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Trennungsgrund Selbstzweifel

Burg

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Hallo ihr Lieben,

heute benötige auch ich mal euren Rat und eure Einschätzung. Ich wende mein Leben seit zwei Wochen immer mehr zum positiven, mache wieder viel Sport, treffe alte Freunde, akzeptierte immer mehr.. aber ihr kennt das ja.



Vorgeschichte
Meine nunmehr Ex-Freundin (18) und ich (23) waren nun ein gutes Jahr zusammen. Unseren Jahrestag haben wir noch zusammen verbracht, ab dem Samstag darauf brach sie plötzlich den Kontakt ab. Es folgten zwei Wochen mit insgesamt drei Treffen, das letzte hatte als Ergebnis dann die Trennung.

In den zwei Wochen ging quasi sämtlicher Kontakt von mir aus, Abwimmeln bei Anrufen, keine netten Worte mehr bei Whatsapp.. Die ersten beiden Treffen habe ich erzwungen, indem ich mich einfach in ihr Zimmer setzte und auf sie wartete, weil ich für mich Klarheit brauchte, was los ist - ganz vorwurfsfrei und nüchtern.

Mit jedem Gespräch kamen mehr Erklärungen aus ihr raus. Die emotionale Bombe platze dann beim Trennungsgespräch. Nach den eher haltlosen "Zweifeln" (Kinderwunsch nur einseitig - ich solle mir doch eine suchen, die den Wunsch teilt. Weitere Jahre zwischen uns wären Unsinn, wenn wir uns eh in 5, 7 oder 10 Jahren trennen müssten..) kamen andere Gründe aus ihr heraus, nämlich extreme Selbstzweifel, notwendige Selbstfindungsphase, alle Menschen wären gerade zu viel..

Bis zu dem Zeitpunkt war ich, bedingt durch ein Jahr "beruflichen Leerlaufs" und ihre Introvertierheit, wohl DER Mensch und der absolute Lebensmittelpunkt. Ich stecke allerdings schon im Master und arbeite nebenher. Jede Minute die uns blieb, verbrachten wir zusammen. Zum Zeitpunkt der Trennung war sie gerade in der dritten Woche eines Vorpraktikums, erlebt also zum ersten Mal das Arbeitsleben und hat nun deutlich weniger Zeit als vorher.

Sicherlich trafen wir uns auch mal mit ihren oder meinen Freunden, dann aber häufig als Paar. Wir wohnen beide bei unseren Eltern, hatten aber schnell Wohnungsschlüssel des anderen und entsprechend Kleidung dort. Praktisch also ein Zusammenwohnen in zwei Wohnungen.

Wohlgefühlt haben wir uns damit beide sehr. Für mich war es auch nie zu viel, da ich ja noch den Alltag um mich herum hatte. In dem Jahr Beziehung ließ sie häufiger durchblicken, dass sie sonst eher ein Einzelgänger sei.

Mehrfach sagte sie, wie glücklich sie ist, dass sie einen Menschen gefunden hat, der ihr nicht nach zwei bis drei Tagen auf die Nerven geht. Gerade zu Beginn der Beziehung kamen auch viele Anspielungen, weshalb ich gerade sie "gewählt" hätte, ich könne doch jede haben... Gegen so etwas habe ich natürlich angeredet, auch wenn es mich ehrte. Ich bin der Meinung, dass ich ihr durchweg zeigte, wie viel sie mir bedeutet, ohne sie einzuengen.



Trennung
Das Trennungsgespräch war eine logische Konsequenz. Schon eine Woche vorher hieß es, dass es "so nicht weitergehen könne". Sie lies es mich aussprechen, die Entscheidung ging quasi von ihr aus.

Offiziell sind wir nicht einmal getrennt. Wenn wir uns gänzlich trennen, würde sie es nämlich nicht mehr ertragen, mich weiterhin in unserem Sportverein zu sehen. Diesen meidet sie übrigens gänzlich seit dem ersten Tag ihres Kontaktabbruches.

Auffällig war bei allen Gesprächen, dass sie Körperkontakt zuließ. Bei den ersten Gesprächen sogar selbst noch suchte. "Ich liebe dich" ging ihr eine Woche vor der Trennung noch von den Lippen. Beim Trennungsgespräch gingen Küsse und Kuscheln dann nur noch von mir aus. Wir lagen uns praktisch mit Tränen im Arm und ich hatte noch die rosarote Brille auf.

