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Meine Welt liegt in Scherben

kaktusblüte

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Hallo zusammen
Ich hab hier schon so viel gelesen nun möchte ich selbst versuchen meine Geschichte hier aufzuschreiben. Mein Freund oder nun muss ich wohl sagen Ex Freund wird nach mich nach 8jähriger Beziehung verlassen. Wir haben zwei gemeinsame Kinder. Und obwohl wir in den vergangenen Monaten immer wieder an den Punkt gelangten, wo wir sagen mussten, so geht es nicht mehr weiter, kann ich nicht glauben, dass er nun wirklich geht. Mein Herz tut mir imwahrsten Sinne des Wortes weh.
Wie konnte es bloss so weit kommen? Auf meiner Seite denke ich, dass wohl die Belastung Kinder, Beruf ind er drei Jahre in Ausbildung so weit geführt hat, dass ich mich und meine Bedürfnisse nicht mehr gespührt habe. Ich sah alles nur noch negativ und hab meine Lebensfreude richtig verloren.
Er hat sich in seine Hobbies (von denen hat er viele) gestützt und mich mehr und mehr allein gelassen. Wir wurden beide immer unglücklicher. Er, der früher nie im Ausgang war, hat plötzlich jede Gelegenheit zum Fortgehen genutzt. Ich fühlte mich so allein. Mein Selbstwert war noch nie extrem hoch, aber in den letzten Monaten ist hat sich dieser buchstäblich in Luft aufgelöst.
Beim letzten Krach vor einem Monat sagte er, nun würde er gehen, er könne nicht mehr. Eine Trennung sei eine Chance für uns beide. Ihr könnt Euch vorstellen, dass mich diese Aussage voller Hoffnung macht. Gleichzeitig weiss ich, dass ich jetzt meinen Weg gehen muss um endlich wieder meine Lebensfreude zurückzugewinnen. Aber wie soll ich ihn loslassen, wenn ich noch so viele Gefühle für ihn hab? Wie kann ich meinen Weg gehen, wenn ich im Moment gar nicht weiss, wie der aussehen soll?

15.03.2015 23:25 • #1


Marichen

Marichen


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Hallo kaktusblüte,
lass dich einmal fest drücken
Es tut weh, wenn der geliebte Partner nicht mehr da ist. Es tut sehr sehr sehr weh
Lass deine Gefühle raus. Ich hoffe, du hast eine gute Freundin die dir zur Seite steht und dich versteht.
Ich kenne deine Zweifel: Welchen Weg soll man nun gehen, wenn man doch einen anderen geplant hat. Versuche mal ganz kleine Schritte zu machen. Gönne dir was, was du schon lange nicht mehr gemacht hast (wellness, konzert, sportereignis). Irgendwas. Und versuche einfach nur kleine Schritte zu gehen. Und nur, dass was dir guttut und was dir Freude macht. Dadurch bekommst du ein gutes Gefühl für dich.
Und deine Gefühle für ihn, werden nicht sofort wegsein. Ihr habt lange zusammen gelebt, ihr habt viel gemeinsam geschafft.
Ich wünsche dir alles Gute und hoffe, dass du durch das Forum auch viel Kraft bekommst.

15.03.2015 23:34 • #2



Meine Welt liegt in Scherben

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kaktusblüte


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Hallo Marichen
Vielen Dank für die lieben Worte.
Ich weiss, dass Du revht hasr und versuche auch sehr auf mich zu hören. Im Moment spür ich mich leider noch so gar nicht.
Das schwierigste dabei ist, für ihn ist mit dieser Trennung wieder alles offen. Er sagt mir, wenn ich meine Lebensfreude wieder finde, sei es doch auch nicht ausgeschlossen, dass wir wieder zusammenfinden. Er lasse dies aber auf sich zukommen.
Das Problem bei mir ist, ich mache mir dann grosse Hoffnungen, dass es wieder werden könnte. Weiss aber gleichzeitig, dass offen für alles, eben genausogut heissen kann, es wird keine Beziehung mehr geben. Ich kann damit fast nicht umgehen. Bin jemand, der Gefahr läuft, sich in etwas zu verrennen. Wie kann ich diese Freiheit für mich finden?

