Mir geht es etwas besser, der Gedanke an ihn bestimmt nicht mehr ganz so sehr meinen Alltag und Gespräche....habe das Gefühl irgendwie drüber hinweg zu kommen...aber das habe ich auch einem Buch zu verdanken, was ich innerhalb von drei Tagen durchgelesen habe. Es heisst "Schieß ihn auf den Mond", echt tolles Buch, urkomisch aber auch wahnsinnig ehrllich und hält einem die Tatsachen zum loslassen vor Augen! Ich kann es einem echt nur empfehlen in der schlimmsten Zeit nach der Trennung...
So langsam werd ich mir wieder selbst wichtig, war am Freitag mit meiner Ma in Maastricht shoppen und gestern bei Ikea ein paar Möbel kaufen...da hab ich noch was vor mir, jetzt wo ich keinen Mann mehr zur Hilfe hab

Aber ich schaff das schon.
Dennoch hören die Schicksalsschläge moment irgendwie nciht auf. Habe an anderer Stelle schon erwähnt, dass meine Schwester nun bei mir eingezogen ist und wir quasi ne WG als Übergang führen. Sie war ist letztes Jahr im Sommer schwer krank gewesen, sie hatte ne Psychose und war 10 Monate in einer Klinik, für sie kam die Möglichkeit bei mir einzuziehen wie Glücksgriff, da sie eh nen Neustart machen wollte...sie zog dann vor nem Monat bei mir ein und fing ihre Wiedereingliederung im Job an.
Ich bin froh gewesen, dass sie in der schweren Zeit bei mir eingezogen ist, da sie mir als lebendes Beispiel zeigte, dass es nach einer schweren Zeit auch wieder bergauf geht.
Wir waren über ihren Fortschritt total begeistert, dass sie wieder ins Leben gefunden hat und auch wieder arbeiten ging.
Vorgestern hatte sie ihren ersten vollen Arbeitstag und bekam in der folgenden Nacht einen Rückfall ihrer Krankheit, ich konnte sie garnicht beruhigen und sie fing an von Selbstmordgedanken zu sprechen....ich war so hilflos, da man bei einer psychischen Krankheit mit Worten einfach nicht helfen kann.
Seit gestern ist sie wieder in der Klinik und sie hat das Gefühl wieder bei 0 anzufangen...ich bin so wütend, warum jemand mit so einer schei. bestraft wird...sie hat es wirklich nicht verdient..
Gestern abend habe ihr hier in der Wohnung nur geheult, weil ich so eine Angst um sie habe und weil Freunde und Familie zwar da und unheimlich lieb sind, aber einen stützenden Partner in so einer Situation nicht ersetzen können.
Als es ihr letztes Jahr so schlecht ging, konnte mein Ex das zwar auch nciht richtig verstehen, aber er hat mich mit meinen Sorgen abends im Bett ganz doll festgehalte und beruhigt, dass alles wieder gut wird. In der jetztigen Situation fühlt man sich dann so verdammt allein
Ich wünsche mir einfach nur, dass ein ruhiges Leben wieder einkehrt und meine Schwester die Chance auf einen Neuanfang hat und ein glückliches Leben hat...ich hoffe sie kommt ganz bald wieder nach hause....