Zitat von Olive70:Um das schnell zu klären. Ich mache seit vielen Jahren Selfcare. Es hat mir bei meinen Trennungsschmerzen (5 Jahre!) und schwerer Lebenskrise mit Krankheit und belastenden Gerichtsprozessen sehr geholfen. Dazu zählt mitunter auch der Sport. Ich bin eisern und diszipliniert. Dadurch stehe ich heute auch da, wo ich ...
Fakt ist, dass sich jeder an dem messen lassen muss, was an Angaben gemacht wird... ausnahmslos. Und wer "misst", kann nen Treffer landen, oder aber auch ins Klo greifen!
Um das mal klarzustellen - NIEMAND will dir etwas...niemand...am Allerwenigsten ich, der ich weiß, was es heißt, eine Affäre - eine sehr lange sogar - gehabt zu haben, der sehr schwer krank war (vor der Affäre), der erst DURCH diese heftige Erkrankung die Frau der Affäre kennengelernt hat, die selbst auch schwer erkrankt war.
(Dass es mich noch gibt - med. wie wissenschaftlich nicht zu erklären - Dennoch - nein, KEIN Mitleid, kein Bedauern... Fremdworte für mich.)
Nähkästchen - erst NACH der Affäre begannen die "wahren" Probleme bei der Frau. Was sich vorher zutrug. gleicht deinem "Werdegang" zu deiner Affäre. Auf dem, was wir beide austauschten. baute sich die Affäre auf. Sie lief "wie geschnitten Brot".... weil wir die gleiche "Basis" durch die jeweiligen Erkrankungen hatten...nur ICH war dem Satan gerade so eben von der Schüppe gehopst. Sie "kümmerte" sich um mich, wie ich mich um sie...obwohl viele Km zwischen den Wohnorten lagen. Es waren NICHT die Treffen, die das ermöglichten - es waren AUCH die Treffen.
Mit der Zeit bröselte sich IHR Befinden mehr und mehr auf, obwohl sie bereits jahrelang ihr "selfcare" machte, aber nicht so recht voran kam. Ich machte auch ein "selfcare"...bereits 5 Jahre lang. bevor wir uns kennenlernten. Während der Affäre gingen wir gemeinsam dem "selfcare" nach.... real, aber auch ideologisch. Das schien DER Weg für sie zu sein.... "schien" so. Die wahren Brocken ihrer Probleme lagen sehr viel tiefer, an die sie NICHT ran kam, es nicht mal mehr versuchte. Ihr EM - den juckte das alles nicht, daher sprach sie ihn nicht darauf an. SIE war eine "Einzel-Kämpferin"...zu Hause, ihrem EM gegenüber, ihren Freundinnen gegenüber, die sie fallen ließ, weil von denen auch nix kam - sie waren ja "gesund".
Später tat sich immer mehr bei der Frau auf, womit ich mich völlig überfordert sah. Ich wusste viel von ihr... aber eben nicht das, worauf es ankam - Tabula Rasa zu machen wäre viel früher angesagt gewesen... so meine damalige Einschätzung. Mein Hinweis - "Suche dir in deinem Umfeld professionelle Hilfe - ich kann dir aus der Entfernung nicht das bieten, was aus meiner Sicht erforderlich wäre - nämlich - profihafte Unterstützung! Ich sehe mich überfordert!" Die Treffen - immer mehrere Tage "am Stück" verliefen weiter wie gewohnt.
Dann deutete sich das Ende der Affäre an.... entweder beendet SIE oder ich selbst. Sie hatte sich zwar einem Profi zugewandt, der ihr wirklich half. Das war zu spüren... und letztlich waren es 2 "NEIN", situativ bedingte" meinerseits, die sie veranlassten, die Affäre SOFORT zu beenden.
Dann fingen die Probleme er so richtig an - es war niemand mehr da, mit dem sie reden konnte, der ihr "einfach nur" zuhörte - als Laie, aber eben auch als "Vertrauter", der ja wusste, worum es ihr ging...aber eben nicht in die Tiefe gehen wollte/konnte... als Laie.
"selfcare" - 1.001 Möglichkeiten gibt es. Niemand wusste, welche mir helfen könnte. Ich wusste nicht, wie, was und so ich ansetzen konnte - so habe ich auch dabei "einfach gemacht"...wahllos etwas gemacht. Grund: "Wir wissen nicht, wie wir Ihnen jetzt noch helfen können. Wir müssen bei Ihnen abwarten, wie Ihre Erkrankung verläuft. Es gibt derzeit keine Therapien, die für SIE in Frage kämen!" Na... war das ein "Angebot"!?
Bis heute - erst Recht nach der Affäre - klare Kante zu mir selbst, NICHT nach Anderen zu sehen, warum und wie ich in diese Situation kam...egal ob im privaten, persönlichen, beruflichen Bereich. Denn - es machte eh NULL Sinn, nach Verantwortlichen zu suchen, denn VOR meiner Erkrankung habe ich IMMER Andere für das "verantwortlich" gemacht, was mir widerfahren ist.
Nein.... eine Affäre löst keine Probleme - sie sind max. eine "Dunsthaube". Diese "Haube" ist von außen nicht zu öffnen... eigene Erfahrung. Diese Haube öffnest auch du nicht (freiwillig) .... weil dir das "Außen" genau das bescheren wird, was du nicht haben willst - Realität, Leben pur.
Du hast dich mit der Affäre allerdings in Abhängigkeit begeben...mehr nicht. Selbst initiativ zu werden, liegt dir deshalb fern.... selfcare hin oder her....
Ach so.... die Frau meiner Affäre hat lange nach der Affäre große Probleme gehabt, die während der Affäre/durch die Affäre nicht annähernd gelöst wurden.