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Wie die erste Zeit nach der Trennung gut überstehen?

LLeeaa

Hallo,
ich bin ganz neu hier und hoffe, dass ich hier richtig bin. Ich habe mich von meinem Mann getrennt. Meine innere Trennung hat vor einem Jahr begonnen, mein Fehler war, dass ich ihm diesen Prozess nicht mitgeteilt habe. Es kam, wie es kommen musste, meine Entfremdung wurde immer größer. Letzten Endes habe ich mich neu verliebt. Dies habe ich ihm sofort mitgeteilt und die Trennung damit offiziell eingeleitet. Der Schmerz bei ihm war groß und auch die Versuche, mich zurückzugewinnen waren deutlich. Trotz allem bin ich bei meiner Entscheidung geblieben. Nun schaltete sich meine (!) Familie ein, zu der wir während unserer 7- jährigen Beziehung sehr sehr engen Kontakt hatten, und stellte sich ganz klar auf die Seite meines Mannes. Sollte ich diese Trennung durchziehen, verliere ich den Kontakt zu meiner Familie. Anfangs habe ich gedacht, dass dies nur eine Schockreaktion sei, da sie einen Betrug von mir nicht erwartet hätten und auch nicht wollten, dass wir uns trennen.

Nach vielen Überlegungen (auch völlig unabhängig von der Affäre, da ich mich gegen einen Kontakt entschieden hatte) habe ich die Trennung aber bestätigt, da die gemeinsame Basis mit meinem Mann aus vielen Gründen nicht mehr da war.
Meine Familie machte ernst- mein Mann zog bei ihnen ein und ich war von einem auf den anderen Tag "raus".

Ich habe gedacht, dass ich mit der Trennung viele Zwänge und Verpflichtungen hinter mir lassen werde (auch wenn es schwierig werden würde, auf einmal allein zu sein). Nun fühle ich mich schlimmer denn je, da nicht nur mein Mann, sondern auch meine Familie nicht mehr da ist.

Vielleicht könnt ihr mir ein paar hilfreiche Tipps geben, wie die erste Zeit nach einer Trennung gut vorbeigeht- ohne sich mit all seinen Schuld- und Schamgefühlen selbst zu zerfleischen.
Denn bei allem, was passiert ist: ich bin nicht stolz darauf, meinen Mann verlassen zu haben. Und dann auch noch unter solchen Umständen. Ein sauberer Weg wäre um so vieles besser gewesen.

08.06.2017 14:37 • #1


Kenneich1122


Hallo!

Meine Trennung damals von meinem langjährigen Partner erfolgte so ziemlich auf dieselbe Art und Weise, wie deine jetzt. Emotional entfremdet, ihm dies nicht gesagt, neue Liebe / Affäre kennen gelernt. Auch meine Familie hat sich damals auf die Seite meines Partners gestellt. Zwar nicht so, daß ich hätte ausziehen müssen, aber mir wurde täglich deutlich gesagt, daß das nicht richtig ist, was ich da mache. Und ich solle zum Nachdenken anfangen etc. pp.

Es wurde so schlimm, daß ich in psychologische Behandlung mußte. Nicht wegen der Trennung, die war und ist richtig gewesen. Sondern wegen der Geschichte, was meine Familie da abgezogen hat.

Als ich so weit gestärkt wieder war, habe ich meiner Familie wiederum sehr deutlich gesagt, daß dies meine Entscheidung ist und es daran nix zu ändern gibt. Es gab eben im Hintergrund Sachen, die sie nicht mitbekommen haben. Und wenn meine Mutter meint, sie muß zu einem Partner "stehen", dann soll sie doch mit ihm zusammen gehen. Es gab viele Tränen und reichlich Worte, aber es hat sich gedreht. Meine Mutter hat nach wie vor noch Kontakt zu meinem Ex. Ist auch okay. Nur das in den Himmel loben, habe ich mir verbittet. Ebenso die Erzählungen darüber, was er macht oder eben nicht macht.

Der Weg ist nicht einfach. Doch du schaffst das! Liebe Grüße aus der Ferne

08.06.2017 14:43 • x 1 #2



Wie die erste Zeit nach der Trennung gut überstehen?

