Zitat:Ich glaube, wenn meine Beziehung so perfekt gewesen wäre wie deine, hätte ich alles daran gesetzt, sie zu erhalten.
@Dunya
Da sind die Menschen halt unterschiedlich. Wie so viele hier habe ich in der Vergangenheit um Beziehungen gekampft und geglaubt, dass ich nur gut und verständnisvoll genug sein müsse. Dass ich meinem jeweiligen Partner nur vorleben müsse, wie man liebt. Ich habe viele tote Pferde geritten. Bis ich irgendwann beschlossen habe, damit aufzuhören, weil es Dinge gibt, die außerhalb meines Einflussbereiches sind - die Gefühle eines anderen zum Beispiel.
Ja, ich hätte nur allzu gern all das gelebt, wovon wir geträumt hatten. Zumal es keine unerreichbaren Träume waren. Und wenn er gesagt hätte, er zweifele an unserer Beziehung, weil ich stinke oder er letztlich dann doch nicht mit meinem Verhältnis zur Arbeit klar kommt oder es doof findet, dass ich keine-Ahnung-was mache, hätte ich gekämpft und versucht, Kompromisse zu finden. Ich hätte öfter geduscht, mir schnellstmöglich einen Therapieplatz gesucht oder eben was auch immer. Denn das sind Dinge oder Verhaltensweisen, die ich beeinflussen kann.
Aber eine andere Frau

Noch dazu eine Kollegin, die er jeden Tag sieht, die den gleichen speziellen Beruf ausübt und diesbezüglich die gleichen Extreme kennt und darum in dieser Beziehung mit ihm auf einer Welle ist.

Ich möchte mich in einer Beziehung relativ sicher fühlen können und in keiner Beziehung sein, in der ich Misstrauen und Eifersucht entwickele, weil mein Parter das tut, was er bitte tun möge, nämlich zur Arbeit zu gehen. Das ist ein Kampf, den ich nicht bereit bin aufzunehmen.
Denn selbst gesetz den Fall, er hätte sich für mich entschieden, dann hätte sich auch das Misstrauen entschieden, mein ständiger Begleiter zu sein. Vielleicht hätte ich begonnen, ihm hinterher zu spionieren. Vielleicht wäre ich bei jedem Kontakt mit anderen Frauen misstrauisch geworden. Wo wäre mein Vertrauen geblieben? Was hätte ich ihm noch glauben mögen? Damit hätte ich mich immer kleiner gemacht und zermürbt. Hätte ich jemals gewusst, ob ich die erste Wahl bin oder hätte sich in mir der Gedanke festgesetzt, dass sie vielleicht nicht mit ihm zusammen sein will und ich nur die zweite Wahl bin?
So ein Leben will ich nicht leben. Aber man gerät schnell hinein und kommt schwer wieder raus. Man kann es ja hier an jeder Ecke lesen. Darum ist meine Devise "Wehre den Anfängen."