DanielSch
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ich habe folgende Situation:
6 Jahre war ich mit meiner Exfreundin zusammen. Im Mai 2013 (nach fünf Jahren Beziehung) hat sie mir gesagt, dass ich sie endlich heiraten soll. Ich fand das damals nicht so romantisch und habe ihr keinen Antrag gemacht.
Im Juni 2013 hat sie sich dann deswegen getrennt. Im Juli 2013 habe ich ihr dann einen Heiratsantrag gemacht. Sie sagte, sie müsse sich das jetzt noch überlegen. Aber wir seien wieder zusammen. Ich habe ihr damals einen Ring gegeben, den sie mir anstecken könnte, wenn sie sich sicher sei. Zudem habe ich ihr dann einen Verlobungsring gekauft.
Im September 2013 hat sie mir dann meinen Ring angesteckt. Ich war so glücklich, wollte aber einfach den Hochzeitstermin noch nicht fixieren, da sie damals noch im Studium war. Wir hatten damals gesagt, dass wir 2014 oder 2015 heiraten.
Die Liste der Hochzeitsgäste hatte ich im September aber schon fertig. Ich wollte sie erst heiraten, wenn sie einen Job hat. Warum weiß ich bis heute nicht. Auf jeden Fall nicht aus Zweifel.
Zu ihrem Geburtstag im November haben wir dann vor ihrer Familie die Verlobung verkündet. Danach war dann ihre stressige Zeit mit der Abschlussarbeit.
Im Januar waren wir auf einem freikirchlichen Seminar, zudem sie gerne mit mir hinwollte. Wie sie bin ich schon gläubiger Katholik, konnte da mit den Tagen aber nichts anfangen und habe das auch sehr heftig kritisiert. Sie hat die Kritik nicht gelten gelassen. Wir sind dann übereingekommen, dass jeder seinen Glauben hat.
Im Januar war dann Hochzeitsmesse. Das Dargebotene war mir zu traditionell. Wir hatten dann abends noch ein wenig diskutiert, wann wir denn Familie gründen wollen. Sie sagte in den Monaten vorher immer so in zwei bis drei Jahren. An dem Abend waren es so eher fünf Jahre. Ich war sehr enttäuscht (bin ja schon 39, sie 30) und habe da dann nichts mehr von Hochzeit erwähnt und im Februar hat sie sich dann deswegen getrennt. Sie hat dann ihr Studium erfolgreich abgeschlossen.
Im März sind wir dann wieder zusammen gekommen und vereinbart, dass wir bis / im Oktober standesamtlich heiraten. Danach ist sie rd. 5 Wochen nach Asien in Urlaub gefahren (wir sind da sehr romantisch über WhatsApp verbunden gewesen). Habe ihr vorher zugesagt, im Oktober standesamtlich zu heiraten und auch den Ehevorbereitungskurs zu organisieren. Da sind wir dann auch im Mai gewesen, hatten aber eine Diskussion wegen des gemeinsamen Nachnamens. Sie hat dann dort auch am letzten Tag geweint, weil sich viele Paare weinend in den Armen lagen und auch schon einen festen Termin hatten. Wir noch nicht.
