Ehemaliger User
Gast
Mich nerven diese Stimmungsschwankungen, unglaublich. Der Kampf zwischen Logik und Gefühl. Manchmal ist es so extrem, daß mir gleich vor mir selbst schaudert.
Dieses Woende habe ich die Kinder. Sie erzählen mir, daß meine EX beim Skifahren ist. Natürlich mit ihrem neuen Freund und ihrer Freundin. - der erste Stich fährt mir in die Glieder - ja sie läßt die Sau raus, sie hält ihr Versprechen, jetzt ihr Leben zu leben.
Ich sehe die Wohnungsschlüssel meines Sohnes von der neuen Wohnung zufällig in seiner Jacke. - der zweite Stich - das ist IHRE Wohnung, ja, in den gemeinsamen Wohnraum hatte ich mal Zutritt. Es erinnert gnadenlos an die Trennung.
Ich bekam ein Geschenk von meinem Sohn (und meiner EX), eine Kugel mit Schnee drin und einem alten Photo von mir und meinem Sohn sowie auf der Rückseite ein neues Photo - nicht von mir aufgenommen - mit meinem Sohn und meiner Tochter. Angefertigt von ihr. - der dritte Stich, Geschenke von der Frau, die mich in die größte Krise meines Lebens stürzte - ja, das Vater-Kind-Verhältnis muß schon gepflegt werden, damit er nicht den Kontakt zu den Kindern verliert.
Ich habe ihr schon einmal gesagt, sie soll das lassen mit den "gutgemeinten Geschenken". Ich war seit 7 Jahren in der Beziehung abgeschrieben, da brauche ich keine Geschenke mehr von ihr.
Ich lasse mir ein schönes Bild von meinem Sohn malen, das gibt mir zehnmal mehr.
Tja, und schon ist man in der allabendlichen Gedankenmühle, stundenlang. Wie werde ich nur diese Frau in meinem Kopf los. Ich schaffe es immer besser, indem ich mir vor Augen führe, welche Vorteile es bringt, nicht mehr mit ihr zusammen zu sein. Das sind schon einige... Und - ich will sie nicht mehr!!
Aber irgendwie ist es doch noch zu frisch, in meiner Lebensplanung war das Familienglück fest verankert. Das wurde nun jäh beendet. Es ist schwierig, auf einen egoistischeren Trip zu schwenken und ihn vor allem beizubehalten, wenn diese Stiche wieder nahen oder tatsächlich da sind.
Es kostet mich immer wieder Zeit, wo ich meine Gedanken ordnen muß, da meine Gefühle alles wieder durcheinandergewirbelt haben. Ich glaube langsam, nur wenn man sich einen festen Schlüsselsatz einprägt, der die Gedanken (und damit auch die Gefühle) sofort "auf Linie" bringt, werden diese Extreme etwas besser steuerbar sein.
Und - die Erfahung habe ich noch nicht - ich hoffe, daß ich das irgendwann nicht mehr brauche; daß ich keine Zeit mehr an sie und ihre Tätigkeiten/Gedanken verschwende und erleichtert wieder durchs Leben gehe.
Danke für´s Zuhören - und vielleicht gibt es hier ähnliche Fälle, welche "Schlüsselsätze oder -gedanken" haben Euch geholfen, die Extreme, die Schwankungen zu überwinden?
Gruß, Gerd