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Über und für mich

Ex-Mitglied

Hallo zusammen,
ich bin neu hier und ich hoffe das passt hier hinein.

Da ich wahrscheinlich in nächster Zeit noch häufiger vorbeischauen werde, möchte ich zuerst mit einer kleinen Vorstellung meiner Person starten und dann in ein Tagebuch übergehen.

Mein Name ist Uwe und ich habe mit 17 angefangen Tagebücher zu schreiben - das war 2001. Ist ne doofe Einleitung, aber vielleicht wird deutlich, dass ich schon seit jungen Jahren schon immer jemand war, der seine Gedanken und Gefühle zu Papier bringen musste - und es gab IMMER etwas. Depressionen, Suizidgedanken, unglückliche Liebe - was weiß ein Teenager schon davon, was ihn noch erwartet?

Ziele kann er haben - ich hatte Ziele und Wünsche. Mit 17 stellte ich mir bereits meine eigene kleine Familie vor. Ganz klassisch und spießig mit Eigenheim und Garten. Zwei Kinder mussten es mindestens sein - das dritte wäre das Sahnehäubchen.
Ich glaube ich habe mich schon früh über andere identifiziert. das wäre eine Erkenntnis für anfallende Gespräche mit Psychologen.

Nennenswerte Stationen gibt es. ich bin als Zeuge Jehovas aufgewachsen und habe mich mit 19 selbst aus der Gemeinschaft entfernt. ab hier beginnt eigentlich auch meine Story. oder die Einleitung meiner Story :)
Also eher weniger, wie ich da raus bin, sondern was danach geschah. Denn während ich mich im Ausstieg aus der Gemeinschaft befand, lernte ich Nadja kennen. Meine erste wirkliche Freundin. Ich war 19, sie war 16 und sie hat mich "reif" werden lassen. Natürlich war das keine "Liebe für immer". Dafür waren wir beide zu jung und unreif. Wir konnten erste Erfahrungen sammeln und nach 1,5 Jahren entschied sie, dass ich ihr nicht das geben konnte, was sie sich erhofft hat (sie hat mich nie wissen lassen, was es war). Stattdessen holte sie es sich bei einem anderen Mann - während wir zusammen waren. und ihr Verhalten sprach zwar Bände. ich konnte aber erst 3 Monate später wirklich deuten, was da passierte.

Aufgrund ihres Verhaltens war ich misstrauisch ihr gegenüber und kontrollierte aus einem Instinkt heraus an einem Tag ihre Handynachrichten . und konfrontierte sie gleich mit seinen für mich eindeutigen Botschaften (zB Dinge wie "zum Frühstück bleiben") Sie kehrte den Spiess um und konfrontrierte mich mit einem Vertrauensbruch. an dem Wochenende trennten wir uns.
Und es war hart. ich würde behaupten ich habe da ein Traume erlitten, aber in dem jungen Alter und nach der kurzen Zeit war mir die Beziehung nicht wichtig genug um dafür richtig zu kämpfen. Klingt komisch. Ich habe sie geliebt und hätte eine Rückkehr ihrerseits gerne gehabt. aber wirklich richtig kämpfen wollte ich nicht.

Meine jetzige Frau Angela lernte ich 2005 kennen - 3 Monate nach der Trennung.
Für mich war relativ bald klar, dass ich mich verliebt hatte - bei ihr ging es länger, bis sich Gefühle aufbauten. Ich muss dazu sagen, dass ich nie ihr "Traummann" war. bereits optisch nicht. Aber schlussendlich kamen wir zusammen und wir machten die erste Verliebtheit durch. dann relativ bald den Übergang in die Routine.

Jetzt sind wir 12 Jahre zusammen. 5 Jahre verheiratet. Ich muss dazu sagen, dass sie mich ursprünglich nie heiraten wollte. es sich nicht vorstellen konnte. Dann vor ca 7 Jahren änderte sich etwas - sonst hätte ich mich wahrscheinlich getrennt, denn ich wäre gerne den nächsten Schritt gegangen - das Thema Hochzeit und Kinder war auf einmal präsent und wir gingen dann an die Planung. Alles schien gut. wir hatten uns an die Höhen und Tiefen gewöhnt. ich hatte mich an die Routinen gewöhnt.

