Hallo Helen,
Du hast in Deinem letzen Beitrag geschrieben, dass Dein Freund wegen der schweren Erkrankung seines Vaters schon seit einiger Zeit "neben sich steht".
Ich kann mir gut vorstellen, dass er Dich nicht absichtlich im unklaren lässt darüber, warum seine Gefühle zu Dir "nicht mehr reichen", sondern wirklich keine konkreten Gründe dafür benennen kann bzw. nicht sagen kann, was genau sich hätte ändern müssen um die Beziehung noch zu "retten".
Krankheit oder (drohender) Tod von Freunden und Angehörigen können tiefe Einschnitte im Leben sein und weitreichende Denkprozesse auslösen... man beginnt, vieles zu hinterfragen, sein bisheriges Leben neu zu bewerten, seine Ziele zu überdenken. Irgendwo in diesem Prozess kann auch der Wunsch entstehen, etwas zu ändern... nicht mehr einfach so weiter zu machen wie bisher, sein Leben neu zu ordnen. Die (Werte-)Welt verschiebt sich und das alte Leben passt nicht mehr dazu. Das kann dann leider auch die Beziehung und bisherigen Zukunftspläne mit dem Partner einschließen.
Ich weiß nicht, ob das auf Deinen Ex so zutrifft... aber letztlich wird Dir so oder so nichts anderes übrig bleiben als zu versuchen, die Trennung zu akzeptieren.
Zitat:Wie soll ich wissen was ich in Zukunft anders machen muss?
So sehr es schmerzt... mit DIESEM Mann wird es keine gemeinsame Zukunft mehr geben. Und Deinem nächster Partner sind vielleicht ganz andere Dinge wichtig... der hat vielleicht andere Bedürfnisse und liebt möglicherweise genau die Dinge an Dir, an denen Dein Ex sich "gestört" hat. Versuch also, Dir nicht all zu viele Gedanken darüber zu machen, was an Dir "falsch" ist, was Du ändern müsstest um den nächsten Mann länger zu "halten".
Ein paar grundsätzliche Themen gibt es natürlich, wie man die Chance auf eine gelingende Beziehung verbessern kann (Betonung auf
Chance, eine Erfolgsgarantie gibt es leider nie). Sich damit mal auseinander zu setzen kann lohnenswert sein... aber momentan bist Du vielleicht noch zu sehr in Deinem Schmerz verhaftet um dafür den Kopf frei zu haben.