F
Florence17
Mitglied
- Beiträge:
- 5
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 3
- Mitglied seit:
Hallo ihr lieben
Ich werde versuchen mich kurz zu fassen, was die Background Story angeht. Mir ist es mehr wichtig mich im Hier und Jetzt zu sortieren.
Wir haben zusammen in einer großen familiären WG gewohnt. Beide anfang/mitte 20. Wir waren 10 Monate zusammen, es war sehr intensiv wegen gleich zusammen wohnen und generell hat es bei uns einfach sehr schnell 'klick' gemacht.
Vor ca einem Jahr trennten wir uns. Seit 6 Monaten wohne ich wo anders.
Er ist politisch sehr sehr aktiv und ambitioniert. Auswirkungen hatte das in dem Sinne auf uns dass er 1) Viel gearbeitet hat und unterwegs war. Das heißt er war unzuverlässig was Verabredungen und Vereinbarungen anging.
2) Er beschäftigt sich glaube ich mit emotionalen Seiten seiner Selbst nicht viel und achtet wenig auf seine Bedürfnisse unabhängig von der polit. Arbeit (ich weiß aber nicht, ob die ihm überhaupt wichtig sind)
3) Er ist 24/7 auf social Media aktiv, also auf Abruf bereit.
4) Er konnte sich nicht sehr gut auf mich beziehen. Das bedeutet in vielen Aspekten hat er, wenn ich Bedürfnisse/Wünsche äußerte auch nach Wochen nicht darauf reagiert. Damit meine ich nicht, dass er nicht zustimmte, sondern auch wenig Feedback, Verständnis für meine Bedürfnisse etc. kam.
Ich finde das was er leistet sehr cool und mich interessieren die Themen auch. Für mich ist es okey sich weniger zu sehen, aber die Kommunikation ist dabei wichtig. Das heißt: Mir ist es wichtig auch gemeinsam mal eine Auszeit vom Alltag zu nehmen. Und bei dieser Auszeit ist es mir wichtig, dass sie gemeinsam festgelegt wird, sodass im Alltag beide Parteien in der Lage sind ihrem eigenen Leben nachzugehen ohne dabei Angst haben zu müssen, dass die Beziehung zu kurz kommt. Das funktionierte nicht, weil sein Leben meist dominanter war als meines und mit ihm Vereinbarungen nur bedingt klappten.
An einem Tag ist mir die Sicherung endgültig durchgebrannt, nachdem er mal wieder 2h zu spät kam und ich in dieser Zeit das Gefühl hatte nicht wirklich was anderes machen zu können weil ich a) enttäuscht und emotional aufgewühlt war und b) nicht genau wusste wann er endlich kommt und ihn sehen wollte. (Anm. wir waren die letzten 6 Wochen davor beide unterwegs und sahen uns nicht viel, darum konnte ich es nicht erwarten ihn zu sehen.)
Wir stritten, er bezeichnete uns mal wieder als anstrengen, ich verlor den Geduldsfaden.Später am Abend bei meinen Freunden hatte ich einen Nervenzusammenbruch. Ich machte am Tag darauf Schluss und er nahm es an bzw am Ende jenes Tages wollte er die Trennung dann mehr als ich. Das war jetzt alles sehr grob zusammengefasst. Im Endeffekt bin ich ausgezogen. Wir haben uns immer mehr voneinander entfernt.
Mir geht es nun mehr darum wie es in mir aussieht: Wir haben sehr viel für einander empfunden als wir Schluss machten, dh. den Schmerz spüre ich immer noch, jedes Mal wenn ich nur daran denke.
Er ist mir so wichtig.
Wir haben keinen Kontakt mehr und das tut mir weh. Aber es geht auch einfach nicht mehr. Ich glaube, dass wir uns beide eigentlich immer noch gern haben aber mittlerweile schiebt jeder nur noch seinen eigenen Film und nimmt die Situation, wenn wir uns sehen, so unterschiedlich war, dass es einfach nicht mehr funktioniert und auch nirgendwo hinführt. Die ganze zwischenmenschliche Beziehung fühlt sich so kaputt an.
Ich kann die Trennung nicht verarbeiten, weil es nicht daran lag, dass wir uns nicht liebten oder uns zu viel stritten. Sondern weil wir überfordert waren mit der Gesamtsituation. Es war meine erste richtige Beziehung, er hatte auch nur eine in der Schule davor, sonst eher Affairen. Wir wohnten von Anfang an zusammen (dadurch fehlte mir mein personal space im Sinne von einen Alltag mit eigenen Freunden ohne ihn führen), er war so viel unterwegs und am arbeiten.
Mich ärgert es so, dass nun alles vorbei ist. Ich kann ihn nicht verstehen. Er glaubt nicht mehr an uns und arbeitet einfach weiter. Ich weiß auch, dass er kein schlechter Mensch ist. Ich kann einfach nicht abschließen. Obwohl ich weiß, dass er nie wieder da sein wird. Mich macht die ganze Situation so wütend. Ich kann nichts rückgängig machen. Ich verstehe nicht, wieso er weiter machen kann und ich nicht. Ich bin so wütend über diese sozialen beruflichen Strukturen, die ihn so einspannen.
Ich weiß einfach nicht, wie ich mich endlich von dem allen befreien kann. Ich will wieder glücklich sein und nicht ständig an ihn denken und weinen.
