Franchyyy223
Gast
Wie man dem Titel entnehmen kann, leide ich (w/18) momentan sehr unter einer Trennung. Ich weiß nicht, ob das jemand nachvollziehen kann, aber es war eine Trennung von einem Menschen, mit dem ich nie zusammen war. Für keine Person habe ich in meinem Leben bisher so viel empfunden und auch sonst wurde ich von meinem Umfeld geneckt, ich sei eher gefühlskalt (vertraue mich kaum Freunden an und zeige auch nicht unbedingt Gefühle). Mit diesem Menschen war ich, wie erwähnt, auch nicht zusammen, habe aber eine lange Zeit mit ihm verbracht und dabei Gefühle entwickelt, die ich niemals mit den richtigen Worten beschreiben kann. Er war für mich wie ein zweiter Standbein im Leben und hat mich durch seine optimistische Art so oft motiviert und Kraft gegeben. Unsere gemeinsame Zeit endete abrupt (längere Geschichte wieso, weshalb und warum) und der Abschied war - zumindest für mich - sehr dramatisch. Wie ihr euch vorstellen könnt, ist für mich in diesem Augenblick eine Welt zusammengebrochen. Mein zweites Standbein war von der einen Sekunde auf die anderen weg und es hat sich wie ein freier Fall in ein schwarzes Loch angefühlt. Seither habe ich ihn nicht mehr gesehen und die Zeit unmittelbar danach war das Schlimmste, was ich bisher erlebt habe. Zwischendurch hatte ich auch Phasen, in denen ich dachte, jetzt könnte ich endlich Abschied nehmen und weiterleben. Jedoch würde ich jedesmal wieder zurückgeworfen. 1 Jahr ist das Ganze nun her und ich vermisse ihn gefühlt jeden Tag immer mehr. In diesem Jahr habe ich alles mögliche durchgemacht: Heulkrämpfe mitten in der Stadt, tagelang nur im Bett liegen, entweder alles oder gar nichts gegessen, Alk., Zig. usw. Es heißt ja auch, die Zeit würde alle Wunden heilen, worauf ich mich anfangs auch verlassen habe. Nur ist das Ganze jetzt schon so lange her und ich habe keinen Fortschritt gemacht. Jedesmal, wenn ich nur Namen höre, fange ich an zu zittern und bin völlig am Ende. Hinzu kommt, dass Manche aus meinem Bekanntenkreis Kontakt zu ihm haben. Diese Leute waren mir früher sowas von egal. Jetzt vergleiche ich mich tagtäglich mit ihnen und frage mich, warum sie mit ihm in Kontakt bleiben dürfen und warum das nur bei mir so ein dramatisches Ende war. Alles, was ich wollte, war er. Und wenn ich vergleiche, wer ich vor dieser Trennung noch wahr und wer ich jetzt bin, schockiert es mich, was unerwiderte Liebe anrichten kann. Wann hört das alles nur auf?