In der Zwischenzeit hatte sich viel getan. Meine Frau hatte zu- aber auch immer wieder abgenommen. (sie wurde in der Schule wegem Gewicht gemobbt und hat vermutlich selbst ein Trauma davongetragen). ich selbst bin natürlich bequemer geworden. Ich will mich da kaum in Ausreden flüchten. Ich war "Supporter", der sie bei ihren Zielen stützte und eigene Kraft und Zeit einbrachte. meine eigenen Ambitionen in Sachen "körperlich fit bleiben" sind da auf der Strecke geblieben. viel zu lange.
Ich fing mit einem gewissen Übergewicht dann auch an mit Schnarchen. bzw es wurde schlimmer (wahrscheinlich habe ich von vornherein eine kleine Apnoe).
Dieses Schnarchen hat meine Frau wahnsinnig gemacht und oft hatten wir hier kleinere Auseinandersetzungen, dass ich etwas unternehmen müsse. ich bin ins Schlaflabor. hab eine Nasenscheidenwand-OP machen lassen. am Schluss stand dann für die Apnoe im Raum evtl eine Atemmaske oder eine Zahnschiene zu bekommen. und hier haperte es dann. weil ich eigentlich mein eigenes Gewicht als ersten Ansatz sah.
Es dauerte viel zu lange, nämlich bis Ende Juni 2017, dass ich hier endlich Nägel mit Köpfen machte. und das war. wahrscheinlich. längst zu spät.

Wer bist jetzt durchgehalten hat: Respekt. aber jetzt geht es auch mit der aktuellen Situation weiter ;)

Im Juli 2017 kam der Schock. Ich war gerade in einer Crash Diät drin. Fitnesscenter und Ernährung radikal umgestellt (war vorher schon eigentlich "gesund" und ging dann auf eine noch kohlenhydratärmere Ernährung) und endlich am Abnehmen. dann eröffnet mir meine Frau, dass sie letztens auf einem Fest im Nachbardorf jemand wiedergetroffen hat. nach einem Jahr. und sie hätten ständig aneinander gedacht. und an dem Abend dann Händchen gehalten.

Wisst ihr. ich habe mich da an meine erste Freundin zurückerinnert. wie es zu ende ging. ich war gewillt um meine Frau zu kämpfen. gerade wegen unserem Leben. unserer Ehe. wegen ihr und unseren Kindern. aber es hat mich tief verletzt und in ein Loch geschmissen, als sie mir das eröffnete. da sind Gefühle im Spiel.
Sie wollte sich zwar nicht wegen ihm von mir trennen. aber wären die Kinder nicht da.

Ich ging daran, meinem Misstrauen nachzugehen - stolz bin ich nicht - und überwachte ihre Handynachrichten. Sie hat ihre Nachrichten mit IHM (Frank) immer weggesichert und gelöscht. Für mich absolutes Warnsignal.
So erfuhr ich, dass sie sich mal "zur Aussprache" getroffen hatten (bei ihm) und er auf einem Fest seine Hand in ihrer Hose (am Po) hatte. Das war der Punkt, bei dem ich das erste Mal meine Tasche gepackt hatte und sie mit Details konfrontierte. Sie war sich keine Schuld bewusst (sie hätte mir ja ALLES gesagt).
Lustigerweise hatten wir eine Woche bevor ich die Informationen sah ein Gespräch über offene Beziehung. und es fiel genau in diesen Zeitraum, wo sie sich auf dem Fest und bei ihm getroffen hatten. Sie behauptete, sie hätte eben das Gefühl was verpasst zu haben. Mir war ihre "Offenheit" wichtig und ich meinte, dass ich mit ONS vermutlich weniger Probleme hätte als mit Affären. Und wir "einigten" uns also auf das geringere übel. ich erlaubte ihr mit ihm zu schlafen, weil sie es sonst sowieso getan hätte.
Aber soweit kam es nicht. Denn meine Frau konfrontierte ihn damit, was ich weiß und das hatte seine Wirkung. IHM wurde es zu heikel und er brach alles ab.
Sie kam relativ schnell darüber hinweg und ich hatte gehofft, dass wir mit unserem Heilungsprozess als Paar beginnen können. weiter machen können. Es wurde wirklich besser und sie merkte auch meine Bemühungen mich zu verändern. Gewicht, optisch. charakterlich (wobei sie immer meinte ich sei ja "ein netter kerl").

