Nein, das hat er ja selbst nicht gesagt.
Es ist zu kompliziert, zu erklären, warum ich verstehe, dass er so unter Druck steht.
Es ist nicht nur beruflich, sondern auch existenziell, da bei Nichtbestehen einer Prüfung die Bezüge für den Monat gestrichen sind, sprich: einen Monat mit 0 Euro auskommen, diese Angst sitzt ihm natürlich auch im Nacken.
Sicher hast Du recht, mit dem was Du sagst... Ich sollte mich keinem solchen Schmerz aussetzen...
ABER! Letzte Jahr bis zur Trennung hat ER IMMER auf mich Rücksicht genommen, sich komplett nach mir gerichtet und immer meine Bedürfnisse in den Vordergrund gestellt, egal, was er wollte.
Wäre es nun nicht auch an der Zeit, mal für ihn Verständnis zu haben, für sein Ziel und das, was er dafür tun will?
Er hat NICHT gesagt, dass wir keinen Kontakt haben können. Lediglich, dass es nicht täglich sein wird, weil er jetzt schon wieder im Verzug mit lernen ist, ihm fehlen 2 von 6 Wochen für die KOMPLETTE Anatomie des Menschen. Es ist schwer zu erklären, wieso ich mir das trotz allem antun will...
Liebe... Und weil ich akzeptieren will, dass er diesen Berufswunsch hat und es möglichst gut und schnell inkl. Gewerbeschein machen will.
Er sagte selbst zu mir, wenn ich die Dinge angehe, die für mich wichtig sind: Autofahren, Beruf, Sport, Hobbies... Ich zitiere: "Du wirst sehen, die Zeit vergeht wie im Flug und dann haben wir uns wieder!"
Er glaubt wohl immer noch an mich und will mich motivieren... Warum sollte ich das nicht tun?
Vor allem, wenn ich uns/ihm keine Chance und Vertrauen entgegen bringe, kann es nicht klappen und ich werde NIE rausfinden, wie es aussieht, wenn er keinen Stress mehr hat...
Hat er gelernt, war er ohnehin immer total konzentriert und bei der Sache. Abends, wenn die Unterlagen weg waren, hatten wir eine sehr schöne Zeit!
Es kann halt leicht sein, dass er jetzt, wo ich weg bin, einfach auch die Abende wieder noch intensiver zum Lernen nutzt, so wie vor dem Urlaub...
So, das war jetzt leider etwas viel, musste aber raus...
Ich schätze einfach, ich muss mehr Vertrauen haben und mich selbst an die Aufgaben machen, die vor mir liegen und sie nicht, wie sonst, aus Angst wegschieben... Das tu ich zu gern