Ende April hatte ich, als sie in Asien war, eine Woche Urlaub im Oktober für die Hochzeit beim Arbeitgeber genehmigt bekommen. Ihr davon aber nichts erzählt. Wollte ihr das erst später erzählen. Auf dem Ehevorbereitungskurs haben wir dann vereinbart, detaillierter im Urlaub im Juni zu reden. Ich habe da mit ihr dann auch darüber gesprochen. Ich weiß nicht mehr genau was, aber ich habe sie auch gefragt, ob sie einen Ehevertrag will. Sie hat das dann bejaht. Wir haben dann vereinbart, dass sie den Termin beim Notar macht. Nach dem Urlaub bin ich für drei Tage zu meinen Eltern gefahren, sie zu einem freikirchlichen Seminar. Ich wollte für die Woche darauf den Termin beim Standesamt fixieren. Allerdings war sie wieder ganz begeistert vom Seminar, wo sie dann auch von Spontanheilungen (u. a. von Laktose-Intoleranz) erzählte. Ich konnte das nicht glauben und habe ihr auch meine Zweifel gesagt. Sie hat mich dann als zu starrköpfig, zu stolz, zu eigensinnig genannt. Ich empfand das schon als Beschimpfung. Deswegen habe ich auch erst nicht mehr über die Hochzeit gesprochen. Ich war mir einfach unsicher, ob meine Freundin sich da in etwas verläuft. Hatte das aber nur dem Mann ihrer Freundin gesagt. Der Mann und seine Frau haben sich den Referenten im Netz genauer angeschaut. Er soll wohl ganz o.k sein. Tja, dann bin ich Ende Juni bis Mitte Juli krankgeworden. Sie hat sich dann Mitte Juli getrennt, da ich ja mit der Hochzeit nichts weiter getan hätte. Im August sind wir dann wieder zusammen gekommen und sie hat auch wieder von Wohnungskauf (wir wohnten zur Miete) geredet. Im Juli hat sie sich dann für eine Stelle überregional beworben und hatte nur Absagen. Eine Zusage kam rd. 500 km entfernt. Die hat sie dann auch Mitte September angenommen. Einen Tag später ist sie mit ihrer Mutter und ihrem Bruder für eine Woche in Urlaub gefahren. Am Tag vorher hat sie mir noch gesagt, dass alles passt und wir gemeinsam in die Zukunft schauen. Die Wochen davor war es nicht so klar, das hat sie mir auch gesagt. Nach der Woche im Urlaub hat sie dann gesagt, dass es doch aus sei. Ich habe das nicht wahrhaben wollen und habe ihr noch den Umzug (Freitag bis Montag) organisiert und habe ihn mit ihr durchgeführt. Sie hat am Freitag auf der Hinfahrt angefangen, meine Hand zu streicheln. Ich habe zurückgestreichelt. Am Samstag hat sie mich dann auch auf die Wange geküsst. Sonntag habe ich sie dann auf den Mund geküsst. Das war ihr dann aber erst unangenehm. Sie sagte auch, dass sie nicht wisse, ob sie mich wirklich wieder liebe. Beim Abschied nach dem Umzug am Montag klang sie dann schon wieder hoffnungsfroher. Tja, und dann kam eine Woche später die Aussage am Telefon, dass sie doch nichts mehr empfindet. Sei heulte dabei. Ich habe sie dann wahnsinnig oft angerufen und ihr WhatsApp Nachrichten geschickt. Ihre Antwort war immer, dass ich keinen Liebesbeweis erbracht hätte. Das wäre der Hochzeitstermin gewesen. Dessen Wichtigkeit wußte ich seit Februar 2014. Für mich war aber genügend Zeit bis Oktober, weil wir das meiner Erinnerung nach ja auch so vereinbart hatten.
Ihre beiden besten Freundinnen haben mir inzwischen gesagt, dass sie seit Monaten auf den Hochzeitstermin von mir gewartet habe. Jetzt hat mir Anfang November gesagt, dass sie für mich nichts mehr empfindet und sie abgeschlossen hat. Sie hat auch schon eine neue Telefonnummer. Ich habe dann neben sehr vielen romantischen Nachrichten auch zum Schluss eine sehr zornige Mail geschickt. Die ging natürlich prompt nach hinten los. Dafür habe ich mich dann auch wieder per Mail entschuldigt. Ich liebe sie aber und würde sie gerne wieder für mich begeistern. Was kann ich tun? Ihre Mutter (sehr gläubig) sagte, sie könne auch nichts tun, außer beten. Ihre Freundinnen sehen momentan keine Chancen mehr, außer sie erst wieder zur Ruhe kommen zu lassen und mich gar nicht mehr bei ihr zu melden. Das fällt mir natürlich sehr schwer. Was sagt ihr?
Danke.
