Ylva
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Das ist mein erster Beitrag und ich habe das Gefühl dass meine Geschichte im Gegensatz zu den anderen hier ein Witz ist. Ich bitte um Verzeihung wenn ich mit meinem kleinen Schmerz eventuell eure Zeit verschwendet habe.
Ich habe einen Mann kennen gelernt in dem die Chemie auf Anhieb passte.
Er war 7 Jahre älter als ich (zudem Zeitpunkt war ich 27). Er hatte einen Sohn aus erster Ehe und war Alleinerziehender Vater, was ich sehr bewundert habe. Wir hatten regelmäßigen Kontakt, es war schön, wir hatten auch Meinungsverschiedenheiten aber wir haben uns immer respektiert, auch wenn ihm z.B Dinge beruflich verärgerten, hat er seine Wut nie an mir rausgelassen, er hat immer darauf geachtet und davor hatte ich sehr großen Respekt.
So wie es war, war es gut.
Bis zu dem einen Tag, er bekam komische Flecken am Körper, so rote Punkte die in der Haut waren, also nicht oberflächlich. Erst waren sie an einer Stelle und beim letzten Treffen waren sie quasi am ganzen Körper. Er sagte dass es Hautkrebs wäre und ich wusste nicht wie mir geschieht. Sein Leben hatte sich mit einmal um 280 Grad gedreht. Ich wollte für ihn da sein, ich wollte ihm beistehen, ich wollte auch für seinen Sohn da sein, ich wollte ihn begleiten, wenn er die Chemotherapie angefangen hätte, aber er blockte ab, er sagte; dass es besser wäre, mein Leben weiter zu leben und ich die gemeinsame Zeit als schöne Erinnerung in meinem Herzen tragen soll. Ich wollte all dies nicht hören, ich wollte diesen Menschen nicht loslassen.
Ich wollte ihn noch einmal sehen, ich dachte, dass ich ihn doch überreden könnte mit mir gemeinsam diesen Weg zu gehen. Es war nicht leicht für mich ihn zu überreden, bis er schließlich zustimmte. Wir waren drei Tage unterwegs, haben so viel unternommen, haben Sehenswürdigkeiten besucht, eine Schiffs- Rundfahrt gemacht, habe lange tiefgründige Gespräche geführt. Trotz dieser Diagnose haben wir viel gelacht, es waren unsere Tage, sie gehörten nur uns. Ich habe echt um ihn gekämpft bitte glaubt mir das, ich wollte diesen einen Mann an meiner Seite. Aber egal was ich tat, oder sagte, er bliebt hartnäckig. Er sagte, dass er die Zeit mit seinem Sohn verbringen will und er sich um 100 000 andere Dinge kümmern muss und er nicht will das ich da zu kurz komme.
Ich habe versucht all dies zu respektieren, aber ich konnte es nicht akzeptieren.
Der Abschied an diesem Tag viel mir so verdammt schwer. Ich wollte ihn nicht loslassen. Ich weinte, ich sah es an seinem Blick das es ihm auch nicht kalt ließ. Ein letzter Kuss, eine letzte Umarmung, ich werde nie vergessen wie ich damals empfunden habe. Er hat gesagt das ich nach dem Treffen einen Schlussstrich ziehen soll. Aber das habe ich versucht zu ignorieren. Ich rief ihn an, schrieb ihm, bis er seine Nr. geändert hat und ich ihn nicht mehr wieder fand.
Ich weinte mich jeden Tag in den Schlaf, litt an Stimmungsschwankungen und empfand keine Freude mehr, ich dachte das der Kummer mit der Zeit vergehen wird, weil Liebedkummer bekanntlich nach einer Zeit verblasst. Ich hatte versucht ihn über Instagram zu erreichen. Aber da war er nicht mehr aktiv. Nach 4 Monaten viel mir dann auf das er 'Frauen' folgt, die Anzahl seiner Abonnenten veränderte sich, aber er ignorierte meine Nachrichten bis heute. Ich komme einfach nicht drüber hinweg. Ich vermisse ihn, ich kann unsere gemeinsamen Fotos nicht löschen, alles was mich mit ihm verbindet kann ich nicht wegwerfen. Ich meine, warum folgt er anderen Frauen in Instagram wenn er sagt dass er sich um seinen Sohn und seine Chemotherapie kümmern will?
Habe ich das recht mich darüber aufzuregen, das er mit mir abgeschlossen hat? Ich mein, er kann ja machen was er will, ich habe keinen Einfluss auf sein Leben, aber es tut so weh all dies zu sehen. Es ist ein Jahr vergangen und ich fühle den Schmerz an jedem verdammten Tag.
Wie kann ich am besten damit umgehen?
Danke für eure Aufmerksamkeit