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Warum tut es so brutal weh?

P

Poco
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Hallo allerseits!

Ich bin bald 25 Jahre alt und habe grundsätzlich immer eine positive Einstellung zum Leben. Ich bitte um eure Meinung, da ich gerade einen harten Trennungsschmerz durchmache.

Ich war nun ein Jahr mit meiner nun 19 jährigen Freundin zusammen. Sie befindet sich im Matura Jahr und hat die letzte im Herbst. Bevor ich sie kennenlernte, kam ich aus einer schweren Zeit, aus der mir nur zwei gute Freunde blieben und ich sah durch das Mädchen einen Lichtblick. Sie kam gerade frisch aus einer kurzen Beziehung mit Problemen. Ich hörte ihr schon ein paar Monate zu und beriet sie. Ich sagte ihr, Liebe soll leicht sein! Dann gestand sie mir, dass sie sich dadurch in mich verliebte. Ich hatte zu dem Zeitpunkt keine Hintergedanken und fühlte mich frei im Leben, jedoch fehlte mir etwas.

Ich fühlte seit langem wieder Schmetterlinge im Bauch und ein warmes Herz.
Wir hatten viele schöne Momente am Anfang und fingen an, uns zu lieben.

Leider hatte auch sie eine Schwere Vergangenheit, die sie noch heute einholt. Ich habe einen großen Beschützerinstinkt und nahm mich ihrer an. Ich akzeptierte sie, wie sie war. Ich liebte sie, wie sie war.
Wir waren im Urlaub, lachten zusammen und hatten echt schöne Gespräche. Und wie sie mich ansah und meine Nähe brauchte, tat mir immer sehr gut. Sie ist auch sehr hübsch.

Leider übersah ich dabei, das wir bis auf ein gutes Herz und ähnlichen Humor eigentlich keine Gemeinsamkeiten hatten, kein Hobby das wir teilten und Zukunftsaussichten, die nicht zueinander passten. Doch da war ich bereits durch die Gefühle zu ihr benebelt und dachte mir, vielleicht wird das ja noch.

Seit Tag eins, schlief sie ununterbrochen bei mir und an ein "langsam angehen" war nicht mehr zu denken. Kurzerhand zog sie nach drei Monaten von ihrem Elternhaus zu mir in die Wohnung und übernahm ihren Kostenanteil. Ich war voller Euphorie, da ich das noch nie hatte. Die erste Zeit fühlte sich gut an, doch dann kamen zunehmend Diskussionen. Mir viel auf, dass sie nichts im Haushalt (putzen, Wäsche, kochen) anrührt und wollte nur, das sie sich mehr beteiligt und sich nicht ständig bedienen lässt. Nur wenn ich mich aufregte, tat sie was. Sie hatte immer die Schule, Arbeit oder die Erziehung zur Ausrede, auch wenn ich Rücksicht genommen habe, hat sich an dem Problem bis zum Schluss nichts mehr geändert. Für mich hieß das, es würde sich so schnell nicht ändern. Sie ist nicht bereit, für ein Zusammenleben.

Dann viel mir auf, dass sie sehr an ihrem Vater hängt. Ich habe selbst einen guten Bezug zu meiner Familie und bin gerne für sie da, doch bei ihr war es extrem. Sie war jeden Tag zweimal bei ihrem Vater. Wenn sie etwas wissen wollte, fragten sie mich und gleich darauf rief sie ihren Dad an, welcher das Endwort für sie hatte. Und noch dazu finanzierte sie ihren Dad ständig, weil der sein Leben nicht auf die Reihe bekommt.
Kurz gesagt, ihr Dad würde uns Beziehungstechnisch und finanziell in Zukunft belasten, was ich nicht möchte. Ich suchte ein erwachsenes Gespräch mit ihr, sie antwortete jedoch immer damit, dass sie jederzeit Ihren Vater, mir gegenüber bevorzugen würde, müsste sie sich entscheiden.

