Jenn
Gast
ich selbst wurde vor kurzem auch verletzt, möchte aber gar nicht mehr so explizit darauf eingehen, denn ich habe beschlossen, damit abzuschließen (JA, das funktioniert (parziell)!). Immer wenn die Gedanken kommen, versuche ich, diese auf einen einzigen Satz zu reduzieren, sodass keine Endlosschleife entsteht - z.B. "Das mit Euch sollte es eben nicht gewesen sein." etc.
Eine Sache bekomme ich jedoch nicht aus meinem Kopf. Ich sehe es ja tatsächlich ein, dass Beziehungen auseinander gehen oder sich Menschen leider Gottes trotz fester Beziehungen fremd verlieben etc. Das soll wohl so sein. Aber wenn sich dann einer trennt - warum nur so respektlos und kühl? Das ist es auch, was ich hier zu 99% in den Geschichten wiederfinde. Kaum einer der Verlassenden behandelt sein Gegenüber, mit dem er mitunter Jahre verbracht oder sogar Kinder gezeugt hat, mit Respekt. Kaum einer liefert ausreichend Erklärung oder steht für ein vernünftiges Gespräch zur Verfügung wenn dem Anderen der Boden unter den Füßen weg gerissen wird. Wollen diese Menschen denn wirklich nur noch so schnell wie möglich WEG? Ist man tatsächlich lästig ab dem Moment, wo das Wort "Trennung" ausgesprochen wurde? Sicher tut eine Trennung dem Verlassenen immer mehr weh als dem Verlassenden - aber ist es nicht unsere Pflicht als Mensch, demjenigen zumindest behutsam Gründe zu nennen bzw. auch danach noch in die Augen zu sehen und zumindest einen "Guten Tag" zu wünschen? Ich verstehe das nicht. Warum wird man zu einem Menschen zweiter Klasse degradiert, der kein klärendes Gespräch verdient, sondern zu einem, der dem neuen Partner/Leben schnellstmöglich Platz machen muss?
Versteht Ihr dieses Verhalten? Ist es das schlechte Gewissen oder ist es Feigheit oder tatsächlich Gleichgültigkeit? Diese Frage treibt mich seit Wochen umher.
Danke, Jenn.