Ich hatte einfach gehofft es würde ruhiger werden bei uns und wir können an uns arbeiten. doch dann ging sie auf ein "Oktoberfest" (nicht in München, sondern in Rust) . und lernte Sven kennen.
Sven. ein ehemaliger Fussballer (so wie Frank). erfolgreicher Vertriebler für. was auch immer.
und der ganze sch. ging von vorne los. nur hier war sie vorsichtiger. Kaum Informationen an mich. ich war nach wie vor misstrauisch und konnte einzelne Nachrichten wegsichern. die für mich völlig eindeutig waren, dass meine Frau eigentlich bereits von vornherein auf der Suche nach einem neuen Mann war. nicht um etwas nachzuholen, sondern mich abzulösen.

Ich hätte an dem Punkt schon gehen sollen. sie hatte es noch abgeschwächt . und erst einen halben Monat später (Ende Oktober 2017) zugegeben, dass sich seit kurzem Gefühle Sven auftaten. aber erst, nachdem sie sich nochmal getroffen hatten.
An dem Punkt bin ich jetzt im Grunde. Ende Oktober bin ich gegangen. ein Tag später zurückgekommen für sie und die Kinder, weil sie mir sagte, sie wolle an uns arbeiten und zur Eheberatung gehen.
Ich habe das Gefühl es war zu früh. denn eine richtige Entscheidung für mich ist sie immer noch schuldig. Ich habe das Gefühl sie will das ganze aussitzen. mich vertrösten - und ich weiß nicht ob das nur Hirngespinste wegen meiner Eifersucht sind. oder doch mehr.


Mittlerweile hat meine Frau tatsächlich bei der Beratungsstelle angerufen - ich hätte das selbst gemacht, aber meine Frau möchte vorerst die "Chancen" dafür abwägen, dass ihre Gefühle für mich wieder stärker werden können. das wäre eigentlich schon Grund genug zu gehen. das weiß ich. aber ich komme von ihr nicht los und ich will weder sie noch die Kinder im Stich lassen.


Wir sind uns beide einig, dass es vorbei ist, wenn ich das nächste mal gehe. Dazu stehe ich. Aber ich stehe auch zu meiner Entscheidung, um meine Frau und mit ihr zu kämpfen - sofern sie sich dazu entscheidet dabei zu sein und mitzumachen.

Muss ich meine Erwartungshaltung überdenken? Ihr mehr Zeit geben?
Ich selbst habe mir "Wie kann ich dir jemals wieder vertrauen" von dem Therapeuten Andrew Marshall gekauft und durchgelesen und hab das Gefühl, dass sie meinem "Heilungsprozess" eher Steine in den Weg legt. Mit Heilungsprozess meine ich hauptsächlich die Heilung als Ehepartner für sie. Ich weiß, dass ich zwar ein Trauma aus dieser Situation habe, bin mir aber eigentlich sicher, dass ich bei einer neuen Beziehung genug Vertrauen vorschiessen kann.


Ich freue mich auf Anregungen, werde hier auch noch weiterhin meine eigenen Gedanken und Entwicklungen posten.

Wer Fragen hat. ihr wisst schon :)

23.11.2017 00:31 • #1


Ex-Mitglied

Wir funktionieren gut als Team. Wir streiten normalerweise auch nicht. In den 12 Jahren hatten wir kaum heftige Streits, bei denen unsere Beziehung auf der Kippe stand... oder bei denen wir getrennt voneinander geschlafen hatten.

Fühlt sie sich zu sehr als Mama? Ich behaupte, ich habe ihr genug Freiheiten gelassen... ohne Kinder und mit Kindern, um sich zu verwirklichen.
Sieht sie mich noch als Mann oder nur als Papa und Ernährer? Es ist natürlich ein unfairer Gedanke, vor allem, wenn ich kurz vorher anführe, wie ich sie supported habe. Es spiegelt aber aktuell meine Gefühlswelt wider. Ich fühle mich wie das "heisse Eisen im Feuer". Jemand, den man sich warm halten muss, weil er als Partner "funktioniert". Die Kinder morgens in den KiGa bringt und am Abend je nachdem ins Bett bringt, wenn sie ins Fitness oder ins Volleyball will.. oder der die Kinder am Wochenende hütet, wenn sie mal ausgehen möchte.
Die Gedanken sind gemein. Sie arbeitet halbtags und sorgt dafür, dass alles drum herum funktioniert und läuft... aber genau weil alles so gut funktioniert scheinen wir beide den Wert von einander vergessen zu haben.

