Zitat von Sincerite:@Fenjal und @Worrior Ich kann euch auch verstehen.
Ja, bzw. ich verstehe die Intention, den Grundgedanke.
Wobei ich bei @Worrior denke, dass er sehr gut Emotionen zulassen kann und sich nur Schutzpanzer angezogen hat um selber nicht verletzt zu werden. Bei @Fenjal bin ich mir weniger sicher, wie wirkt auf mich manchmal wie eine Maschine.
Zitat von Lukrethia: Ich sehe das so: es ist gesund, sich ab und zu im Selbstmitleid zu suhlen, traurig zu sein, den Schmerz zuzulassen, ins Kissen zu heulen usw. usf. Ich kann solche Tage bewusst zulassen
Genau so sehe ich das auch.
Wobei ich finde, dass einige Begriffe die hier Fallen, Framing sind.
Da wird aus Trauer und Liebesnummer, Selbstmitleid. Und Begriffe wie "Therapiestübchen" sind abwerten, ich finde das nicht angebracht. Wenn Fenjal meint, dass Menschen die Hilfe brauchen schwache Menschen sind, dann ist das für die jenigen ein Schlag ins Gesicht, die jahrelang funktioniert haben und stärker waren, als sie es eigentlich sind und heute genau deswegen krank sind.
Ich selber habe mal nachgedacht und überlegt wie lange ich einfach nur funktioniert habe und ich bin auf über 10 Jahre gekommen...
...und ich habe heute noch Blessuren davon getragen.
Noch heute triggern mich manche Geschichten hier so sehr, dass alles wieder hoch kommt, obwohl ich weiß das alles ist vorbei ist und ich spreche nicht von meinen aktuelle Liebeskummer...
...ich weiß, dass ich das irgendwann aufarbeiten muss und wenn dafür Hilfe brauche und diese annehme, dann lass ich von niemanden einreden, dass ich schwach sei deswegen und in Selbstmitleid versinke, etc. ich weiß was ich in den schwersten Stunden meines Lebens geleistet habe und bin das stolz drauf.
Wie dem auch sei, es gibt tatsächlich Menschen, wie zum Beispiel die frühere F+, die sich eine "perfekte" Verdrängungsstrategie zugelegt hat.
Die F+ die ich mal hatte, war so eine. Ihre Strategie war es sich alles schön zureden. Ihre Ex-Mann hat sich nach Strich und Faden verarscht. Er hat auf ihren Namen Schulden aufgenommen, sie unterschrieb immer alles ohne zu wissen was es ist, weil sie ihm vertraut hat, er hat ihr nach der Trennung nur einen winzigen Teil des gemeinsamen Hauses ausbezahlt, die Kinder sollten im Haus bleiben, eigentlich nur, damit sie Unterhalt zahlen muss und mit den Kindern hat er mehr wie eine WG gewohnt und diese in einen Loyalitätskonflikte getrieben.
Aber was macht sie? Sie weiß das alles, aber sie tut so als nichts gewesen wäre. Wenn einer Kinder Geburtstag hat, gehen sie zusammen essen und feiern zusammen, machen auf "Happy-Family", haben noch immer ein "Familien"-WhatsApp-Gruppe und spielen heile Welt...
...ihr Argument ist immer das Gleiche "wegen den Kindern"...
...und der Vater geht so "gut" mit Geld um, dass er sich manchmal Geld von den eigenen Kinder leiht. Und wenn sein Auto kaputt ist, tut sie genervt fährt ihn aber dahin wo er hin will und umgekehrt, wenn sie Hilfe braucht, tut er so als ob er grade kein Zeit hat, oder das Auto springt angeblich nicht an... ...und sie sagt, "ja ich mach das alles nur für die Kinder".
Und obwohl sie wußte, dass ich keine Beziehung wollte, meinte sie immer es fühlt sich an wie in eine Beziehung, auch wenn es keine ist.
Als ich das ganze beendete, weil sie mich intellektuell und emotional unterforderte und es gar keinen Tiefgang gab, tat sie so als würde ich schon wollen, aber ich nur keine Gefühle zulassen will um nicht verletzt zu werden
🤦♂, dabei habe ich nie einen Zweifel daran gelassen, dass ich sie nicht liebe. Sein meinte, Sie haben doch gemerkt, dass das zwischen "uns" was ganz besonders ist, obwohl sie nie mich besuchen durfte, ich auch nicht wollte dass sie meine Freunde kennenlernt - so gesehen, war es schon was besonders, aber anders als sie meinte...
...aber was hat sie gemacht, sie hat das alles Verdrängt, so als gäbe diese Fakten nicht. Ich wette, sie glaubt das immer noch, dass es was besonders war und ich die Gefühle nicht zulassen wollte und erzählt es wahrscheinlich auch so ihren Freunden.
Ihr Strategie ist natürlich unbewußt, sie hat ein schwere Last zutragen aus ihrer Biografie, sie ist in einer Pflegefamilie aufgewachsen, die sie aber nie richtig in die Familie aufgenommen hatte, zu ihr Pflegefamilie hat sie immer noch Kontakt und hilft ihre Pflegemutter viel, aber hat diese Geburtstag wird sie immer mal vergessen eingeladen zu werden...
...toll, oder? Aber sie telefoniert mit ihr als wäre nichts gewesen und ihre richtige Tochter kümmert sich einen Sch.eiß.dre.ck um sie - trotzdem ist sie das 5 Rad am Wagen und wenn diese stirbt bekommt sie nichts... ...kein Erbe.
Aber trotzdem nimmt sie alles so hin, als wäre alles OK.
Und jetzt frage ich mich, wäre für sie das "Therapiestübchen" nicht das richtige? Wäre es nicht besser sie würde sich der Situation stellen?
Meint jetzt wirklich jemand sie würde das ohne Hilfe schaffen?