@DerTypderwo40ist
Guten Morgen,
Dein Text ist sehr gut und auch verständlich. Dafür ein Danke! Du bist sehr reflektiert. Ich glaube, an dieser Stelle bin ich noch nicht ganz.
Natürlich sollte man Menschen nicht in Schubladen stecken.
Es ist allerdings so, dass Menschen mit narzisstischen Zügen einen so auf den Kopf stellen können, dass du nicht mehr weißt wo oben und wo unten ist.
Ihr Handeln und Tun ist rational nicht erklärbar.
Du weißt nie was als nächstes kommt. Musst immer um tausend Ecken decken um ihnen irgendwie hinterherzukommen.
Leider ist Liebe für sie mit Macht über den anderen gleichgesetzt und die erkämpfen sie sich mit aller Brutalität, natürlich subtil und manipulativ. Jedenfalls anfänglich.
Du selbst verstehst gar nicht was eigentlich los ist. Du merkst nur, wie deine Lebensenergie langsam schwindet, du nur noch Knoten im Hirn hast und dir selbst nicht mehr traust, wie sich nach und nach dein ganzes Leben nur noch um deinen Partner dreht und du dich vollkommen verlierst.
Und eigentlich solltest du doch glücklich sein, denn irgendwie schafft er es dich glauben zu machen, dass er dich aufrichtig liebt.
Du hälst dich ab einem gewissen Zeitpunkt für völlig gestört und wertlos. Zweifelst dich selbst mehr an als ihn.
Es ist sehr hilfreich dem ganzen dann irgendwann einen Namen geben zu können und zu begreifen was da vor sich geht.
Und es war ja auch keine Eigendiagnose von mir.
Ich gebe dir auch Recht wenn du sagst, dass man den Fokus wieder auf sich legen sollte.
Allerdings bemerke ich bei mir immer wieder, dass ich dann sofort wieder in Schuldgefühle abdrifte. Ich verdränge komplett die Realität, alles das was wirklich gewesen ist.
Habe dann nur noch die Bilder im Kopf die er mir über die Jahre eingeimpft hat.
Die Kilometer habe ich zwischen uns gebracht, weil ich weg musste. Ich habe einfach keine Luft mehr bekommen. Alles war negativ behaftet. Ich habe mich nicht mehr zu Hause gefühlt.
Ich weiß nicht ob du das kennst.
Du hast 5 Jahre gebraucht?! Das erschreckt mich und ich hoffe, dass ich da schneller durch bin.
Ich stecke seit mittlerweile 6 Jahren in einem Dauerluebeskummer, mal mehr, mal weniger. Das darf bitte irgendwann aufhören.

Sade