23.11.2017 02:31 • #2


naddel89

Hallo und herzlich willkommen,

für mich sieht deine Story aus, als wenn deine Frau dich nur "Warmhalten " will.
Wahrscheinlich war bis jetzt der Richtige noch nicht dabei.
Du lebst in ständiger Angst, wirst irgendwann einen Kontrollgang entwickeln. Wie willst du das durchhalten?
Du musst dir die Frage stellen, ob du so leben kannst und willst.

Ich wünsche dir alles Gute und die Kraft die richtige Entscheidung zu treffen

23.11.2017 07:21 • x 2 #3


Ex-Mitglied

Zitat von naddel89:
Hallo und herzlich willkommen,

für mich sieht deine Story aus, als wenn deine Frau dich nur "Warmhalten " will.
Wahrscheinlich war bis jetzt der Richtige noch nicht dabei.
Du lebst in ständiger Angst, wirst irgendwann einen Kontrollgang entwickeln. Wie willst du das durchhalten?
Du musst dir die Frage stellen, ob du so leben kannst und willst.

Ich wünsche dir alles Gute und die Kraft die richtige Entscheidung zu treffen


Danke für deine Einschätzung.
Den Eindruck habe ich ehrlich gesagt auch.
Aktuell sehe ich natürlich ihre Bemühungen, kann dafür aber mit Leichtigkeit ein Kontra finden.

Pro: Sie hat sich um ein Gespräch mit der Eheberatung gekümmert -
Kontra: Es dient nur für sie selbst um genau das zu bestätigen, was sie schon selbst weiß: Keine Gefühle, keine Chance mehr.

Pro: Sie hat den Kontakt mit ihm "eingeschränkt" und will wenn sie unterwegs ist, keine neuen Nummern tauschen
Kontra: Ist das ein Bekenntnis für mich oder einfach nur gegen ihn und alles neue? Hält sie sich daran?


Dass ich diese Kontrollmechanismen entwickelt habe... nicht mehr unbedingt zwanghaft, aber doch so, dass es mich drängt, ist eigentlich meine größte Sorge. Ich würde ihr gerne vertrauen, bzw alles aufbauen, aber sie kooperiert aktuell nicht, aus Sorge, ich würde sie jetzt auf Schritt und Tritt für immer überwachen.



Ich selbst habe gesagt, dass ich das nicht lange mitmache, ihr aber eine Chance geben, sich wirklich bewusst für uns zu entscheiden. Aber kann ich zu Weihnachten mit ihrer Familie zusammensitzen und gute Miene zum bösen Spiel machen?
Angenommen die Zeit sorgt dafür, dass es bei uns wirklich "besser" läuft (was ich nicht glaube), dann ist das eigentliche Problem, an dem wir arbeiten sollten nur aufgeschoben. Dann braucht nur nur "der nächste" zu kommen.

23.11.2017 08:19 • #4


naddel89

Das sehe ich aus und damit möchtest du nicht leben.
Eine Trennung ist natürlich erst mal die Hölle, aber vielleicht ist es leichter wenn du es machst, bevor sie dich irgendwann abserviert.
Weil dieses ausgetauscht werden, tut richtig weh.
Es ist schwer dir hier zu raten, aber ich glaube du weißt es eigentlich selbst.

23.11.2017 08:49 • x 2 #5


Journey

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Niemals würde ich mir anmaßen da urteilen zu wollen. Aber ich bin der Meinung, dass nicht du derjenige bist der kämpfen sollte, bzw. die Aufgabe des kämpfens übernehmen sollte. Das ist so leicht daher gesagt, das weiß ich. Und ob ich gerade die Richtige bin dir Tips zu geben glaube ich auch nicht. Dennoch lese ich deine Beiträge, mache mir so meine Gedanken und lass dich gern daran teilhaben.