Ich musste nach dem Trennungsgespräch direkt den Schrank räumen und die Schlüssel wurden auch ausgetauscht. - "Das müsse ja nicht für immer sein", "Die könne ich dann ja einfach wieder mitbringen", "Ich solle es ihr bitte nicht übel nehmen"...

Es fielen Sätze wie "ich liebe dich zu sehr", "du warst jetzt ein Jahr lang mein bester Freund" und "ich bin noch nie so offen auf Menschen zugegangen wie in dem Jahr mit dir". Sätze die mir wirklich viel bedeuten, die aber dank ihrer Handlungen deutlich an Wert verlieren..Die Absprache war nachher die, dass ich mich nicht melden werde, um sie nicht einzuengen, sie sich aber mal melden soll, wenn sie wieder "Luft" hat und weiter mit sich selbst ist, dann sehen wir weiter. Ich sollte ihr aber Versprechen, auf andere Beziehungen einzugehen, wenn sich die Chance bietet. (Das fühlt sich mehr als negativ an..)

Fakt ist für mich, dass eine Trennung für jemanden der so sehr "klammerte" ein riesiger Schritt ist. Erst wenige Wochen vorher spielte ich in einem Witz eine Trennung nur an und sie war schlagartig sauer und verletzt.



Folgen/Fragen
Ehrlich gesagt kämpfe ich gerade mit mir. Ich vermisse sie als Mensch und Partnerin sehr, keine Frage. Allerdings mache ich mir echt Gedanken, ob das nochmal was werden könnte, wenn ich nie wieder sicher sein kann, dass sie nicht nach 2 Monaten wieder so auf Rückzug geht. Zumindest mal vorausgesetzt, dass sie nicht sowieso mit ihrer Entscheidung zufrieden ist. Zudem ärgert mich natürlich der Mangel an Kommunikation. Dass es da direkt zum Äußersten kommen muss...

Dieses Wochenende möchte ich ihr endlich ihre Sachen geben. Nicht zuletzt, weil dieser Hickhack meine Kontaktsperre bricht. Von ihr ging sowieso seit dem einen Samstag kein Kontakt mehr aus. Den Austausch versucht sie immer mehr hinauszuzögern. Wir wären ja nicht aus der Welt, das könne man ja immer noch machen... Nachdem ich angemeldet habe, das bald durchziehen zu wollen, hat sie allerdings auch nochmal meine letzten Sachen bei sich zusammengekratzt. Bei ihrem Ordnungssinn ist das ein riesiger Schritt.

Wie seht ihr das Ganze?

29.07.2016 21:16 • #1


Centurion


Zitat:
Das Trennungsgespräch war eine logische Konsequenz. Schon eine Woche vorher hieß es, dass es "so nicht weitergehen könne". Sie lies es mich aussprechen, die Entscheidung ging quasi von ihr aus.

Zitat:
Offiziell sind wir nicht einmal getrennt.

Wie jetzt was jetzt? Wer hat schlussgemacht? Trennungsgründe? Welche Art Trennung (konsequent, Beziehungspause, etc.)?

30.07.2016 00:12 • #2



Trennungsgrund Selbstzweifel

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Burg


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Sie schrieb eine Woche vor unserem Gespräch "Es geht so nicht weiter". "Damals" angeblich noch wegen zweier Zweifel, einer davon der mit den Kindern.

Beim Trennungsgespräch lag der Redeanteil größtenteils bei mir, was aber auch unseren Charakteren geschuldet ist.
Durch ihre Bemerkungen im Vorfeld war mir schon klar, dass sie eine Fortsetzung der Beziehung für unmöglich hält.

Sie wollte nun eben Zeit für sich, weshalb ich den Punkt "Fortführung" dann abgehakt habe. Übrig blieben "Pause" und "Trennung". Ein Wortlaut der nachher durch sie fiel war "Trennung +-". Pausieren wollten wir beide nicht. Für mich fühlt sich das wie ein Tod auf Raten an und sie weiß nicht, wie lange sie braucht, um an ihren Zweifeln zu arbeiten. Trennung war ihr aber zu heftig, "da sie es sonst nicht ertragen würde, mich beim Training zu sehen".


