Hallo Flöckchen,
eine interessante Frage, die du da aufgeworfen hast ;)
<< Was passiert, daß wenn Wünsche und Bedürfnisse in Einklang sind, man in manchen Situationen einfach anfängt zu heulen? Wenn man eigentlich keinen Grund dafür haben sollte. >>
Ist es nicht so, dass die Verwirklichung von Träumen, oder das Erreichen von Zielen uns zwar unheimlich glücklich macht, aber gleichzeitig auch Angst hervorruft?

Du hast es doch schon selber gesagt, Flöckchen:
jetzt wird alles anders, was dir wichtig war. Die Freude über das Erreichte, oder Erreichbare, und die Angst vor den Veränderungen, die dieser Gewinn uns bescheren wird, die sind es, die uns heulen lassen.
Ziel erreicht: Tränen der Freude, der Erleichterung, voller Stolz und Dankbarkeit , der Kampf und der Mut hat sich gelohnt....gleichzeitig beschleicht uns die dumpfe Ahnung, dass das ja noch nicht alles war, jetzt kommen neue, unbekannte Dinge auf uns zu...
Wir entscheiden doch jeden Tag Flöckchen, manche Entscheidungen sind unwesentlich...wie zB. zieh ich die roten Schuhe an, oder doch lieber die schwarzen?
Andere Entscheidungen aber beeinflussen unser Leben, wie zB....lasse ich mich auf diesen Partner ein? Wenn ja, was geschieht dann?? Und schon sind wir dabei, alles abzuwägen, die Vor-und Nachteile, bringt es uns Freude, bringt es uns Leid?? Was gewinne ich, was verliere ich? ???
Schau, wir haben alle unser kindliches Urvertrauen verloren, die Unbekümmertheit zu geniessen und einfach zu SEIN, wie ein Kind strahlend alles Schöne in uns aufzunehmen, und nichts zu hinterfragen.
All unsere Erfahrungen haben uns erwachsener gemacht, wir meinen, die Gefahren erkennen und abwägen zun können, warum muss es immer wieder so sein?
Warum sich nicht einfach hineinfallen lassen in dieses Megaglücksgefühl?? :-/
Geht nicht, hmm, da sind die gemachten Erfahrungen, die den warnenden Zeigefinger erheben, und uns Angst vor dem Unbekannten machen.
Aber gerade das Unbekannte ist doch sooo spannend und faszinierend, ein weiterer Schritt in unsere eigene, persönliche Entwicklung.
Entscheidungen sind oft unangenehm Flöckchen, du musst dich auf dich selbst besinnen, keiner kann dir gewisse Entscheidungen abnehmen. Willst du heute leben, frei, offen und gelassen sein? Oder lieber ein Gefangener deiner eigenen Angst bleiben?
Du musst selbst loslassen, dich der Angst stellen, niemand kann dir die Angst nehmen. Du musst dich für das Loslassen entscheiden, und dann den neuen Weg gehen, trotz aller Ängste und Kleinmütigkeit, die damit verbunden sind.
Wenn du Liebe von deinen Erwartungen und Planungen abhängig machst, dann suchst du dir ein Bild, das mit den Jahren immer konkreter und spezifischer wird. Du kannst aber dieses Bild im Leben nicht finden, weil du dich immer mehr einschränkst in deinen Möglichkeiten, je ausgefeilter das Bild von einem potentiellen Partner ist.
Also vergiss die Angst, vergiss deine Erwartungen, Befürchtungen, wirf sie alle über Bord, geh das Risiko ein geliebt zu werden, oder eben verletzt zu werden. Was immer du tust, es wird dein Leben bereichern, dir neue Menschen, Wege und Möglichkeiten eröffnen.
Und es ist okay zu heulen...vor Glück UND vor Angst...solange man nicht stehen bleibt, oder sich in seiner Tonne verkriecht wie Diogenes, weil es dort so schön sicher ist.
Und Grübeln ist auch okay, Flöckchen, auch wenn du keine Antworten findest...nur lass dich nicht von der Grübelei von deinem Weg ins Unbekannte, Ungewisse und vielleicht Wunderschöne abhalten. :D
Allles Liebe
Thilde
P.S. Carpe Diem, Wilde Flocke ;)
Alle Wege sind offen zum Horizont,
der Himmel ist hell wie dein Haar und meine Gedanken;
heute lebe ich leicht, das machst du!
Und das Heidekraut unter deinem hellen Haar,
die Sonne auf deinem weissen Körper,
auf der Haut weisse Blütenblätter.
Stimmen ziehen vorbei wie Nebelbänke,
Gedankenfetzen die nicht Fuß fassen:
JETZT lebe ich ....ja.
Meine Felder sind sommergrün heute,
so hoch die Wolken,
so weit entfernt.
Bittner