Mein Mann hat mich gerade erst vor 1 1/2 Wochen verlassen. Für mich aus heiterem Himmel. Es gab an nur einer einzigen Sache in unserer Ehe jemals "Kritik", aber diese hat wohl letzten Endes dazu geführt, das ich nun vor dem Scherbenhaufen meines Lebens stehe. Natürlich gab es öfter kleinere Streitigkeiten, wie in jeder Ehe oder Beziehung auch. Aber nichts dramatisches. Ach das klingt immer alles so unemotional wenn man es erklärt oder aufschreibt. Aber wir bzw. ich war glücklich. Sehr sogar. Ich hab nicht einen Augenblick an dem Bestand unserer Ehe und unseres gemeinsamen Lebens gezweifelt und er gab mir auch keinen Grund dazu. Ganz im Gegenteil. Er war immer der, der mir versicherte das er sich nichts schöneres vorstellen könne. Das eine andere Frau das Letzte sei, worum ich mir Gedanken machen müsse. Das er niemals aufgeben würde, was wir haben, und das unsere große Stärke sei, dass wir immer über alles reden. Wir würden kämpfen wenn wir merken das es in die falsche Richtung abdriftet, da war ich mir sicher. Doch nun, hat er den letzten Kampf..... unseren Kampf, alleine gekämpft. Mich vor vollendete Tatsachen gestellt und hat gesagt es gäbe kein zurück mehr. Das es nicht fair wäre, mir noch Hoffnungen zu machen. Das erste und einzige mal als ich Schmerz von seiner Seite aus sehen konnte war, als wir es unserem Kind sagen mussten. Aber genug von mir....

Nun geht mir in deiner Situation durch den Kopf, das es da wirklich schon sehr viele "Baustellen" gab. An so etwas wie schnarchen oder Übergewicht etc. sollte keine Ehe scheitern. Es ist toll dran zu arbeiten, aber Liebe hält sowas aus. Und wenn nicht, dann scheint es wie bei mir. Die Liebe war einfach nicht stark genug, das was da kam oder kommt auszuhalten. Mein Herz schreit nach ihm.... jeden Tag, nein jede Sekunde. Aber mein Kopf sagt, woher sollte ich für einen Neuanfang, jemals wieder das Vertrauen nehmen. Das Vertrauen, das eine andere Frau das letzte sei, worum ich mir Gedanken machen müsse..... Kaputt! Das Vertrauen das unsere Ehe Bestand hat, wirklich bis ans Ende unserer Tage zu halten.... Kaputt! Ich sehe derzeit keinen Weg zu "kämpfen". So wie du es meinst. Denn dieser Kampf findet wenn, dann überhaupt in ihm statt. Er hat diese Entscheidung getroffen, und ich hoffe nicht leichtfertig. Denn im Endeffekt hat er auch sein Leben, seine Familie und alles was wir uns in den Jahren aufgebaut haben, hinter sich gelassen. Er schläft seid einigen Nächten schon bei ihr. Und das tut unglaublich weh. Aber ich glaube, wir beide sind nicht die, die den Kampf kämpfen müssen. Im Moment meine ich, wir haben ihn schon verloren. Denn Liebe kann man nicht erzwingen... und es hat für uns beide irgendwie nicht gereicht. Auch wenn es für uns die große Liebe war. Aber wie gesagt, da spricht auch nur die Vernunft. Wenn mein Herz hier schreiben könnte, würde es ganz anders klingen. Aber eines weiß ich ganz genau..... noch einmal würde ich das nicht überleben!

Ich möchte dich nicht noch weiter runter ziehen, nur meine Gedanken mit dir teilen. Und wie ich gerade schon in einem anderen Thread schrieb: Ich wünsche uns beiden viel Kraft, das wir diesen Weg bis ans Ende gehen und irgendwann auch die Sonne wieder sehen können. Wie auch immer du dich entscheidest oder auch ihr diese Entscheidung lässt. Ich wünsche dir nur das Beste!

23.11.2017 09:12 • x 1 #6


Katasmile

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Ich habe deinen Eintrag aus Zeitmangel vor der Arbeit jetzt nur überflogen, aber was mir ins Auge sprang war der Satz , wenn ich das nächste Mal gehe ist es aus'. Das klingt irgendwie, als würde dir das Scheitern der Beziehung dadurch zugeschanzt, als wäre es dann deine Schuld. Was ist mit den anderen Männern und ihren ,Verfehlungen'?

Die Eintrag zuvor trifft es gut: SIE sollte kämpfen!

Du kannst nichts dafür und eventuell auch nichts daran ändern, dass du schnarchst. Notfalls sind eben getrennte Schlafzimmer sie einxige Lösung, das muss ein Mann dann eben verstehen. Denn bei starken Schnarchern kann ich zB daneben unmöglich schlafen. Ist aber kein Trennungsgrund und würde ich Niemandem vorwerfen.
lg

23.11.2017 09:18 • x 1 #7


Ex-Mitglied

Zitat von Journey:
Niemals würde ich mir anmaßen da urteilen zu wollen. Aber ich bin der Meinung, dass nicht du derjenige bist der kämpfen sollte, bzw. die Aufgabe des kämpfens übernehmen sollte. ...

