Zitat von DerNorde: Wissenschaftlich und psychologisch kann man alles wunderbar erklären!
Aber trotzdem bleibt dieser Schmerz.
Ein paar unsortierte Gedanken von mir, und "nur" bezogen auf deinen Eingangpost:
Erstens:
Den Schmerz nicht als Feind sehen.
Der Schmerz ist ein Echo, dass du geliebt und alles gegeben hast.
Der schmerz ist da, weil du ein liebevoller, toller Mensch bist.
Versuch, ihn willkommen zu heißen, ihn möglichst "entspannt" zu erleben, er wird auch wieder weggehen, das weißt du ja inzwischen. Konzentriere dich aufs Atmen, geht nicht in die Abwehr.
Zweitens:
Was will dir der Schmerz sagen?
Einiges klingt schon an.
Ich hab alles gegeben, und es hat doch nicht gereicht.
Finde ich wieder jemanden, mit dem es so gut passt.
Bleibt der Kontakt mit den Kindern, den du so liebevoll aufgebaut hast.
Ich habe so geliebt.
...
Nimm jeden dieser Punkte ernst und betrauere ihn.
Ich behaupte mal, wenn du das meiste identifizert, ausgesprochen und betrauert hast, dann wird der Schmerz auch seltener kommen.
Und dann schau, was du in deinem Leben machen kannst, dass du da auch andere Erfahrungen machst, und diese Dinge nach und nach überschreibst.
Drittens:
Mir helfen in solchen Situationen Rituale sehr weiter.
Stell dir ein Glas auf, wo du jedesmal einen Geldbetrag x reinwirfst, wenn wieder eine Welle vorübergegangen ist. Und wenn du über den Berg bist, dann gönnst du dir davon was richtig, richtig schönes.
Schreib die Schmerzpunkte, die du oben identifiziert hast, auf kleine Zettel und verbrenn sie, während du z.B. eine kleine Räucherzeremonie mit Salbei machst. Oder sammel die Zettel und wirf sie in ein Johannis oder Osterfeuer, wenn du gläubig bist. Oder überleg dir selber etwas schönes.