Vorhin haben wir kurz telefoniert, weil ich den Austausch der letzten Sachen unbedingt zeitnah herbeiführen wollte. Sie rief an und war übertrieben freundlich, ich eher etwas reserviert. Schnell fiel der Satz "Bist du sauer?...."

Ich habe dann geantwortet, dass ich keinen Grund habe sauer zu sein, aber ihre Entscheidung akzeptiere. Wenn sie entscheidet, dass ihr Weg nicht unserer ist, dann ist das so.

"Es tut mir leid...."
Hier tauchte dann ein kurzer Hoffnungsschimmer auf, gerade weil sie anrief und nun eigentlich tagelang den Austausch vermied.
"Wie darf ich das verstehen? Hat sich irgendwas geändert und wir sollten nochmal reden?"
Nach gefühlten unendlichen Sekunden hat sie mir gefühlt mit wenigen Worten meine Männlichkeit herausreißen wollen/gerissen
"Nein, das nicht. Aber du bist mir als Mensch sehr wichtig und ich möchte nicht, dass du leidest."


Ich sehe jetzt einige Dinge in unserem Trennungsdialog von Freitag gänzlich anders bzw. weiß nun, wie sie auszulegen waren...

Ich habe ihr dann ganz nüchtern erklärt, dass ich das nicht leiden nennen würde. Dass mir das sicher nicht leicht fiel, ich aber die letzten Tage auch als sehr gut erlebt habe, wieder 4x die Woche trainiere, viele Freundschaften belebt habe.... Und dass ich nicht auf der Suche nach einer neuen besten Freundin bin, sondern sie bis vor wenigen Tagen noch als meine Partnerin gesehen habe.


Die Fronten sollten nun ziemlich geklärt sein. Sie hat danach noch weiter versucht rauszukriegen, was ich denn am Wochenende plane, wohin ich in Urlaub fahre (den hätten wir nun eigentlich ab 01. zusammen erlebt..) usw. und sie freue sich wirklich sehr für mich. Morgen früh hole ich die Sachen ab..Danach gilt für mich absolute Kontaktsperre. Ich konzentriere mich erstmal auf mich.

30.07.2016 01:45 • #3


Centurion


Dann kommt von ihrer Seite nicht viel, von deiner eigentlich auch nicht, in Summe wird das ganze irgendwie durchgezogen. Geht natürlich auch.
Ist jetzt eigentlich nur die Frage ob du sie überhaupt noch liebst. Sollte das der Fall sein wäre es für alle Beteiligten besser, einen konsequenten Schlussstrich zu ziehen. Dann gibts eben keine gemeinsame Sache mehr, und vielleicht ergibt sich in Zukunft wieder was.
Sie scheint jedenfalls nur noch freundschaftliche Gefühle zu haben und dich deswegen nicht ganz verlieren zu wollen.

30.07.2016 02:04 • #4


VictoriaSiempre

VictoriaSiempre


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Ich wäre mit 18 schreiend davon gelaufen, wenn jemand mit mir schon Kinder hätte planen wollen...

Du kommst mir schon auch ein wenig speziell vor, lieber Burg. Dominat und überheblich. Ich halte Dir aber zugute, dass es natürlich etwas anderes ist, etwas Geschriebenes zu lesen als einen Menschen live zu erleben.

Beispiel? Ihr wohnt nicht in zwei Wohnungen zusammen. Ihr wohnt beide noch bei Euren Eltern. Und es ist ein großer Vertrauensbeweis (Eurer Eltern!), dass ihr jeweils den Zimmerschlüssel des anderen bekommen habt. Das zu nutzen, um ein Gespräch zu erzwingen, indem man sich einfach in das Zimmer des anderen pflanzt, empfinde ich persönlich als extrem daneben. Es gibt mir - ich mag da völlig falsch liegen, kenne Euch ja nicht - das Gefühl, dass Du öfters so übergriffig warst.

Egal wie, sie ist 18 und hat alles Recht der Welt, sich auszuprobieren und noch nicht einen von Dir vorgegebenen Weg einzuschlagen. In dem Alter passt es mal für ein Jahr oder zwei - und dann nicht mehr. Ich denke, für sie ist der Drops gelutscht und die Beziehung endgültig beendet.