... Doch nun, hat er den letzten Kampf..... unseren Kampf, alleine gekämpft. ...

Nun geht mir in deiner Situation durch den Kopf, das es da wirklich schon sehr viele "Baustellen" gab. An so etwas wie schnarchen oder Übergewicht etc. sollte keine Ehe scheitern. Es ist toll dran zu arbeiten, aber Liebe hält sowas aus. Und wenn nicht, dann scheint es wie bei mir. Die Liebe war einfach nicht stark genug, das was da kam oder kommt auszuhalten.....
Ich möchte dich nicht noch weiter runter ziehen, nur meine Gedanken mit dir teilen. Und wie ich gerade schon in einem anderen Thread schrieb: Ich wünsche uns beiden viel Kraft, das wir diesen Weg bis ans Ende gehen und irgendwann auch die Sonne wieder sehen können. Wie auch immer du dich entscheidest oder auch ihr diese Entscheidung lässt. Ich wünsche dir nur das Beste!


Besten Dank für deinen Kommentar. Ich wüsste ehrlich gesagt auch gar nicht, was ich noch tun sollte. Ich habe abgenommen und schnarche kaum noch. Ich habe meinen Kleidungsstil und die optische Erscheinung verändert, wie ich mich noch wohl gefühlt habe.

Das "für uns kämpfen" beziehe ich hauptsächlich darauf, dass ich nicht so schnell aufgebe und den Kopf in den Sand stecke... nicht Hals über Kopf abhaue, weil das Vertrauen kaputt ist. Die meiste Arbeit muss von ihr kommen, aber ich wäre bereit sie hierbei nicht alleine zu lassen, wenn sie denn wirklich noch möchte.

Aber gerade weil ihre Signale momentan eher was anderes vermuten lassen, sehe ich da eher schwarz. Eine "bedingungslose" Liebe erkenne ich da schon lange nicht mehr - dass ich sie immer mehr geliebt habe als umgekehrt war mir schon früh klar.

Dir wünsche ich ebenfalls viel Kraft und Glück.

23.11.2017 09:46 • x 1 #8


Ex-Mitglied

Du warst heute bei einem Treffen mit Frauen aus der Zunft, in der deine Schwester ist. Ihr habt Weihnachtsplätzchen getauscht, die ihr diese Woche gebacken habt. Ein schöne Idee, die für Vielfalt sorgt.

Wusstest du, wie oft ich den Drang dir zu schreiben unterdrückt habe? Nachzusehen, ob du in WhatsApp online bist?
Oder dem Drang widerstehen musste, dein Notebook zu starten und zu schauen ob dein Handy geortet werden kann... oder welche Webseiten du besucht hast... ob du wieder, wie vor zwei Wochen nach "Stundenhotels" gesucht hast...

Für mich ein kleiner Erfolg, dass ich das unterlassen konnte - natürlich mache ich mir Gedanken... natürlich denke ich, du hättest locker zu IHM fahren können... Ich kann es nicht verhindern... ich kann es nicht kontrollieren. Ich müsste hier genug Vertrauen in dich übrig haben, um zu wissen, dass du dort bist, wo du behauptest. Aber aktuell ist nichts übrig vom Vertrauen, sondern ich versuche meine Gedanken zu unterdrücken... zu unterdrücken, was du rein theoretisch machen könntest.
Denn du nimmst mein Misstrauen nicht ernst... verstehst zwar die Gründe für das Misstrauen, aber scheinst es nicht akzeptieren zu wollen. Als ob deine "Bemühungen" reichen müssten.

Am 09.12 hast du erst das Einzelgespräch in der Eheberatung... um dir sagen zu lassen, ob du wirklich noch Mühen in diese Ehe stecken solltest. Ob du genug Liebe zu mir in dir hast und diese wieder wachsen kann. Ich weiß nicht, ob das als Bemühung zählen kann. Ich kann ja nicht mal sagen, ob du wirklich Wort hälst und den Kontakt zu ihm minimiert hast.

