Ladylockenlicht
Mitglied
- Beiträge:
- 3
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 8
- Mitglied seit:
Ich bin 42 Jahre alt und weiß nicht mehr weiter. Ich versuche mich kurz zu fassen. Mein Mann (fast 47) und ich kennen uns seit 2011, kamen 2012 zusammen. 2016 bekamen wir unser erstes Kind (als ich die Hoffnung schon aufgegeben hatte dass es noch klappt). Ich bin nach 1 Jahr Elternzeit zurück zur Arbeit (aber nur noch halbe Stelle). 2018 war ich beruflich und privat total erschöpft und bin mit unserer Tochter zur Mutter Kind Kur für 3 Wochen. Eine Woche nach unserer Rückkehr fand ich heraus dass mein Mann eine Affäre mit unserer Nachbarin hatte. Er flüchtete den Abend noch zu ihr, blieb drüben bei ihr und behauptete noch weitere 5 Tage dass da nichts gewesen wäre. 5 Tage später dann die ganze Wahrheit über die monatelange Affäre und dass er sich in sie verliebt hätte. Am selben Abend zog ich mit unserer Tochter und den 2 Hunden zu meinen Eltern und den nächsten Tag schrieb ich die Kündigung für die Wohnung. Um es kurz zu halten, ich habe meine Schuld eingesehen und eingestanden die letzten 2 Jahre mich zu viel ums Kind gekümmert zu haben inklusive nachts bei ihr geschlafen, direkt mit ihr ins Bett gegangen etc. Mein Grund war aber eigentlich der, dass ich meinen Mann entlasten wollte (selber Arbeitsplatz wie ich) damit er genug Schlaf bekommt. Auf jeden Fall hab ich ihm noch eine Chance gegeben weil ich ja nicht unschuldig war. Nach 5 Monaten haben wir dann zusammen ein neues Mietshaus gefunden und sind wieder zusammen gezogen. Mein Vertrauen kam allerdings nie wieder komplett zurück. Und auch die Erinnerung und Bilder im Kopf kamen ständig wieder. Unsere Nachbarin hielt ich zur damaligen Zeit übrigens für eine Freundin. Hätte ihr nie zugetraut mit meinem Mann ins Bett zu gehen (ging übrigens von ihm au). Lange Rede, kurzer Sinn:2021 kam unser Sohn zur Welt. In seiner Elternzeit ist mein Mann nachts aufgestanden und hat gewickelt oder gefüttert. Danach nicht mehr. Generell kam irgendwann der Spruch er könnte mit unserem Sohn noch nichts anfangen weil er noch so klein ist. Also kümmere ich mich bis heute hauptsächlich um ihn. Klar nehmen beide Großeltern mal die Kinder ab (immer nur getrennt weil zusammen geht leider teilweise echt gar nicht) aber wie bei unserer Tochter damals nutze ich das viel zu selten so dass wie früher viel zu wenig Zeit für mich und mein Mann alleine da ist. Auf Arbeit ist er natürlich immer gut gelaunt erzählen die Kollegen und arbeiten alle gerne mit ihm. Wenn er nach Hause kommt ist er direkt schlecht gelaunt. Ja, es ist laut bei uns (beide Kinder und ich haben laute Stimmen und die Luft und Lautstärke und das frühe Aufstehen machen einen müde). Wenn ich allerdings mal arbeite, egal ob früh oder spät müsste ich nachts immer rüber wenn der Kleine kam. Teilweise mehrmals nachts. Egal. Im Oktober hat ne neue Kollegin (23 Jahre alt) bei uns angefangen und mittlerweile ist sie seine neue "nur" Freundin . Ich komme damit überhaupt nicht klar und dass weiß er. Er hängt nur noch an seinem Handy, wenn ich frage mit wem er schreibt, kommt geht dich nichts an. Körperlich kommt eher selten was von mir, was er auch merkt und bemängelt. Ich kann aber kein S haben wenn ich sauer auf ihn bin. Tagsüber ist er genervt und redet beleidigend und abends soll ich an ihm rumspielen? Geht nicht. Auf jeden Fall hatte ich Dienstag Spätschicht. Zu meiner Überraschung war er noch wach als ich ins Bett kam und wir hatten S. Am nächsten Morgen allerdings erzählte mir meine Tochter dann dass die Kollegin hier war, auf der Couch saß und Papa liegend neben ihr den Kopf an ihre Schulter gelehnt hatte. Doch dann kam der Satz:Papa ist verliebt! Als ich fragte in wen antworten sie in die Kollegin. Ich fühlte mich wie. . Leer. Dann beschloss ich mich zu trennen weil ich mit der Situation neue beste Freundin nicht klar komme. Er redet angeblich nur mit ihr über alles worüber er mit mir nicht reden kann, unsere Probleme. Mit mir redet er quasi gar nicht. Es heißt zu laut, zu anstrengend zuhause. Er hat auf der Arbeit wohl erzählt was bei uns zu Hause zur Zeit los ist, auch der besagten Kollegin. Es lachen wohl alle über mich weil ich die Beziehung beende weil er nur am Handy sitzt. Dabei beende ich die Ehe weil ich mit der Beziehung zu der Kollegin nicht klar komme. Genau wie 2018 wirft er mir vor ich wollte seine Freundschaft zerstören und gönne ihm gar nichts. Da wäre nichts und sie würden nur reden. Genau wie 2018 als er die Affäre hatte! Jetzt kommt er an, nimmt mich in Arm und man merkt dass er sich bemüht. Aber das baut kein Vertrauen auf und er versteht nicht, dass ich ihn zwar noch liebe aber ohne Vertrauen keine Ehe mehr mit ihm führen kann. Ich gehe kaputt, frage mich jedes Mal ob er wirklich dort ist wo er gesagt hat das er hin fährt (wenn er das denn überhaupt gesagt hat) oder wenn er wieder nur am Handy sitzt. Er verbringt mehr Zeit mit dem Handy als mit seinen Kindern. Und wenn er sich ausruhen möchte und hinlegt oder abends vor der Frühschicht früh ins Bett geht, ist er immer noch am Handy wenn ich ins Bett komme. Ich habe ihm ne Therapie mit mir zu machen um zu reden aber das möchte er wie 2018 nicht. Er will seine Freundschaft zu der Kollegin behalten und mit ihr reden. Übertreibe ich es? Muss ich 2018 vergessen haben und ihm wieder voll vertrauen? Ich weiß nicht mehr weiter.
Danke für's Lesen und vielleicht kennt ja jemand ne ähnliche Situation. Text ist doch etwas zu lang geworden und ich weiß nicht mal ob ich im richtigen Forum bin. Sorry