Zitat:Ich habe vertraut und auf ein Wohlwollen mir gegenüber vertraut… eben weil wir uns vorher gut und lange kannten. Ich habe auf die Liebe vertraut- unabhängig welche Form sie in der Zukunft angenommen hätte. Ich war nicht die Geliebte, die ihn unbedingt "haben" wollte.
Auch nach einem Jahr, ist die tiefste Wunde, das völlig zerstörte Vertrauen in einen anderen Menschen.
Niemals hätte ich es angenommen, dass er mich so eiskalt abserviert-eben auch da wir uns schon so lange kannten.
Auch das hatte bei seiner Entscheidung keine Relevanz.
Liebe Pain und liebe frischgeföhnt, mir geht es genauso.
Ich bin in der gleichen Situation, nur leider ist der Bruch bei mir noch kein Jahr, sondern 3-4 Monate her.
Mein AM habe ich früher mal als meinen besten männlichen Freund bezeichnet.
Er hat angefangen mich über fast ein Jahr anzubaggern, wusste von meiner Unzufriedenheit in der Ehe, kannte alle Hintergründe, mein halbes Leben.
Ich habe fest darauf vertraut, dass ihm die Freundschaftsebene genauso wichtig ist, wie mir.
Ich habe mich nie wirklich in ihn verliebt, aber ich habe ihn immer geliebt.
Ich wusste, dass ich mit der Affäre ein Risiko eingehe, aber ich dachte, dass ich bei ihm in einer besonderen Schutzzone bin und es keinen Grund gibt, uns gegenseitig zu verletzen, solange wir nur ehrlich miteinander kommunizieren.
Der erste große Bruch: ich war sauer auf ihn, dass er mir nicht erzählt hat, dass er immer noch zig andere Affären nebenher laufen hat. Das hätte ich aus emotionalen und auch gesundheitlichen Gründen gerne gewusst.
Als ich ihn drauf angesprochen habe, hat er nur gesagt, dass unsere Vorstellungen dann eben nicht zusammenpassen. Eiskalt.
Für eine Rückkehr zur Freundschaft habe ich zur Bedingung gemacht, dass wir beide über das Geschehene reflektieren müssen. Weil es die alte Freundschaft so nicht mehr geben kann.
Seit dem hat er sich nicht mehr gemeldet, kein Wort, vier Monate fast.
Ich fühle mich so alleine mit der Situation, ich versuche zu verstehen, was das für ein Mensch sein muss, warum ich ihn als guten Freund bezeichnet habe usw. Ich dachte immer, meine Menschenkenntnis wäre gut, aber jetzt sitze ich hier auf dem Scherbenhaufen aller geplatzten Illusionen, aller lange gehegten Vorstellungen von diesem Mann.
Das Ende der Affäre ist gar nicht so relevant für mich, mir war klar, dass wir niemals zusammen ein Leben führen werden wollen.
Aber dass ich ihn so falsch eingeschätzt habe, dass er mich so wenig wertgeschätzt hat, dass er wahrscheinlich niemals ein Freund war und ich mir das immer nur alles eingebildet habe: Das macht mich fertig.
Was habt ihr gegen dieses Gefühl unternommen?