Wie soll ich Lust auf Weihnachten bekommen? Darauf das Jahr ausklingen zu lassen? Mit dir und der Familie?
Dieses Jahr ist für mich gelaufen.
Ich schlafe seit einigen Tagen wieder auf der Couch. Diese räumliche Trennung ist wichtig für mich, weil mir deine Bemühungen aktuell nicht ausreichen. Weil ich keine Verbesserung entdecke. Ich unternehme viel, weil mir daheim die Decke auf den Kopf fliegt.

24.11.2017 00:27 • #9


Ex-Mitglied

Du bist erschüttert darüber, wie stark meine Kontrollen waren. Dass ich den Verlauf kontrollierte und mit die Informationen beschaffte, die ich mir eigentlich direkt von dir erhofft hatte. Ich wünsche mir Offenheit und das weißt du. Unterstützung in meinem Heilungsprozess. Du fürchtest, dass ich dich dein Leben lang immer ausspionieren werde.
Doch was machst du? Du suchst im Internet trotz "eingeschränktem Kontakt" nach IHM... nach seiner Frau... nach seinen Verwandten. Du suchst nach meinen Freunden... das was du machst ist nicht besser. Du stalkst... wie kannst du da loslassen?

Ich habe dir als das bekannt wurde gesagt, du solltest ihn gehen lassen oder mich. Ich erzählte dir auch von meinen Überlegungen seine Frau ebenfalls zu suchen und mit ihr zu telefonieren. Ihr zu erzählen, was ich weiß. Denn er ist dazu nicht in der Lage.
Kann und will ich mich aber in seine Familie reindrängen, so wie du in seine und er in unsere?
Es ist unfair, dass er sein Leben so weiterleben kann, als ob nichts wäre und ich nicht. Es macht mich wütend und Wut ist meist ein schlechter Ratgeber. Würde ich damit nur Rachegedanken nachgehen oder ist es eher, dass ich ihr etwas gutes tue? Würde ich euch damit den Weg füreinander öffnen?

24.11.2017 11:20 • #10


Ex-Mitglied

Am Abend des ersten Weihnachtsfeiertages warst du hin und wieder unterwegs mit deiner Schwester ... in der Disco.
Die "Feierlichkeiten" waren da schon beendet.

Aktuell bist du wütend, weil ich es in Erwägung ziehe, je nach wie es dieses Jahr weitergeht, am 31.12 in eine Disco zu gehen.
Du weißt, dass ich keine Lust habe, 2 Wochen eine gute Miene zum bösen Spiel zu machen.
Aktuell erwähnst du, dass wir uns uns sowieso ständig sehen.
Und nun das? Ich finde diese Doppelmoral sehr bestechend. Der 31.12 wäre für mich eine Option, je nachdem wie das Jahr weiterläuft, doch das siehst du nicht - du wolltest oft klären, was passiert, wenn man sich trennt. Alles regeln... doch z u mir sagst du ich würde mich so verhalten als ob wir längst getrennt seien.

Was will ich denn überhaupt. Du gehst ja zur Beratung. In zwei Wochen.
Bis dahin willst du über das Thema nicht mehr reden.. es aussitzen.
Zu mir sagst du ich mache es schlimmer, wenn ic hdarüber rede...

Ich gebe langsam auf....

24.11.2017 15:20 • #11


Ex-Mitglied

Unsere einzigen wirklich gemeinsamen Freunde stehen übrigens hinter mir... wollen aber nicht hineingezogen werden.
Sie fragen mich, warum ich das so lange durchhalte und mit mir machen lasse.. Ich frage mich das auch.

Ich glaube, das Ende der Fahnenstange ist fast erreicht. Dieses Jahr ist nicht mehr lange... und entweder ist das Licht am Horizont bald zu erblicken, oder der Kahn geht unter... und wenn ich im selbst das letzte Brett rausreissen muss.

Wie es dir wohl geht? Zu wissen, dass mit deiner Unfähigkeit, dich klar zu positionieren und zu entscheiden... aktiv zu kämpfen oder Farbe zu bekennen alles steht und fällt?
Vermutlich brauchst du einfach Ruhe, aber wie sollst du die bekommen? Selbst wenn du mal ein paar Tage ausser Haus bist, bist du keinen Schritt weitergekommen.

25.11.2017 11:02 • #12


Ex-Mitglied

Heute war der erste Tag, an dem du mir fast normal vorgekommen bist. Du hast mich mehrmals in WhatsApp angeschrieben und warst sehr gesprächig.
Als du dann wieder da warst, bist du wieder "abgedriftet".
Smartphones sind Beziehungskiller... es muss doch möglich sein, das Teil wegzulegen.... nicht gleich zu reagieren, wenn man angeschrieben wird.
Du versuchst Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen... Du hattest die Idee Duftkerzen anzuzünden. Das habe ich gemacht... aber so wirklich viel Stimmung kam nicht auf.

