Halla
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nachdem ich wilde_flockes Mail an Stephan22 gelesen habe (wegen des Tauchens, was er dann doch nicht tat), habe ich mich endlich entschlossen, zu mailen.
Ich will gar nicht von Anfang an schreiben, ich werde das Pferd von hinten aufsatteln.
Im Dezember 2000 heiratete ich meinen Mann, der mir im September 2000 einen ganz tollen Antrag machte. Im März 2001 dann die Hiobsbotschaft an mich: Hepatits C. Therapieende 15. Juni 2002, gleichzeitig mein Auszug aus dem Haus. Jetzt zu 98 % Krankheit besiegt. Ich habe meinen Mann sehr geliebt, ich liebe ihn immer noch (leider??). Er hat mich auch sehr geliebt, das weiß ich. Man(n)/frau mag es allerdings nicht glauben, nachdem was alles passiert ist. Mein Mann kam mit der Krankheit am Anfang gar nicht zurecht. Er begleitete mich nicht zum Arzt (bzw. er machte mir im Wartezimmer einen kleine Szene, weil ich nicht auf ihn gewartet hatte, damit wir zusammen hingehen könnten. Daraufhin sagte ich zu ihm, es sei besser, er würde wieder gehen). Auch redete er nicht mit mir über die Krankheit, so wie man sich daß wünscht. Auch wurde auf mich keine Rücksicht genommen. Es hieß dann immer: Dir gehts doch gut, warum soll ich fragen, wie es dir geht, du kannst ja sogar zum Pferd. Das ich für ein Jahr das Segeln aufgeben mußte (sein Hobby), verstand er dann gar nicht (ich spritze jeden Samstag nach dem Reitunterricht und bin dann leider nicht in der Lage gewesen, übers Wochenende zu segeln). Er segelte mit Freunden. Zum Schluß hieß es, ich hätte kein Interesse mehr gehabt. Das tut unendlich weh. Im März sagte ich zu ihm, ich hätte eine Wohnung. "Gut, wenn du meinst", war seine Antwort. Am nächsten Abend kam er in mein Zimmer und fragte, ob es mir gut ginge, das gestern Abend sei wie ein Schock für ihn gewesen. Danach lief es wochenlang wieder wunderbar, bis das nächste passierte, wo ich dann endgültig dicht machte. War eine Kleinigkeit, aber ich war eh schon fix und fertig von der Therapie, konnte nicht mehr. Bevor ich auszog, lebte noch 4 Wochen im Haus, erzählte er es natürlich gleich jedem, daß ich ausziehen würde. Mein Gott, so ein intelligenter Mann, der eine sehr hohe Position in einer Firma inne hat und dann so etwas. Auf einer Feier kurz vor meinem Auszug baggerte er eine verheiratete Frau an, die er schon lange kannte. Sie hat zwei Kleinkinder. Sie hat sich inzwischen von ihrem Mann getrennt und ist im September ausgezogen. Mein Gott, mein Mann und kleine Kinder. Er selber hat zwei, inzwischen 17 und 20. Als ich in das Haus einzog, waren sie fast 14 und 16. Sie interessierten ihn absolut nicht. Sein Interesse gilt nur der Firma und sein Hobby. Sonst nichts. Für mich ist/war er die Liebe meines Lebens. Er hat für mich seine Frau und Familie vor 10 Jahren verlassen. Er ist 53, ich bin 37.
Tja, und nun sitze ich hier, bin seit 6 Monaten von ihm getrennt und bekomme es ebenso wenig auf die Reihe wie manch anderer. Wenn er dann auch noch lachend an meinem Büro vorbeigeht, dann zieht es mich noch weiter runter.
Aber wir schaffen es schon, gell?
Eine nicht gut in "Gut-drauf-sein-machende" Halla