Dann war sie plötzlich nicht mehr liquide und lies mich ginanziell hängen, wo es für mich schwer war. Wir hatten Schimmel in der alten Wohnung und ich musste alles alleine bewältigen und mich noch um sie kümmern. Dann bekam ich ein gesundheitliches Problem und trotz schmerzen bin ich mit ihr wellnessen gefahren, weil sie das unbedingt wollte.
Streit nahm zu und die schönen Momente wurden immer kürzer. Kuscheln war jedoch unser Ding und das fühlte sich noch immer sicher, geborgen und sehr schön an. Wir waren beide planlos.

Vor zwei Monaten hat sie sich dann von mir getrennt. Wir haben zu viel wegen kleinem gestritten. Sie war der Meinung, ich musste nie besonders um sie kämpfen und tat zu wenig, damit das mit uns klappen konnte. Ich tat jedoch sehr viel, was sie nicht sah, weil sie, meiner Meinung nach, nur auf sie selbst schaute. Ich hörte ihr zu, massierte sie regelmäßig, war der Hausmann sozusagen und bekam manchmal Hilfe, nur wenn ich mich eben aufregte. Ich fuhr sie überall hin wenn es ihr nicht gut ging. Ich hielt sie bei ihren Launen, ihren Stress und ihren Tränen im Arm. Und trotzdem war es zu wenig? Das verstand ich nicht, trotzdem wollte ich sie noch nicht aufgeben und kämpfte um sie, worauf wir es noch einmal versuchten.

Wir stritten weniger, hatten wieder Respekt voreinander, jedoch war irgendwas anders. Wir kuschelten, schauten Filme, waren intim, jedoch war irgendwas anders. Wir brauchten uns, fühlten etwas, doch distanzierten uns unbewusst voneinander. Vor einer Woche mussten wir dann reden. So könne es nicht weiter gehen. Wir schrieben uns einen Brief und setzten uns zusammen. Es war ein erwachsenes Gespräch, eines der wenigen mit ihr. Wir waren uns einig, dass wir u.a. im Punkto Zusammenleben einfach nicht zusammen passen. Sie sagte, sie würde gerne weiterhin, hin- und herfahren, so wie es ihr passt und sich um ihren Dad kümmern und mal die Matura schaffen. Ich weiß jedoch genau was ich möchte, und das kann sie mir nicht geben. Eine Frau, die nicht alles was ich mache als selbstverständlich sieht und auch gerne mal was für mich macht. Wir haben viel versucht. Ich habe viel versucht. Aber man sollte eigentlich nicht kämpfen müssen bzw. es ist ein beschissenes Gefühl wenn das nur einer macht, oder was sagt ihr?

Ich schrieb ihr dann aus der Nachtschicht, dass es vielleicht besser wäre, dass sie zu Hause schläft. Sie verstand nicht ganz warum und überreagierte mit Hektik. Ich wollte nur zwei Tage alles überdenken und einen kühlen Kopf bewahren, weil ich absolut nicht mehr weiter wusste. Daraufhin wurde sie toxisch, meinte ich würde mich nicht für sie ändern und schrieb für sie sei es gegessen. Ich sagte dann ist es auch für mich gegessen, da sie sich nicht ein bisschen ändern will und ich es leid bin, mehr in die Beziehung zu investieren als sie. Sei meinte 400Euro für die Couch oder sie nimmt sie mit obwohl sie die letzten zwei Mieten nicht gezahlt hat. Also wurde das letzte Wort über snapchat geschrieben, was ich vermeiden wollte.

