lolaby
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ich schreibe hier, um mir Luft zu machen. Auch weil ich das Gefühl habe, dass ich bei meinen Freunden kein Ventil mehr dafür finde. Hintergrund: Vor gut 1 Jahr habe ich (31) auf Geschäftsreise unerwartet eine Frau (29) kennengelernt. Aus der Entfernung und über unregelmäßige Besuche hinweg entwickelte sich etwas, dessen Status wir nie wirklich geklärt haben. Irgendetwas zwischen Freundschaft+ und Affäre (beide solo). Es war jedenfalls keine feste Beziehung, aber wir hatten täglich Kontakt und liebevollen Umgang in Wort und Schrift. Wir haben über alles reden können; für mich ist sie nach einer schweren Zeit im Privaten vor allem anderen eine Vertrauensperson geworden. Ich habe mir erst spät eingestanden, dass ich Gefühle habe (auch weil ich nichts verkomplizieren wollte) - zu einer Zeit, als sie sich bereits zurückgezogen und wohl für sich selbst entschlossen hat, dass sie nicht so weitermachen möchte. Ich habe das Gespräch gesucht, auch betont, dass ich sie als Freundin sehr schätze, aber sie wich nur noch aus und im Spätsommer zog auch ich mich irgendwann entmutigt zurück. Ende letzten Jahres kam es dann irgendwann zwar doch noch zu einem Gespräch, aber es ging nur noch um Fakten. Sie hatte abgeschlossen.
Wenig später wusste ich auch warum: Nach ihrem geplanten Urlaub im September muss sie sich neu verliebt haben. Und sie begann auch, ab Dezember keinen Hehl mehr daraus zu machen: In den sozialen Netzwerken (inzwischen überall getrennt) tauchten überall innige Bilder mit ihrem Neuen auf. Eigentlich hatte ich bis dahin irgendwie damit abgeschlossen und ich versuche mir auch immer wieder einzureden, dass ich kein Recht habe, emotional zu sein, wo nie eine "feste" Bindung zwischen uns bestand, aber dass sie das so zur Schau stellt, obwohl sie wissen sollte, dass mir das wehtut, hat mir schließlich doch das Herz gebrochen. Sie ist ein toller Mensch und ich wünsche ich ihr nur das Beste, aber dass sie mich einfach aussortiert und indirekt gegen jemand anderen ersetzt hat, macht es mir echt schwer. Auch weil sie sich gar keine Mühe gemacht hat, von sich aus einmal etwas zu erklären und mich trotz dieser Freundschaft+ einfach in Affären-Ecke gepackt hat - zu der man "natürlich" auf Distanz gehen muss, wenn man jemand neues an der Seite hat.
Lange Rede kurzer Sinn: Ich verliebe mich nicht schnell. Ich hatte bisher zwei Beziehungen, die ich rückblickend auch wirklich als solche deklarieren möchte. 1 habe ich sehr geliebt, die andere irgendwann weniger. Nun nach 6 Jahren erstmals wieder "Liebe" für jemand neues. Und auch das scheitert. Alle meine Ex-Freundinnen hatten nur weniger Monate nach der Trennung direkt einen neuen Partner, mit dem sie auch alle noch heute(!) zusammen sind. Ich komme mir vor wie eine Art "Freilos", das - kaum das man es emotional freiregubbelt und anschließend fallen gelassen hat - dazu befähigt, das eigentliche Lebensglück zu finden. Kann mich jemand verstehen? Das schreibt sich hier alles so salopp, aber mir geht es gerade wirklich schlecht und ich kann mich kaum ablenken/nur wenig schlafen. Wie und warum soll man sich überhaupt noch auf jemand einlassen, wenn es immer ähnlich endet und ich immer der Notleidende bin. ?