Du hast dich vorhin beklagt, dass ich dich lange nicht mehr massiert habe.... hast dann schnell hinzugefügt, dass du das wahrscheinlich auch nicht so bald wirst.

Ich schlafe seit über eine Woche nicht mehr im Bett bzw unsrem Schlafzimmer... und wunderst dich über ne fehlende Massa.? Obwohl ich dir kürzlich den Nacken massiert habe?
Wir hatten übrigens Mitte Oktober das letzte Mal S,... wir hatten schon grössere Abstände dazwischen... das ist für dich ok... aber wunderst dich darüber nicht massiert zu werden?

Ich komme mir leicht vera..... vor.

26.11.2017 22:40 • #13


Ex-Mitglied

Heute ist mal wieder einer der Tage an denen ich zweifle.
An denen ich überlege meine Sachen zu packen und abzuhauen.
Die Selbstverständlichkeit, mit der gerade der Alltag abgearbeitet wird... mit der du mit mir umgehst.
So wie immer.
Ich frage mich, wie lange es dauert und du mir verkündest, dass es
a. Wieder "gut" ist
b. Es nicht mehr "gut" sein wird und ich mit dem JETZT leben muss
c. Es vorbei ist, weil deine Gefühle nicht reichen.

Ich überlege mir öfters, dir zuvor zukommen... nicht weil ich dich nicht liebe... sondern weil ich dich zu sehr liebe. Und Ich dich mit dieser Liebe umklammer... und dennoch von mir fortstoße.
Ist uns geholfen, wenn ich warte? Bis Weihnachten? Neujahr? Oder doch nur auf das Feedback des Therapeuten, mit dem du dich nächste Woche triffst?

Was passiert in der Zwischenzeit eigentlich mit deinen ganzen Nachrichten? Muss ich nun immer befürchten, dass du ihm schreibst?
Mir vorheuchelst, es würde alles besser werden? Ich gebe zu, es sind negative Gedanken... aber wer kann sie mir nehmen?

30.11.2017 01:15 • x 1 #14


Ex-Mitglied

Wenig später haben wir uns gestritten. Du bist früher von der Arbeit heimgekommen und ich bin vergrippt daheim geblieben. Die Zeit habe ich ausnahmsweise an der Spielkonsole verbracht.
Warum muss ich eigentlich alles stehen und liegen lassen, wenn ich es mir mal bequem mache und es etwas zu tun gibt?
Wie oft bin ich die Kinder abholen gefahren, obwohl du das wolltest ... aber dann im Spiel versumpft bist... oder es dir auf der Couch bequem gemacht hast?
Ich bin sitzen geblieben und hatte gesagt, ich sei an etwas dran. Du hast geglaubt ich wollte dich auslachen.
Deine Laune war also im Keller - erst als ich sagte ich würde den restlichen Nachmittag ausser Haus verbringen, hast du reagiert.
Wir haben gestritten. Ich erklärte du seist als dominanter Part in unserer Beziehung gewohnt, dass ich springe... und wenn ich nicfht reagiere wie gewünscht, würdest du ausrasten... wütend werden ... So auch an diesem Tag: Du stellst schon wieder das Gespräch beim Therapeut in Frage. Ich bin damit deiner Willkür ausgeliefert.

Wusstest du, dass sogar Verwandte, die dir nahestehen mittlerweile von räumlicher Trennung sprechen? Dass das besser sei? Dass du so zur Vernunft kommen könntest?

Ich will keine "Vernunftsentscheidung" ... ich will eine Entscheidung basierend auf Liebe für mich.
Ich will keine "Lektionen erteilen" ... wieso merkst du nicht, wie gut du es mit mir hast? Muss ich dafür erst Reißaus nehmen?


So wie ich mir meine Zeilen durchlese, müsste ich eher einen Hilfeschrei verlauten lassen... eine offensichtliche Hilfeschrei-Affäre starten... aber ich kann dich damit nicht verletzen... würde ich auch nicht wollen... Da bin ich einfach nicht der Typ zu...

Abhängig von dir... deiner Willkür und unfähig mich zu lösen - aber nicht mehr lange.

05.12.2017 11:49 • #15