30.07.2016 02:50 • x 1 #5


Burg


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Zitat von VictoriaSiempre:
Ich wäre mit 18 schreiend davon gelaufen, wenn jemand mit mir schon Kinder hätte planen wollen...


Um Gottes Willen, ja eben nicht. Wir haben mal drüber gesprochen, dass ich eines Tages, Richtung 30 mal Kinder haben möchte. Sie ist sich mit 18 "sicher" (als könne sich das nicht noch 5x ändern), dass sie nie Kinder möchte. Das ist für mich selbst noch alles sooo weit weg, was ich in unseren Gesprächen dann mehrfach artikuliert habe. Deshalb ist es ja so unverständlich. Sie weiß natürlich selbst, dass wir in den nächsten 7-10 Jahren nicht einmal im Traum daran denken würden, aber kriegt es "trotzdem nicht aus dem Kopf".

Zitat von VictoriaSiempre:
Du kommst mir schon auch ein wenig speziell vor, lieber Burg. Dominat und überheblich.

Dominant..schwierig. Grundsätzlich eigentlich nicht, nur hat sie stets jegliche Führung abgeben wollen. Das ging teilweise so weit, dass ich ständig Kompromisse vorgeschlagen habe, weil sie sich vollständig zurücknehmen wollte. Wurde gekocht, sollte ich entscheiden was es gibt. Wurde ein Film geschaut, sollte ich doch aussuchen welchen. Das war ein Prozess überhaupt Kompromisse ala "Du sagst ob Nudeln oder Reis, ich entscheide dann über die Sauce, ok?" zu erreichen. Sie wollte stets, dass ich glücklich bin.

Zitat von VictoriaSiempre:
Beispiel? Ihr wohnt nicht in zwei Wohnungen zusammen. Ihr wohnt beide noch bei Euren Eltern. Und es ist ein großer Vertrauensbeweis (Eurer Eltern!)

Den Schuh muss ich mir anziehen. Das war wohl zu viel Druck. Sie ist auf Distanz gegangen, von heute auf morgen, wirklich ohne Vorwarnung. Das war etwas, das ihrem Verhalten so sehr widersprach, dass ich einfach ein klärendes Gespräch für angebracht hielt. Das habe ich aber auch für mich benötigt, weil ich wissen wollte, wo ich stehe.

Das habe ich aber wirklich "positiv" geführt. Ich habe ihr zunächst deutlich gemacht, dass ich mich einfach nur wundere und mich frage, ob sie vielleicht ein Problem haben könnte, bei dem ich ihr helfen kann. Ob was an dem Samstag passiert ist, seitdem sie sich plötzlich so anders verhält. Sie sprach sie dann aber leider nie so richtig aus, erst von Gespräch zu Gespräch.

Mit einer Ansage ala "Ich muss einfach nachdenken, gib mir bitte zwei Wochen. Das ist nicht böse gemeint." hätte ich Leben können, aber es hieß erstmal immer "Danke, dass wir drüber geredet haben.. Ja, jetzt ist alles gut...". War ich dann aber wieder zuhause, war ich weiterhin abgeschrieben.

Zitat von VictoriaSiempre:
Egal wie, sie ist 18 und hat alles Recht der Welt, sich auszuprobieren und noch nicht einen von Dir vorgegebenen Weg einzuschlagen. In dem Alter passt es mal für ein Jahr oder zwei - und dann nicht mehr. Ich denke, für sie ist der Drops gelutscht und die Beziehung endgültig beendet.

In dem Alter kann ich das auch durchaus verstehen, dass man sich sucht. Die Situation ist aber wirklich die, dass sie in ihrem "Leerlaufjahr" ihr Leben komplett um mich gewoben hat. Treffen mit Freunden wurden beendet, sobald ich nach der Arbeit Zeit hatte; die neue Hochschule sollte in unserer Region liegen; Das erste Vorpraktikum fand bei mir im Ort statt..... Entscheidungen, gegen die ich wirklich oft angeredet habe. Die Freundin müsse doch nicht gehen, nur weil ich komme und ähnliches.