Sie kam dann ihre Sachen mit ihren Eltern holen und auch die Couch. Ein letztes mal wollte ich mit ihr reden und sagen, das ich das nie so wollte und ein Teil von mir sie immer noch liebt, aber das es so sein müsse. Vielleicht ein letzter Kuss. vielleicht eine Freundschaft. Ich habe ihr gesagt, lass uns beide gut in Erinnerung behalten und ich wünsche ihr nur das beste. Doch sie war brutal. Sie tat so, als wären wir fremde. Sie stand wichtig da und sagte, unsere Beziehung war einfach nur mehr ekelhaft. Sie wäre glücklich und hätte endlich wieder Zeit für sich, ihren Vater und ihre Freunde. Sie hatte jedoch alle Freiheiten der Welt bei mir, hat nur nichts aus der Zeit gemacht, was kann ich dann dafür. Ich glaube das war eine Trotzreaktion, doch die Worte schossen wie ein Blitz in mein Herz. Wie man eine Beziehung so charakterlos beenden kann, so eiskalt, als hätte ich nicht existiert. Das Mädchen, für das ich zu unsensibel sei?

Sie streckte mir die Hand zum Lebwohl entgegen, ich fragte nach einer letzten Umarmung. Darauf sagte sie nur "braucht sie zwar nicht aber mir zur Liebe" und tätschelte kurz auf meinen Rücken. Dann stieg sie mit guter Laune zu ihren Vater ein und fuhr weg.

Ja, ich bin gefühlvoll und genau deswegen hat mich das am Boden zerstört. Ich bekam kaum Luft. Ich vermute sie holt das noch ein, denn so habe ich sie noch nie erlebt.

Ich vermute auch, ich vermisse das, was sie hätte sein können, was aber nichts mit der Realität zu tun hat.

Viellicht könnt ihr mir helfen, los zu lassen. Ihr könnt auch gerne auf Fehler aufmerksam machen. Danke schon im Voraus!

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hotte
Zitat von Poco:
Hallo allerseits! Ich bin bald 25 Jahre alt und habe grundsätzlich immer eine positive Einstellung zum Leben. Ich bitte um eure Meinung, da ich gerade einen harten Trennungsschmerz durchmache. Ich war nun ein Jahr mit meiner nun 19 jährigen Freundin zusammen. Sie befindet sich im Matura Jahr und hat die letzte im ...

Erstmal willkommen hier im Forum..... ich glaube nicht das wir dich auf Fehler aufmerksam machen müssen denn insgeheim weißt du schon was du wissen musst, willst es dir aber nicht eingestehen (sie wirkt es auf mich).

Der drops ist gelutscht und glaub mir, du bist so besser dran. Ich glaube du hast dein schwere Lebenssituation nicht ordentlich aufgearbeitet und den trost in der Beziehung gesucht. Dafür warst du bereits über deinen eigenen GRenzen hinaus zu gehen. Als du diese dann eingefordert hast passierte was passieren muss...

Auch wenn ihr beide noch recht jung seid, würde ich sagen das man den Altersunterschied da schon merkt und das du einfach an einer anderen Stelle im Leben stehst als sie. Nimm es als das was es war.. .zwischendurch schön und ansonsten sehr lehrreich.

Und ja... wir alle trauern.. und gerade männer die sich selbst und ihre grenzen nicht achten neigen dazu übermässig zu "trauern" oder vielmehr sich in Selbstmitleid zu suhlen (ich war genau so!) Das was du jett brauchst ist weitere Selbstentwicklung. Schau mal ob es in deiner Gegend eine Männer selbsthilfegruppe gibt. Ich glaube das könnte dir helfen. Du brauchst den austausch mit echten Menschen (idealerweise fremde Menschen) von denen du ehrliches Feedback bekommst.

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A
Zitat von Poco:
Ich vermute auch, ich vermisse das, was sie hätte sein können, was aber nichts mit der Realität zu tun hat.

Und genau diese Selbsterkenntnis hilft dir beim Loslassen! Illussion vs. Realität. In der Liebe geht man oft durch die Hölle, aber du wirst es überleben. Eine Trennung ist immer besser, als in einer unglücklichen Beziehung sein Leben zu verschwenden.

#3