16.03.2015 07:48 • #3


kaktusblüte


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Hallo zusammen,
Ich bin grad total verzweifelt, kann nicht aufhören zu weinen und frage mich wie es weitergehen soll. Er
Packt seine Sachen, dabei will ich nicht dass er geht. Ich möchte ihn anschreien schütteln.... er soll mich gefäligst wieder lieben (ja ich weiss, so klappt's bestimmt nicht)
Habt ihr euch auch schon gewünscht, Euer Leben wär in einem Buch und ihr könntet mal kurz zwei Kapitel vorblättern und schauen, ob alles gut wird?
Das tut so weh

16.03.2015 11:06 • x 1 #4


Ach menno


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Liebe Kaktusblüte,

es tut mir leid, was bei euch passiert ist. Und ich glaube dich zu verstehen, wie es dir gehen mag.

Hin und hergerissen zu sein ist kein schönes Gefühl. Aber ich befürchte, das du gar keine Wahl hast. Du wirst dich wohl oder übel in dein neues Leben wagen müssen. Du sagst selber, das ihr immer und immer wieder an dem Punkt wart, wo ihr gemerkt habt, das die Beziehung nicht mehr zu retten ist. Und habt rational entschieden, das es besser sei getrennte Wege zu gehen.

Der süße Duft der Freiheit, weckt sogar ein wenig Hoffnung in Dir... An diesem Gedanken solltest du festhalten... Ich weiß leichter gesagt, als getan..

Konzentriere Dich auf deine Kinder, Schau nach vorne, rede mit Freunden und Familie... unternehme etwas mit Ihnen... Oder schreibe hier im Forum....

LG Ach menno

16.03.2015 11:20 • #5


Ach menno


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jaaa.... wie oft wünsche ich mir eine Kristallkugel...

16.03.2015 11:21 • x 4 #6


kaktusblüte


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Ja, ich weiss, ich muss nach vorn schauen und bin es mir und den Kindern schuldig wieder auf die Beine zu kommen. Mir wird auch bewusst, dass ich eine der Frauen bin, die sich viel zu sehr vernachlässigt hat in der Beziehung. Nun ist der Scherbenhaufen um so grösser.....

16.03.2015 11:45 • x 1 #7


Ach menno


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Liebe Kaktusblüte,

du schreibst sehr gefasst, so das du scheinbar schon auf einem guten Weg bist... so soll es sein und bleiben, natürlich werden schwache Momente kommen und das blöde Gedankenkarussel wird dich noch oft eine Runde mitfahren lassen... aber geh deinen Weg, wer weiß was das Leben noch für dich bereit hält...

LG Ach menno

16.03.2015 14:20 • #8


kaktusblüte


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Liebe Ach menno
Genau das ist mein Problem. Im Kopf weiss ich ja schon wss ich soll. Aber mein Herz sieht das gsr nicht so. Das hat mir auch schon während der Beziehung vso viel Mühe gemacht. Ich wirke scheinbar auf meine Mitmensvhen sehr souverän und nüchtern. In mir drinn sieht es aber ganz anders aus. Weiss nicht, ob Du das kennst, immer die Starke sein. Und weil man mich somkennt, werden meine Hilferufe, meidt gar nicht richtig gehört. ?.. oder vielleicht ruf ivh auch nicht laut genug? Ich habe sicher schon viel über die Beziehung ihn, mich nachgedacht, sehe Probleme (nicht nur meine) und trotzdem habe ich im Moment einfach nur das Bedürfnis alles zu ignorieren und so zu tun, als wäre nichts geschehen. Ich mach mir das auch oft vor. Erst jetzt wo er sein Zeug räumt wird mir bewusst, dass er geht, wahrscheinlich ohne Rückkehr.

16.03.2015 15:01 • x 1 #9


kaktusblüte


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Sag mal ach menno, wie war denn deine Geschichte?

16.03.2015 15:02 • #10


Ach menno


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hm... ich erkenne mich auch ein Stück in Dir wieder....

Ich gelte auch als souverän, als stark, als taff, ziemlich rational und praktisch... aber jetzt bin ich nur noch ein Häufchen Elend, nichts ist mehr von der taffen Frau übrig... manchmal benehme ich mich schon wie ein Kleinkind... heul...

Auch deine Gedanken.... ich kenne sie nur zu gut... Obwohl man nüchtern betrachtet, alles weiß, was man tun sollte, wie man sich verhalten sollte und auch wie man seine Seel schützen könnte... weiß ich auch alles... aber mein Herz weiß das noch nicht, es hinkt noch meilenweit hinterher...

Auch wie du schreibst, was man sich alles vormacht, was man alles ausblendet obwohl man es besser weiß, liebe Kaktusblüte, auch das kenne ich zur Genüge... heul....

