Grace_99
Gast
Mein liebes @mcteapot hat mir gesagt, ich soll ihr Tagebuch nutzen. Das möchte ich nicht, es ist ihrs.
Ich bin seit dem 15.10.2017 getrennt. Einen Tag nach dem gemeinsamen Urlaub, einen Tag vor meinem Geburtstag. Via WhatsApp.
Seit Silvester keinen Kontakt mehr, aber jeden Tag im Kopf.
Seit Freitag weiß ich, das es eine Neue gibt. Wie lang schon etc. weiß ich nicht, ist auch nicht wirklich wichtig.
Ich habe, trotz der Trennung, innerlich nicht loslassen können oder wollen. Ich habe nach außen mein Leben gelebt, aber immer mit dem Gedanken, ich möchte wieder nachhause, zu ihm. Ich bin immer davon ausgegangen, dass es so wieder kommt und überhaupt nicht geschnallt, dass dies nur meine Gedanken sind und nicht seine.
Jetzt steh ich hier mit meinem Talent und weiß nicht weiter.
2017 hab ich mich von meinem Vater gelöst, mein sicherer Job wurde wegrationalisiert und der Partner ist gegangen. Ich habe ansich nur überlebt.
Ich habe 2 Kinder und dadurch eine große Verantwortung, die ich auch trage.
Ich mache eine Therapie, wo ich nur noch 7 Sitzungen habe, welche 14 tägig stattfinden, damit ich noch einen längeren Zeitraum habe. Verlängern geht nicht, Kontingent ist ausgeschöpft.
Ich habe vorübergehend in einer Firma gearbeitet, wo der Chef und Kollegen schrecklich waren. Das habe ich geändert, fange am 01.06. einen neuen Job an.
Das sind also die Eckdaten.
Nun weiß ich nicht mehr weiter.
Die schreckliche Wunde wurde aufgerissen, ich stehe sehr leer und so verletzt da.
Ich weiß nicht weiter, ja ich weiß nicht wie ich mich finden soll und mir selber das geben, was mir so sehr fehlt.
Stabilität, Anerkennung, Liebe, Halt.
Ich befinde mich in einer regelrechten Lebenskrise.
Ich habe gute Menschen um mich herum, die mich wirklich wertschätzen, gern haben und da sind.
Den Weg, den ich jetzt gehen muss, den muss ich aber allein gehen.
Ich muss begreifen, was ich auf Ex so projeziere, dass es sich so real anfühlt, da mein inneres Kind danach regelrecht brüllt.
Ich komme da nicht hinterher und verstehe es auch nicht.
Ich habe Angst, dass ich mich nicht finde, dass ich gar nicht heraus finde, wer ich bin. Das ich ihn nie loslassen werde (kann).