Zitat von Centurion:
Dann kommt von ihrer Seite nicht viel, von deiner eigentlich auch nicht, in Summe wird das ganze irgendwie durchgezogen. Geht natürlich auch.
Ist jetzt eigentlich nur die Frage ob du sie überhaupt noch liebst. Sollte das der Fall sein wäre es für alle Beteiligten besser, einen konsequenten Schlussstrich zu ziehen. Dann gibts eben keine gemeinsame Sache mehr, und vielleicht ergibt sich in Zukunft wieder was.
Sie scheint jedenfalls nur noch freundschaftliche Gefühle zu haben und dich deswegen nicht ganz verlieren zu wollen.


Von ihr kam in der Hinsicht leider wirklich nicht viel. Sie hat sich vom einen Tag auf den anderen zurückgezogen. Sie hat sich erkältet, lag ein, zwei Tage alleine im Bett und sie beschwört, dass sie währenddesssen die Zweifel bekommen hat, vorher wäre nichts gewesen.

Dass von mir nichts kommt, kann ich nicht behaupten. Eher im Gegenteil. Ich habe den Fehler gemacht, in den Gesprächen seeehr sachlich gegen ihre "Argumente" anzureden und die Beziehung zu verteidigen. Beim Trennungsgespräch dann eben noch so, dass ich deutlich gemacht habe, wie gut wir zusammenpassen würden. Dass sie doch noch vor Tagen davon sprach, wie gut ich bei Freunden und Familie ankäme und dass für sie doch das gleiche gilt, dass sie meine Traumfrau ist, wie viel gutes wir vorhaben und unternommen haben.... Grundsätzlich alles nichts was sie nicht eh wissen sollte, aber sie wollte es offensichtlich nicht mehr hören. Dann kam auch ein "Du kannst mir noch so oft sagen wie wundervoll ich bin, ich kann es momentan selbst nicht glauben."

30.07.2016 07:14 • #6


Burg


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Entschuldigt den Doppelpost, aber das muss ich noch ergänzen:

Mein Kampf ist es gerade, dass ich nicht weiß, ob es wirklich die Selbstzweifel oder fehlende Liebe ist. Ob sie mich einfach nur nett abgesägt hat, besondere wegen der Kindersache. Ich habe solange ganz sachlich und ernst mit ihr darüber gesprochen, bis alles auf ein "eeeeh... aber ich kriege es trotzdem nicht aus meinem Kopf" herunterbrach. Dabei habe ich aber ständig deutlich gemacht, dass ich all ihre Zweifel ernst nehme, so soll es auch nicht klingen. Das waren Gespräche auf Augenhöhe.

Sie sprach bis vor ein paar Tagen noch von "ich liebe dich", wir haben Ausflüge und den Urlaub geplant, sie war nahezu täglich hier theoretisch war alles normal.. Nur im Trennungsgespräch war dann plötzlich nicht mehr vom aktuellen die Rede. Dass es ein schönes Jahr war, dass sie keine Minute bereut..... Aber eben auch, dass sie nicht wisse, welche Handlung wirklich sie war; dass sie zu sehr damit beschäftigt ist, von anderen gemocht zu werden und andere glücklich zu machen, dass alle Menschen gerade zu viel sind..

Ich weiß um's Verrecken nicht, ob sie echt nur der Meinung ist, jetzt mit sich selbst ins Reine kommen zu müssen und sich danach tatsächlich vorstellen kann, dass wir uns wieder annäheren. Ob sie mich einfach nur "vor sich schützen will", aber ansonsten alles gut für uns war oder ob das "Ich lass dich frei" die netteste Form des Absägens ist. Und auch, ob wirklich alle anderen zu viel sind oder das beruhigende Worte waren. Die Selbstzweifel nehme ich ihr definitiv ab, ich bin der einzige der davon unter Tränen erfahren hat. Nur würde man theoretisch meinen, dass man so etwas mit seinem Partner durchstehen möchte, sie braucht aber wohl ultimativ Luft..

30.07.2016 07:38 • #7


Centurion


Zitat:
Sie sprach bis vor ein paar Tagen noch von "ich liebe dich", wir haben Ausflüge und den Urlaub geplant, sie war nahezu täglich hier theoretisch war alles normal..

Darauf würs ich nicht so viel geben. Oft wird praktisch noch in der letzen Sekunde ich liebe dich gesagt, und dann ist schluss.