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Antoninalove

Antoninalove


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Hallo Lea

Du hast das richtige getan! Man kann nicht mit einem Menschen zusammenbleiben obwohl man keine Liebe mehr empfindet, das ist für beide nicht fair. Ich finde es gut von dir, dass du den Mut hattest dich zu trennen und vor allem, dass du deinem Mann von der neuen Liebe erzählt hast. Klar nach so vielen Jahren steht deine Familie unter Schock, ich war auch 8 Jahre mit meinem Ex zusammen. Dein Mann ist sehr verletzt und wenn man betrogen oder verlassen wir, ist das nie schön. Deine Familie empfindet Mitgefühl für deinen Mann. Aber deine Familie wünscht sich sicherlich das beste für dich und darum werden sie einige Zeit brauchen aber dann werden sie sicher merken, dass es das richtige war.

08.06.2017 14:44 • x 1 #3


Keto

Keto


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Harte Geschichte.
Da gehört viel Mut dazu sich gegen die Familie zu stellen. Respekt.

Du hast dich richtig entschieden. Du musst in deinem Leben zufrieden sein und nur du bist dafür verantwortlich.
Man kann mal eine zeitlang für den Partner oder die Familie zurückstecken, aber schlussendlich hast du nur dieses eine Leben.

So. -nun zu deinem eigentlichen Anliegen. - was kannst du tun?

Ich habe mich auf Sport und Arbeit konzentriert und wenn dann noch Zeit übrig war, dann habe ich mir ganze Staffeln von Serien angeschaut, wofür man ja eigentlich immer ewig Zeit braucht oder habe mich mit Freunden getroffen.
Und natürlich habe ich mich hier im Forum angemeldet und habe mich hier durchgelesen und mitgeschrieben. Irgendwann war dann die erste Zeit nach der Trennung vorbei.
Und hätte ich dann noch Streit mit der Familie gehabt, dann hätte ich die einfach gemieden. Sie haben den Kontakt abgebrochen, also ist es auch an ihnen den Kontakt wiederherzustellen. oder eben nicht.

Alles Gute.

08.06.2017 14:45 • x 1 #4


Dutchman1

Dutchman1


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Wenn eine Ehe endet ist es traurig für beide, aber wenn einen Betrug dazu kommt, is es sehr verletzend. Die/ der betrüger hat ein neues schönes leben, wie "Augenblicklich" und die/ der Verlassene fragt sich: 7 jahre, ausgetauscht, betrogen, belogen.
Meinst du ;Der hat das verdient?

08.06.2017 15:49 • #5


unbel Leberwurs.


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Zitat von LLeeaa:
Meine Familie machte ernst- mein Mann zog bei ihnen ein und ich war von einem auf den anderen Tag "raus".


Wie darf ich mir denn vorstellen, dass er bei der "Familie einzieht"?

08.06.2017 15:53 • #6


LLeeaa


Er ist aus unserer gemeinsamen Wohnung ausgezogen und wohnt jetzt (erstmal) bei meiner Familie...

08.06.2017 21:21 • #7


Lexor


Naja, verdrängen und aussitzen führt sicher nicht an Ziel, sondern macht krank mit der Zeit. Du kannst das SchuldGEFÜHL wegtherapieren, aber die Schuld besteht unveränderlich und äussert sich langfristig, halt an anderer Stelle. Du hast unfair gehandelt und ziemlich viel Vertrauen enttäuscht und es recht bunt getrieben. Letztlich solltest Du reinen Tisch machen, also Deine Schuld erkennen und anerkennen gegenüber allen. Das kostet viel Mut und Überwindung. Aber das würde dir selbst helfen und wäre sicher der einzige Weg, aber du bist halt schon sehr tief im Loch drin. Einfach von den von dir verursachten Trümmern weglaufen und andere machen lassen ist es sicher nicht.

09.06.2017 10:34 • #8


Rosalie7

Rosalie7


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Hallo Lea,

magst Du etwas mehr darüber erzählen, warum Du Dich getrennt hats und es Deinem Partner nicht eher mitteilen konntest? Mir fehlt da ein bißchen der Kontext, um Dich zu verstehen und Dir letztendlich zu raten.

09.06.2017 16:02 • #9



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