auch Du Deinen Anteil.