@SweetSeduction
Zitat:Dass der AM der perfekte Traumprinz ist, glaubt man ja nur.
Wer weiß, wie es im Alltag wäre? Oder nach 1 Jahr Alltag? Man steigert sich in eine Illusion rein. Außerdem macht das nicht-haben-Können ja diesen enormen Reiz und diese Abhängigkeit aus. Das fällt dann aber weg

Denke ehrlich gesagt, dass das alles gewaltig in die Hose gegangen wäre, wenn man eine echte Chance gehabt hätte..
wissen die AMs vielleicht schon vor uns

Da nicht so verblendet und auf Hollywoodfilm wie wir.
Glaube, die Situation ist nochmal eine andere, wenn tatsächlich alles offiziell ist, auch im gesamten Umfeld (bei euch und bei ihm) die LG/EF nicht gerade erfreut herumläuft etc
Denke, das Ganze wäre in der Realität nicht so traumhaft gewesen.
ja, das denke ich auch.
Ich habe in all den Jahren "Hollywoodlieben" bei anderen erlebt, die in einer normalen Beziehung mündeten.
Bei manchen ein trauriges Ende, bei anderen einfach eine ganz schöne normale Beziehung, aber natürlich war da nichts mehr mit Rausch und so.
Der Mann, mit dem ich meine beste Beziehung führte, hatte auch irgendwann eine Affaire. Nach 1,5 Jahren bekam ich es heraus. Die Trennung dauerte. .., aber sie bekam ihn. Für sie war er sicherlich auch der Traumprinz. Sie kämpfte wie verrückt um ihn. . .
Heute sind sie viele Jahre zusammen. Immerhin eine gesunde gut funktionierende Beziehung, aber weit entfernt von Hollywood.
Ist aber kein gutes Beispiel weil er in allen Punkten den hier beschriebenen Männern ungleich iist, bis auf dass er eine Affaire hatte
Ich hatte auch meine "Hollywoodliebe", bis zur Besinnungslosigkeit geliebt. . .Bei uns war das Problem keine Dreierkonstellation, dennoch genau so aussichtslos. Jahre war ich wirklich wie besessen, dachte genau so:
Ortrere
Zitat:Aber das, was mit mir durch den AM geschehen ist, das kann man nicht zurückschrauben. Ich habe ein Glück kennengelernt, was ich so niemals vorher hätte beschreiben können. Und damit auch nicht erwartet habe. Du kannst Dir 1 Mio. Mal sagen, dass dieses Glück durch ein Theaterspiel verursacht wurde, dass vieles nicht echt, nicht menschlich war. Aber Du hast es gefühlt. Du hast es ausgestrahlt. Es hat eine Menge Energie in Dir freigesetzt, die Du nie in Dir vermutet hast. Und wie @Anni73 so schön sagt, diese Gefühle, dieses Erleben haben eine überwältigende Bedeutung, sie überstrahlen das direkt mit ihnen zusammenhängende Unglück. Das eine gibt es nicht ohne das andere, aber das erfasst mein Verstand nicht. Meine Sinne und mein Herz wollen dieses Strahlen zurück, wieso gibt es das nicht ohne die fürchterliche Trauer und Verletzung? Muss denn die andere Seite der glänzenden Medaille so hässlich und kaputt sein? Kann man da nicht dran putzen?
da es Jahre zurück liegt und wir danach auch noch Kontakt hatten, hier mein Danach

:
ich sehe es bis heute so, dass ich mich nie einem Menschen näher fühlte als ihm und das auch ganz unabhängig von der gegenseitigen Bezogenheit. Es brauchte also gar keiner großen Liebeserklärungen, Träume, Säggs usw., um mich durch ihn bereichert und glücklich zu fühlen.
Manchmal telefonierten wir und erzählten beide nur, was uns so beschäftigt. Wenn er erzählte, war ich gückselig, obwohl ich nichtmal Thema seiner Erzählungen war. Sein Wesen, sein Geist uvm. hat mich einfach beflügelt.
Aber
Irgendwann ist dieser Rausch komplett verflogen. Auch das sich Sehnen, zu meinen, ich bräuchte ihn, für diese von Ortrere beschriebene Freisetzung meiner Energien.
All das ist verpufft, dennoch sehe ich noch heute genau, was mir so sehr an ihm gefiel. Das war keine Illusion, es ist tatsächlich da, aber ich brauche ihn gar nicht. Habe das immer geglaubt. Ist aber Quatsch. Das habe ich mir nicht zurecht gedacht, sondern irgendwann empfunden.
Ich denke, dass das
Zitat:Es hat eine Menge Energie in Dir freigesetzt, die Du nie in Dir vermutet hast
ein wichtiger Aspekt ist.
Ich fragte mich damals mal, was genau er für mich verkörpert und was mir also fehlt. Was ich meine, nur durch ihn in meinem Leben zu haben. Und ich fand es heraus und sah, dass ich mir das auch ohne ihn in mein Leben holen kann und daran machte ich mich dann auch, bis heute.
Ich erfuhr dann mehr Erfüllung, nicht unbedingt Glück, einfach Erfüllung und diese irre Sehnsucht und Co hörten auf.
Ich denke, dass menschliche Beziehungen, nicht nur Liebesbeziehungen, etwas wesentliches im Leben sind und halte nicht so viel von der Idee, sich erstmal ganz alleine glücklich zu machen. Da ist mMn zwar viel dran, aber eben nicht alles, denn ganz ohne schöne Beziehungen, ist mMn auch das eigene Glück recht fad.
Aber dennoch habe ich die Vermutung, dass Dir @Ortrere vielleicht doch etwas im Leben fehlt. Du beschreibst es so:
Zitat:Weißt Du, in meinen 45 Jahren bis zur Begegnung mit dem AM hatte ich eine sehr bodenständige Erwartung an das Glück. Und wurde deshalb öfter beglückt und selten enttäuscht. Mein Leben war ein funktionierender, zufriedener Gleichklang von guten und weniger guten Erlebnissen. Der Blick auf das gesamte Bild ist mir immer gut gelungen, den Fokus auch auf kleine, schöne Dinge zu legen ebenfalls. .. .
aber möglicherweise fehlt Dir etwas, wofür Du brennst, was Deine Seele zum Klingen bringt, was diese Energien freisetzt. . .Und es läuft mMn etwas falsch, wenn das an einen einzelnen Menschen gebunden ist.
Ich stelle mir immer mal wieder zwecks "Sinncheck" die Frage, was mein Leben ausmacht, wenn ich mir mal meine ganzen Verpflichtungen, Beschäftigungen wegdenke. Wenn ich meine ganzen unwesentlichen Alltagsgedanken streiche: mit x war es schön, y hat mich enttäuscht, nach z sehne ich mich, dies muss ich erledigen usw. usf.
Mal all das für einen Moment wegstreiche und mich nach der "Essenz" befrage. Was bleibt da? Was erfüllt mein Leben mit Sinn?
Was ist da, wenn Du Dir mal Deinen Ex-AM wegdenkst? Wenn Du Dir auch die Sehnsucht wegdenkst. Dir mal vorstellst, Du hättest ihn nie kennengelernt. Also mal unabhängig von Beziehungen das eigene Leben anschauen.