Ich sehe eine extrem einseitige Anpassung an andere Lebensverhältnisse und -vorstellungen, die würde ich niemals eingehen. Da ich sehr darauf achte, was Sprache transportiert, lese ich hier eine verunsicherte junge Frau, die zwischen Faszination und sich selbst Verbiegen so beschäftigt ist, dass sie die Kennenlernzeit kaum genießen kann. Da ist keine Augenhöhe, auch in der Entscheidungsfindung gemeinsamer Aktivitäten. Er entscheidet. Sie folgt. Wer das mag.
Liebe @Tanya, du liest dich nicht und fröhlich in deinen Erzählungen, hast du Spaß mit dem Mann, kannst du dich fallen lassen, ist du bei dir oder bei ihm? Du liest dich verkrampft, bemüht, irgendwie dominiert, fremdbestimmt.
Zitat von Tanya: Wenn wir unterwegs sind, sucht er sich schöne Restaurants aus.
Ja schau. Es ist seine Entscheidung, er beschließt, du folgst. Er sucht noch nicht einmal für dich oder für euch schöne Restaurants. Nein. Für sich. Zumindest nach deinem Empfinden. Nicht schön, oder?
Zitat von Tanya: Mir sagen teure Restaurants leider nicht viel - auch bin ich beim Essen nicht gross anspruchsvoll.
Hm. Klingt nicht danach, als würde dir das so richtig Freude bringen, als würde er dir damit eine Welt erschließen, die dich glücklich macht. Was würdest du lieber machen, wo lieber hingehen?
Zitat von Tanya: Ich fühle mich dabei nicht wohl, bzw möchte nicht das Gefühl vermitteln, ihn auszunützen.
Zitat von Tanya: Möchte einfach kein schlechtes Gefühl vermitteln, aber ich kann auch nicht immer für 250 Euro Abendessen gehen.
Das drückst du hier mittels deiner Wortwahl auch aus. Weiß er das?
Zitat von Tanya: Er hat mir jedoch schon mitgeteilt, dass er sich verliebt hat und gestern auch schon angesprochen, dass er mich bald mal seinen Freunden vorstellt.
Hm, auch das. Wird das nicht gemeinsam besprochen? Er stellt dich vor? Also nicht,
ich will, dass du meine Freunde kennenlernst oder "
ich will dir gern meine Freunde vorstellen." Seine Freunde sollen dich kennenlernen. Sprachlich zumindest daneben. Dominant. Du stehst da nicht im Mittelpunkt sondern darfst dich als Akkusativ ergänzend dazu gesellen.
Zitat von Tanya: Das gab mir einfach ein Gefühl, dass es ihm doch nicht egal ist.
Wieder Unsicherheit, keine Klarheit.
Zitat von Tanya: Allenfalls hat er da halt ne gewisse Erwartung.
Vielleicht. Vielleicht auch nicht.
Ich rate dir immer noch, hol dir deine Souveränität zurück. Gerade wenn bei dir Familie bedeutet, dass du für Kinder verantwortlich bist. Dann kannst du dich nicht in ein Chamäleon verwandeln, dass farblich angepasst allein in sein Leben eintaucht. Da muss er bei dir, sollte das Zukunft haben sollen, einfach mit eintauchen. Wenn er das nicht will, weil er ein so viel tolleres Leben hat, lass ziehen. Anpassung in einer Partnerschaft sollte nie einseitig sein.