Zitat von Masterslave:Es gibt unfaire, negative und schmerzhafte Ereignisse im Leben, die jeden vor grosse Herausforderungen stellen. Scheidungen, Todesfälle, ...
Um nochmal auf die Weisheit und Verbitterung zu sprechen zu kommen.
Ich muss zugeben, ich verstehe nicht wirklich was du meinst oder auf was du raus willst.
Dein Zitat von oben - da geht es doch um eine spezielle Therapieform und im Textverlauf sind die „Merkmale“ was sie speziell unter Weisheit verstehen definiert.
„gab es vor zehn Jahren wenig therapeutische Ansätze.» Die Berliner Forschungsgruppe entwickelte darum ein Konzept, das sie Weisheitstherapie nennt, eine abgewandelte Form der Verhaltenstherapie. Im modernen Forschungszweig der Weisheitspsychologie wird Weisheit als psychische Fähigkeit verstanden, die einer Person hilft, schwierige Lebenssituationen zu meistern. Für die Weisheitstherapie hat Lindens Team zehn unterschiedliche Kompetenzen beschrieben: Empathie und Toleranz zum Beispiel helfen, das Handeln anderer zu verstehen und nicht persönlich zu nehmen. Mit Humor schafft man emotionale Distanz und hat dadurch mehr Handlungsspielraum. Auch die Fähigkeit zum Perspektivenwechsel, das Aushalten von Unsicherheit oder die Erkenntnis, dass sich die Welt nicht immer um die eigene Person drehen muss, gelten als Weisheitskompetenzen. Solche Fähigkeiten tragen dazu bei, dass ein negatives Erlebnis besser verarbeitet werden kann. Verbitterungspatienten hatten in Untersuchungen signifikant weniger solcher Weisheitskompetenzen als die Kontrollgruppen.“
Hier wird Weisheit also ganz spezifischen Kompetenzen zugeschrieben, die im Rahmen der Therapie eingeübt werden(wird kurz im weiteren Verlauf des Artikels angerissen).
Die „Weisheit“ ist also nur ein Konstrukt bzw. eine Bezeichnung für eine Therapierichtung und hat - für mich - weniger mit der Frage nach Weisheit im Allgemeinen zu tun.