Zitat von Colonia:Interessante Antwort, Manfredus.Es gibt sogar Menschen, die sich virtuell verlieben, monatelang mailen u. den anderen nie sehen.
Ist das nicht völlig unbefriedigend, sich in eine virtuelle Figur zu verlieben?
Gegenfrage: Ist es nicht unheimlich beruhigend und sicher, nicht, zumindest nicht anfangs, auf
reale Werte festgelegt zu werden?
Zitat:Könnte es auch sein, daß die virtuellen Welten ein höheres Abhängigkeitsrisiko bergen, als die wirkliche zwischenmenschliche Begegnung in der Realität?
Vermutlich nur für Leute, die in der Realität nicht zuhause sein wollen.
Zitat:Vielleicht funktionieren im Internet die Visionen u. Projektionen besser, weil man sich aus Puzzlestücken an Informationen ein Bild von einem Menschen zusammenbastelt.
Das Bild bauen sich ja beide Seiten auf. Wenn ich einen Roman lese, stelle
ich mir Aussehen und Sprechweise der Figuren vor und auch der Rahmen entspringt
meiner Fantasie. Da muß ich mich nicht mit realen Grenzen zufrieden gaben, das kann auch ein Wolkenschloß sein und Gandalf mit Punkfrisur
Wen stelle ich mir unter einer 47-jährigen Frau vor, die sich in einem Internetforum Colonia nennt?
Sie kommt aus Köln, ist intellektuell. Haarfarbe schwarz, kleine Stupsnase, ca. 1,68m groß, sportliche Figur, fühlt sich selbst ein wenig zu "rund".
Das ist
meine Vorstellung. Vielleicht bist Du ja aus Berlin, hast Dein Alter falsch angegeben, hast eine Riesennase, bist blond, kugelrund und 1,50 m groß.

Colonia ist eine Romanfigur. Mit Colonia kann ich sofort
meine Beziehung eingehen, ihr Aussehen bestimme
ich. Wie Colonia sich gibt ergibt sich aus dem Schriftkram, aber da kann man auch Dinge so auslegen, daß sie einem besser gefallen.
MfG
Manfredus