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Gast
Konflikte - wenn es nicht um begrenzte Ressourcen geht - entstehen doch meist dann, wenn Verletzung/Verletzlichkeit auf Verletzung/Verletzlichkeit stösst. Solange es heftig schmerzt, ist es schwer sich in das Gegenüber einzufühlen und dadurch klarer zu sehen. Dazu braucht es erst wieder Distanz, das Abkühlen der heissesten Emotionen und des mit sich selbst, so gut es halt nunmal geht, wieder-bei sich selbst -Ankommens.
Das richtige Maß zu finden zwischen Selbstschutz/Abgrenzung und Einfühlung/im glücklichsten Fall sogar Konfliktbeilegung ist doch gerade in emotional schwierigen Zeiten mitunter eine Heldenaufgabe.
Die meisten Menschen versuchen ihr Bestes zu geben, mit ihren unterschiedlichen Möglichkeiten und Begrenzungen, Schwächen und Stärken und trotzdem sehen wir uns gegenseitig damit oft nicht, gerade dann wenn wir selbst in Not sind.
Was wäre wenn das gleichzeitig tragisch und normal wäre? Und was wäre wenn es durch die Anerkennung der Normalität leichter würde? Was wäre wenn diese Gedanken nicht naiv wären? Was wäre wenn es selbst dann helfen würde obwohl man sich für die Abgrenzung/den Selbstschutz entscheidet?
