Salut Mädels,
erstmal lieben Dank für eure Glückwünsche
Ihr wart ja schon wieder ziemlich aktiv heute - komme mit dem Lesen kaum nach......
Irgendwie läuft der Tag nicht rund - bin schon wieder im Gedankenkarussell. Habe übers Wochenende das Buch "Gefährliche Geliebte" von Haruku Murakami gelesen. Der Titel ist zwar bescheuert übersetzt, denn er trifft den Inhalt nicht, aber ansonsten waren da in vielen Zeilen meine Gefühle und Gedanken drin.
Ich werde heute den großen Fehler begehen und ihr das Buch in den Briefkasten legen - könnte jetzt schon wegen meiner Dummheit gegen die Wand laufen

Das nur zum Thema "Kesey hat soviel Stärke"...... Nix hab ich
Und das schreib ich ihr dazu:
Dein Geschenk – mein Wunsch
Dieses Buch. Yvonne hat es mir an dem Freitag mitgegeben. Sie hat es bereits drei Mal gelesen. Es könnte mir genauso gehen. Vielleicht auch dir.
Ich habe es an meinem Geburtstag zu Ende gelesen. Immer wieder hatte ich es von Samstag bis Montag auf meinem Balkon in der Hand. Auch während des WM Finales. Ich habe das Finale fast nur gehört. Am Abend vor meinem Geburtstag stand ich meist draußen. Habe an dich gedacht, wie ich es immer tue.
Habe gelesen und wieder an dich gedacht.
Dieses Buch. Ich habe so viel von uns darin gefunden. Vielleicht werde ich es deshalb immer und immer wieder lesen.
Was wäre möglich, wenn wir uns in einem anderen Leben getroffen hätten? Aber haben wir das nicht? Es fühlt sich so an.
Vielleicht musste ich dich schon einmal gehen lassen.
Vielleicht fällt es mir deshalb so schwer es wieder tun zu müssen.
Vielleicht im nächsten Leben……
Wenn alles „richtig“ ist.
Seit dem du gegangen bist bin ich nicht mehr vollständig. Kein Ganzes mehr. Mir fehlt die Hälfte meines Herzens, meiner Seele, meines Ichs.
Du fehlst mir.
So sehr.
Klingt hochtrabend, nicht?
Ja, das tut es. Romantischer Wirrwarr. Aber das ist es nicht. Es steckt zu viel Ernsthaftigkeit darin.
Wie eine manifestierte physische Formel.
Was kann ich tun?
Nichts, ich weiß.
Das ist manchmal das Schlimmste.
Nichts ändern zu können.
Müsste ich die Welt aus den Angeln heben, damit du mich liebst, ich würde es tun.
Manchmal möchte ich dir ins Ohr flüstern: „Wehr dich nicht mehr. Lass es zu. Lasse dein Herz stärker sein als deinen Kopf. Wehr dich nicht mehr gegen mich....“
Ich weiß, du kannst nichts dafür. Mich zu lieben ist alles andere als einfach.
Unsere vier Wochen – immer noch ein Wunder für mich.
Wie weit du mit mir gegangen bist.
Wie weit wir nun ohneeinander gegangen sind.
Und konnten uns doch kein Stück voneinander entfernen.
Es tut mir so unendlich leid, dass es dich ebenfalls schmerzt. Das wollte ich nicht. Verzeih. Bitte.
Diese Liebe sollte keinem von uns Schmerzen bereiten.
Ich denke nun schon so viele Monate darüber nach. Habe dich, mich, uns, alles was geschehen ist reflektiert. Gewendet, manchmal zugedeckt und es schlafen lassen, wachgeküsst, fortgeschickt, angebrüllt und wieder zitternd in meine Arme genommen.
Wie kann mich ein Mensch so berühren? Wie kann ich so sicher sein, dass es für die Ewigkeit hält?
Nichts ist für immer.
Dachte ich.
Ja, ich bin manchmal ein Träumer.
Aber dieses Gefühl, diese Gewissheit.
Es bleibt in mir – auch wenn ich nur Kopf bin.
Ich habe einen Wunsch. Darf ich mir etwas wünschen von dir zu meinem Geburtstag? Ich hatte schon lange keine Wünsche mehr. Es fühlt sich gut an, einen zu haben.
Schenkst du mir einen Tag der Träume? Nur einen einzigen. Einen, den ich für immer in meinem Herzen tragen kann, weil er tatsächlich geschehen ist. Nicht nur in meiner Phantasie, sondern weil du ihn zum Leben erweckt hast.
Geh mit mir an einem Sommertag zum Baden an den See, lass mich dir so nah sein, wie es unser Abstand erlaubt. Ich werde dich nur in meinen Gedanken berühren. Sei also ohne Sorge.
Danach koche für mich peruanisch, lass mich dir dabei zusehen. Lass mich dein Lachen hören und deinen Erzählungen lauschen. Sitz mit mir in der hereinbrechenden Dunkelheit zusammen und betrachte die Sterne mit mir. Und wenn ich dann wieder nach Hause fahren muss, erlaube mir in meinen Gedanken bei dir zu bleiben. Deine Augen zu küssen wenn du sie schließt, um in deine Träume zu gleiten. Dich festzuhalten und zu beschützen, solltest du dich in der Nacht verlaufen. Dir in deinen Schlaf hineinflüstern: „Ich liebe dich.“
Ich habe dir nie in die Augen gesehen und es gesagt.
Wir haben es uns beide nie gesagt – es uns nur einmal geschrieben.
Ich würde es dir so gerne einmal sagen dürfen.
So einen Tag habe ich an meinem Geburtstag gesehen – deshalb konnte ich nicht zu dir kommen.
Nicht an diesem Tag.
Einen anderen könnte ich schaffen.
Glaube ich.
Weiß ich.
Schaffst du es auch?
Schenkst du mir diesen Tag der Träume?
Cherie.....