Ex-Mitglied
Gast
Meine Frau hat mir gegenüber immer "Unverständnis" gezeigt über mein Misstrauen.. weil sie ja weniger oder kaum mit ihm schreibt. Immerhin kam die Idee, kurz vor Weihnachten noch am Wochenende zu meinen Eltern zu fahren ja auch von ihr... oder die Idee in den Ferien in den Europapark oder ins Kino oder ins Thermalbad zu gehen.
Klar... antrainierte Mechanismen greifen... ich hatte mir überlegt meine Kontrollmechanismen und negativen Gedanken zu bestrafen... ein Gummiband am Handgelenk... schnappen lassen, wenn es mich überkommt.
Bis ich dann am Donnerstag morgen nach Weihnachten von der Disco heimkam... und der Mechanismus griff... im Downloadordner war der Chatverlauf vom 21. bis 23.12
Für mich war es eindeutig. Er war zerrissen und hatte sich für seine Familie entschieden - und sie bohrte nach... wie es mit dem Aufenthalt in Karlsruhe aussieht... so sah also "weniger Kontakt" aus... eingeschränkt galt wohl nur für ihn.
Ich kenne meine Frau ... meistens... auch wenn ich sie hier kaum wiedererkenne, sind gewisse Mechanismen und Programme bei ihr gleich... und sie hakt nach... und bohrt.... weil sie ebenso Klarheit will.
Mich wundert es nur, dass sie sich so reinhängt in eine eigentlich längst entschiedene Sache... und mir gaukelt sie vor, sich zu bemühen.
In der Nacht konfrontierte ich sie... riss sie aus dem Schlaf ... entschloss mich zu gehen. Bis sie zu den Tabletten griff und ich bemerkte , dass sie wirklich zerrissen war... dass ich die Kinder nicht bei ihr lassen kann, wenn ich nicht sicher gehen kann, dass sie mit sich im reinen ist.
Eine Mutter-Kind-Kur... Therapie... das sind Dinge, die IHR und ihrem Verhältnis zu unsren Kindern helfen sollen... ich bleibe hier an der Stelle vermutlich wirklich aussen vor, aber ihre Empathielosigkeit und Gefühlskälte gegenüber allen andern ausser sich selbst könnte behoben werden..
Bereits einen Tag nach unsrem Gespräch und meinem Entschluss trotz allem zu bleiben, sägte er sie ab... "entgültig"...
Trauer... Depression... Motivationslosigkeit und Müdigkeit...
Sie spricht mit Freunden und ihrer Schwester... ich tröste sie nicht... kann es nicht.
Der Hausarzt um die Kur zu verschreiben ist erst wieder ab Montag dem 08.01 da... ich werde sie drängen.. zum Arzt zu gehen... helfe ihr das mit der Kasse zu regeln und halte ihr für eine baldmögliche Kur den Rücken frei.
Für mich bedeutet das ein Leben in der Schwebe... ich weiss dass ich nichts mehr positives von ihrer Seite für mich erwarten kann, auch wenn es mich freuen würde.
Dennoch weiss ich nicht, ob ich sie komplett unterstützen kann, bis es soweit ist.
Ich würde mich gerne mehr auf mich konzentrieren... wenn ich was eigenes hätte, würde ich eventuell die Kinder gleich dorthin mitnehmen... damit sie sich freiboxen kann...
Aktuell leben wir wie in einer WG... wir machen viele Alltagsdinge für die Kinder zusammen... aber sonst driftet jeder ab... ich schweige sie momentan an.. keine Lust auf Smalltalk oder sonstige Dinge...
Für mich sind die jüngsten Ereignisse zwar enttäuschend, aber nicht überraschend und es hat mich deshalb nicht so arg in emotionaler Hinsicht zurückgeworfen... Ich wusste was passieren kann... und so ist es nun mal eingetroffen... kein Mega-Herzschmerz... nicht mehr als sonst.