Zitat von Springfield: Er sucht bei allen Aktivitäten einzig und allein nach der für ihn passenden Frau. NUR sie, so denkt er, kann sein Leiden mildern und letztendlich beenden.
Dieser Wunsch wird sich nicht erfüllen, denn die potentielle Partnerin hätte eine riesige Aufgabe zu erfüllen. Sie soll sein Leben retten, seine Gefühlswelt ins Positive umkehren, ihn erfreuen, die Lebenslust wieder wecken, das Selbstmitleid vertreiben und ihn endlich glücklich machen.
So was habe ich auch schon probiert, als ich meinen Traumprinzen fand, der mein ödes Leben retten sollte. Viel später habe ich erkannt, dass ich ihn ausgenützt habe für meine Zwecke und unbewusst einen ganzen Sack von Aufgaben an ihn hatte, die er für mich erfüllen sollte.
Er sollte mich nämlich lieben, damit ich endlich glauben konnte, dass ich liebenswert bin.
Er sollte mich achten, wo ich mich doch nicht selbst achtete.
Er sollte mein ödes Leben bunt und vielfältig machen.
Und er sollte mich endlich glücklich machen.
Er sollte und was gab ich? Ja, auch einiges, aber dennoch war viel Eigennutz dabei. Und solche Rechnungen gehen im Leben nie auf, weil die Erwartungshaltung viel zu groß ist und der Partner meist auch unbewusst wahrnimmt, dass er etwas erfüllen soll.
Darüberhinaus sind Lebensunlust und Selbstmitleid Aushängeschilder, die niemand attraktiv findet. Im Gegenteil, wer mag sich schon mit einem Mann abgeben, der permanent über sein schreckliches Schicksal jammert und über seine ungerechte Behandlung und sich anhören, wie furchtbar gemein seine Exfrau doch zu ihm ist?
Nein danke, da würde ich auch umgehend die Flucht ergreifen und jegliches Interesse wäre sofort gestorben!
Kein Wunder dass er niemanden findet, denn mit einer bedürftigen Ausstrahlung zieht man eben nur bedürftige Frauen an.