Nett abgesägt, so kann mans auch bezeichnen. Ihre Selbstzweifel werden eher darin bestehen, ob du noch der passende Partner für sie bist. Das Endergebnis davon kennst du jetzt, und auch wenn einem mal der eigene Kopf im Weg ist, muss man eigentlich nur auf die Taten schauen dann ist alles klar.

30.07.2016 07:59 • #8


Burg


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Ja, ich sehe das auch zunehmend sachlicher. Nur kann ich noch immer nicht ausmachen, wann und warum dir Wende kam.

Gerade habe ich die Sachen geholt. Richtig weh tat, dass das oberste Blatt auf dem Papierstapel ein Gutschein von Weihnachten war. "An den größten Schatz, den ich je kennenlernen durfte." Sicherlich keine Absicht, aber das tat wirklich weh. Desweiteren fiel ein Bild von mir aus einem Buch, das könnte sie aber wirklich als Lesezeichen genutzt haben. Die kleineren aus ihrem Portmonai habe ich nämlich noch nicht gefunden.

Zum Schluss hatte sie nochmal Tränen in den Augen und hat mich mehrfach "aufmunternd"/"traurig" ängelachelt.

Entgegen meiner Annahme kamen keine Fragen mehr zu meiner Freizeitgestaltung, Anspielungen, dass sie bald wieder zum Sport kommen will oder versuche Körperkontakt herzustellen.

Wie dem auch sei, das tut jetzt weh aber da muss ich durch...Aber ich sehe ja auch die Vorteile. Meine Fragen wird sie mir aktuell eh nicht beantworten können. Ich breche jetzt den Kontakt ab, glaube aber eh nicht, dass in den kommenden Wochen noch irgendwas von ihr kommen würde. Meine Ansage gestern war in der Hinsicht vermutlich auch sehr deutlich.

Überrascht bin ich immer noch, dass sie jetzt tagelang versucht hat, dem letzten Austausch der Sachen aus dem Weg zu gehen. Erst nach meiner telefonischen Ansage gestern ging es urplötzlich.

Offensichtlich ist, dass sie nicht will, dass ich mich von ihren Eltern verabschieden kann, was ich sehr schade finde.

30.07.2016 09:14 • #9


Burg


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Ich bin echt verwirrt. Die Worte meiner Oma hämmern mir im Kopf "Du kannst dich drehen und wenden, akzeptiere, dass schluss ist!" und sie hat natürlich Recht.


Mir stellen sich folgende Fragen:
1. Wir hatten die letzten Tage Kontakt wegen der Sachen. Sie schrieb was ich denn am Wochenende plane, wohin ich denn in Urlaub fahre und stellte am Telefon eine ähnliche Frage. In Textform bin ich das übergangen, am Telefon war ich ehrlich, aber knapp. Ist das ein gutes Zeichen oder lediglich ein Ventil,um ihr schlechtes Gewissen/mein Leid abbauen zu wollen? Sie hat schließlich Tage vor unserem geplanten Urlaub den Schlussstrich gezogen.

Ist das ein gutes Zeichen nach einer Woche Trennung? Wobei die Gesprächsiniative (via Whatsapp) immer von mir ausging, weil ich einen Termin abstimmen wollte. Ich habe ja am Telefon erwähnt, dass ich nicht sauer bin, die Trennung so akzeptiere und entsprechend einiges ändere, viel mit Freunden mache. Sie freue sich sehr für mich...



2. Zum Austausch der Sachen heute: Sie hatte bei der augenscheinlich letzten Verabschiedung an meinem Auto nochmal sehr kurz Tränen in den Augen. Dazu 1-2x dieses "aufmunternde Lächeln" von ihr. Ich war kühl, aber höflich. Sie war auch seehr sachlich im Vergleich zu sonst. Ein Lächeln konnte ich nicht erwidern. Da somit alles an Pflichten zwischen uns geklärt scheint, habe ich auch die Whatsappgruppe ihrer Clique verlassen. Die werden auch nichts gewusst haben, da meine Ex ja mit niemanden spricht. Wirkt das, als würde ich nun vollkommen dicht machen oder war es genau richtig?