Und das bloße Wissen darum, das am Ende des Tunnels Licht ist, hilft mir momentan nicht wirklich weiter...

Warum ist man bloß so behämmert und verlängert sein Leiden künstlich?

wir waren 19 Jahre zusammen, 2 Kinder und dann hatte er eine Affäre, ich ahnte sofort das da was ist... aber er wachte erst auf, als es zu spät war... ich bin jetzt seit 8 Wochen in meiner eigenen Wohnung... er beendete die Affäre und bereut und kämpft nun um uns... er legt sich mächtig ins Zeug und schämt sich für das was er mir antat....

Aber ich bin zu verletzt um einfach wieder zurücj zu gehen und da weiter zu machen, wo wir aufgehört haben... Ach ich weiß doch auch nicht... heul...

16.03.2015 15:34 • #11


kaktusblüte


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Ach menno
Das ist ja wirklich auch eine ver.... Situation. Aber ich finde es srhr konsequent von Dir, dass Du ausgezogen bist und nicht einfach den Kopf in den Sand gesteckt hast. Es braucht nämlich Mut zu seinen Gefühlen zu stehen. Vor allem, wenn man vorerst den vermeintlich unbequemeren Weg beschreiten muss.
Weiss nicht, ob ich den Mut gehabt hätte. Aber mir wird immer mehr bewusst, dass ich mehr zu mir stehen muss. Meine Gefühle genauso wichtig sind, wie die des Partners. Glaub eine Freundin von mir nennt es gesunden Egoismus.
Aber das Licht am Ende des Tunnels such ich auch noch vergebens.
Bist Du denn ausgezogen, weil Du ihm nicht mehr verzeihen kannst oder ihn nicht mehr liebst - oder beides?
Wir werden den Weg aus dem Tal der Tränen sicher wieder finden. Meine Schwiegermutter ist eine ganz patente Frau und meinte ich solle doch mal offen für alles sein, denn manchmal bringe uns das Leben noch etwas besseres, als was wir uns vorstellen können. Das will ich ihr nur zu gerne glauben.

16.03.2015 17:53 • #12


Marichen

Marichen


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Hallo kaktusblüte,

auch wenn es nur ein kleiner Trost ist, ja ich fühle auch wied du. Und ich erkenne mich auch in deinen Erzählungen wieder. Auch ich würde am liebsten meinen Ex schütteln und die alten Gefühle in ihm wieder zum Leuchten zu bringen. Oder in dem Buch ein paar Kapitel zurückblättern und manches anders machen.
Aber es geht leider nicht.

Ich durchlebe es selber, das Herz schreit nach dieser Liebe, der Verstand versucht dagegenzuhalten, weil es eben nimmer so ist. Mal gewinnt der Verstand und ich sehe was positives in der Zukunft, dann gewinnt wieder das Herz . Ich glaube, das müssen wir durchleben, um gestärkt herausgehen zu können.

Es ist gut für dich, dass du hier im Forum schreibt. Man findet gleichdenkende und kann sich gegenseitig unterstüzen.
Genieße die Zeit mit deinen Kindern. Kinderlachen gibt so viel Energie

Du schaffst das!

16.03.2015 19:59 • #13


kaktusblüte


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Wenn dieses elende Auf und Ab bloss nicht wäre.
Verdammt eigentlich weiss ich genau was zu tun, aber es geht nicht, ich krieg meinen Hintern nicht hoch.
Wie schafft ihr es Euch zurück ins Leben zu schleppen?
Mein Ex hat gesagt, dass er meine Lebensfreude vermisst, mir geht es gleich, aber wo ist diese bloss geblieben?

16.03.2015 21:08 • #14


Marichen

Marichen


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Dieses Gefühlschaos gehört leider dazu. Auch wenn keiner von uns es bestellt hat.
Ich habe es erstmal zugelassen. Habe es akzeptiert, dass ich eigentlich nur im Bett leigen wollte und weinen wollte. Habe mich dann an ganz kleinen Dingen erfreut, wie das Wiederfinden von verlegten Autoschlüssel.
Seit wann vermisst dein Ex deine lebensfreude? Seit er Schluss gemacht hat? Also, dass ist doch normal, wenn der Partner den Schlussstrich zieht, dass der Verlassene keine große Lebensfreude mehr hat. Er sieht es vielleicht als den besseren Weg, aber das muss du und besonders dein Herz ja nicht so annehmen. Lass dich da mal nicht unter Druck setzen.

16.03.2015 21:50 • #15



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