H2So4
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...dreht sich die spirale der gedanken. das karussell der alles vereinahmenden negativen imaginationen und hat den höllenzirkus eröffnet.
die ouvertüre zeichnet einen düsteren blick in die zukunft: ohne SIE. angst überfällt mich. SIE wird nie mehr an meinem leben teilnehmen.
wird mein leben ein schwarzes loch sein? wo findet ihres statt? ohne mich -
sofort überschlage ich mich in die vergangenheit - um nicht sterben zu müssen. da ist doch noch etwas schönes - ich verweigere mich der realität.
will SIE nicht gehen lassen. das was war - war für uns so schön - IST traurig und schön zugleich. warum IST es nicht mehr?
warum ist sie gegangen? woher nimmt sie diese leichtigkeit?
sie ist gegangen - während ich noch liebte, noch bei ihr war. ist sie bereits in den zug auf dem anderen gleis eingestiegen. ich habe nicht gemerkt, dass
der gemeinsame zug in einen sackbahnhof einläuft.
abgetrennt wie ein fischkopf, weggeschnitten wie ein karzinom. selbstwert = null. keine perspektive ohne sie. alles war als eine gemeinsame
zukunft gedacht. wir wollten doch beide .... immer.
keine träume mehr. diese leere, das so-vor-sich-hinleben. ich fühle mich beraubt.
sie war ein dieb. ein dieb, der sich mit dem mir wichtigsten heimlich, still und leise davongeschlichen hat. übrig: ein mann, der gebrochen ist,
nicht mehr versteht, an etwas gemeinsames geglaubt hat. sich nicht einreihen wollte in die schlange der multi--beziehungen-führenden. der an die einzigartigkeit mit gemau diesem menschen geglaubt hat.
nicht einreihen in die wegwerf-gesellschaft, konsumorientiert. längst übergegriffen vom materiellen auf das humanste und liebenswerteste, was wir menschen besitzen.
sie ist weg. ich begreife es in lichten momenten. doch mein gefühl verweigert sich. liebe sie noch immer, weiß, so jemand wird nie wiederkommen.
die wenigen kontakte in nun vielen monaten trennung haben es immer wieder bestätigt.
doch sie hat sich getrennt. will mich nicht mehr. hofft auf etwas besseres.
wie kann man sich da selbst etwas wert sein?
unzulänglichkeit breitet sich als überwältigendes gefühl aus. nicht gut genug sein. die besseren laufen da draussen rum, küssen sie vielleicht gerade.
während ich leide, gedanken wälze, mich zerfleische - hat sie spass und gute laune mit anderen. ich beschäftige mich noch mit uns, mit ihr - während
sie lange abgeschlossen, den deckel zugemacht hat. schon so lange.
ich mach' die augen zu.
jetzt bin ich auch dabei.ich wollte es nie, ich glaubte es nie zu sein.