Danke fürs Durchlesen
Viele Grüße!
Ich werde versuchen mich kurz zu fassen, was die Background Story angeht. Mir ist es mehr wichtig mich im Hier und Jetzt zu sortieren.
Wir haben zusammen in einer großen familiären WG gewohnt. Beide anfang/mitte 20. Wir waren 10 Monate zusammen, es war sehr intensiv wegen gleich zusammen wohnen und generell hat es bei uns einfach sehr schnell 'klick' gemacht.
Vor ca einem Jahr trennten wir uns. Seit 6 Monaten wohne ich wo anders.
Er ist politisch sehr sehr aktiv und ambitioniert. Auswirkungen hatte das in dem Sinne auf uns dass er 1) Viel gearbeitet hat und unterwegs war. Das heißt er war unzuverlässig was Verabredungen und Vereinbarungen anging.
2) Er beschäftigt sich glaube ich mit emotionalen Seiten seiner Selbst nicht viel und achtet wenig auf seine Bedürfnisse unabhängig von der polit. Arbeit (ich weiß aber nicht, ob die ihm überhaupt wichtig sind)
3) Er ist 24/7 auf social Media aktiv, also auf Abruf bereit.
4) Er konnte sich nicht sehr gut auf mich beziehen. Das bedeutet in vielen Aspekten hat er, wenn ich Bedürfnisse/Wünsche äußerte auch nach Wochen nicht darauf reagiert. Damit meine ich nicht, dass er nicht zustimmte, sondern auch wenig Feedback, Verständnis für meine Bedürfnisse etc. kam.
Ich finde das was er leistet sehr cool und mich interessieren die Themen auch. Für mich ist es okey sich weniger zu sehen, aber die Kommunikation ist dabei wichtig. Das heißt: Mir ist es wichtig auch gemeinsam mal eine Auszeit vom Alltag zu nehmen. Und bei dieser Auszeit ist es mir wichtig, dass sie gemeinsam festgelegt wird, sodass im Alltag beide Parteien in der Lage sind ihrem eigenen Leben nachzugehen ohne dabei Angst haben zu müssen, dass die Beziehung zu kurz kommt. Das funktionierte nicht, weil sein Leben meist dominanter war als meines und mit ihm Vereinbarungen nur bedingt klappten.
An einem Tag ist mir die Sicherung endgültig durchgebrannt, nachdem er mal wieder 2h zu spät kam und ich in dieser Zeit das Gefühl hatte nicht wirklich was anderes machen zu können weil ich a) enttäuscht und emotional aufgewühlt war und b) nicht genau wusste wann er endlich kommt und ihn sehen wollte. (Anm. wir waren die letzten 6 Wochen davor beide unterwegs und sahen uns nicht viel, darum konnte ich es nicht erwarten ihn zu sehen.)
Wir stritten, er bezeichnete uns mal wieder als anstrengen, ich verlor den Geduldsfaden.Später am Abend bei meinen Freunden hatte ich einen Nervenzusammenbruch. Ich machte am Tag darauf Schluss und er nahm es an bzw am Ende jenes Tages wollte er die Trennung dann mehr als ich. Das war jetzt alles sehr grob zusammengefasst. Im Endeffekt bin ich ausgezogen. Wir haben uns immer mehr voneinander entfernt.
Mir geht es nun mehr darum wie es in mir aussieht: Wir haben sehr viel für einander empfunden als wir Schluss machten, dh. den Schmerz spüre ich immer noch, jedes Mal wenn ich nur daran denke.
Er ist mir so wichtig.
Wir haben keinen Kontakt mehr und das tut mir weh. Aber es geht auch einfach nicht mehr. Ich glaube, dass wir uns beide eigentlich immer noch gern haben aber mittlerweile schiebt jeder nur noch seinen eigenen Film und nimmt die Situation, wenn wir uns sehen, so unterschiedlich war, dass es einfach nicht mehr funktioniert und auch nirgendwo hinführt. Die ganze zwischenmenschliche Beziehung fühlt sich so kaputt an.
Ich kann die Trennung nicht verarbeiten, weil es nicht daran lag, dass wir uns nicht liebten oder uns zu viel stritten. Sondern weil wir überfordert waren mit der Gesamtsituation. Es war meine erste richtige Beziehung, er hatte auch nur eine in der Schule davor, sonst eher Affairen. Wir wohnten von Anfang an zusammen (dadurch fehlte mir mein personal space im Sinne von einen Alltag mit eigenen Freunden ohne ihn führen), er war so viel unterwegs und am arbeiten.
Mich ärgert es so, dass nun alles vorbei ist. Ich kann ihn nicht verstehen. Er glaubt nicht mehr an uns und arbeitet einfach weiter. Ich weiß auch, dass er kein schlechter Mensch ist. Ich kann einfach nicht abschließen. Obwohl ich weiß, dass er nie wieder da sein wird. Mich macht die ganze Situation so wütend. Ich kann nichts rückgängig machen. Ich verstehe nicht, wieso er weiter machen kann und ich nicht. Ich bin so wütend über diese sozialen beruflichen Strukturen, die ihn so einspannen.
Ich weiß einfach nicht, wie ich mich endlich von dem allen befreien kann. Ich will wieder glücklich sein und nicht ständig an ihn denken und weinen.
Danke fürs Durchlesen
Viele Grüße!