3. Bei unserem Gespräch zur Trennung nannte sie es ja "Trennung +-". "Das müsse ja nicht für immer sein"... Theoretisch eine Mischung aus Trennung und Pause. Nachdem ich aber drei Atemzüge weiter aufgefordert wurde, jedes Kleidungsstück aus ihrem Schrank zu räumen, fühlte sich das nach Abfuhr an, besonders mit dem mehrfachen "bitte sei mir nicht böse".

Aufgrund dessen habe ich eben auch ihre Sachen für mein Seelenheil zusammengeräumt, den Rest lest ihr ja oben.. Sie hatte es kein bisschen eilig das auszutauschen.



Meinte sie das mit der Pause etwa wirklich ernst? Warum dann ihre erzwungene Räumung, wenn eh noch viel anderes Zeug von mir bei ihr herum lag? Habe ich mich zu sehr von Emotionen lenken lassen?

Dazu passt dann aber nicht, dass sie mir gestern am Telefon nicht reingeredet hat, als ich von "akzeptieren der Entscheidung" und "Wenn dein Weg nicht mehr unserer ist"... sprach. Ich rede mir das ein, oder?
Selbst wenn nicht, wird die Anspielung auf Veränderungen bei mir wohl weiter ihr Interesse wecken, sollte sie noch eins haben?

30.07.2016 22:54 • #10


Burg


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Ich habe in den letzten Tagen mit so vielen Leuten gesprochen. Der O-Ton ist eigentlich immer "sei doch froh, dass es nach nur einem Jahr passiert ist", "Wer das einmal macht, macht es immer wieder...".



Ich weiß, dass man in die letzten Worte nicht mehr viel legen sollte, erst recht nicht bei Frauen, da vieles doch eher auf einer emotionalen Ebene abläuft.

Ich mache in den letzten Tagen viele Fortschritte, esse seit mehr als einer Woche wieder normal und habe auch meine Albträume ablegen können. Ich habe viele Dinge erledigt, die ich seit Wochen vor mir hergeschoben habe, treibe viel Sport, bin viel mit Freunden unterwegs, miste meine Zimmer aus, fühle mich theoretisch pudelwohl...

Trotzdem kann ich es nicht lassen, die ganze Situation im Kopf hin und her zu wälzen. Wenn ich unsere Chatverläufe so durchlese und an die letzten Wochen denke, kann ich wirklich keine Anzeichen sehen. Eher im Gegenteil, sie setzte umso mehr darauf, mich zu sehen oder s.uelle Anspielungen zu machen, weil ich mich durch eine Prüfungsphase etwas zurückgezogen habe.



Ich komme nicht dahinter, was an diesem einen Samstag passiert sein soll...

Ich weiß noch immer nicht, ob sie nun eigentlich noch Gefühle hat oder nicht. Ob sie vielleicht der Meinung ist, ich bräuchte so eine Kuschelbehandlung ala "muss ja nicht für immer sein", obwohl für sie alles total erledigt ist. Ob "Ich habe das Gefühl dich zu sehr zu lieben" nicht doch wahr ist, egal wie unlogisch der Satz klingt.

Ich weiß nicht, ob die Selbstzweifel der Grund sind. Nachdem ich ihre zwei "Zweifel" kaputt geredet habe, kam schließlich erst der tränenreiche Ausbruch und die detaillierte Offenlegung all ihrer "Schwächen". Vielleicht hat sie die zwei Zweifel auch einfach nur zurechtgelegt, um sich genau das sparen zu können. Dann wäre sie im Gespräch wirklich vollkommen ehrlich gewesen.



Es macht mich verrückt nicht zu wissen, ob sie mich unbewusst quält, indem sie nicht Klartext spricht oder ob sie mich wirklich "vor sich schützen will", weil sie so sehr an sich selbst zweifelt. Die Tatsache, dass sie bis zuletzt recht eifersüchtig war und ständig Anspielungen machte, dass ich doch andere haben könnte, sprächen dafür..


Nachdem sie ihr Praktikum in unsere zwei Urlaubswochen verlängert hat, bleibt jetzt nur noch eine Woche Arbeit für sie. Danach ist ein Monat Ruhe, bis ihr Studium beginnt. Ich bin wirklich gespannt, ob da irgendwas kommt...

05.08.2016 13:34 • #11



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