Lila1
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Nochmal kurzer Sprung zurück, die kleine kam auf die Welt und ich bin zur über-mutter mutiert. Mein Mann liebt es 5-10 Leute an seinen freien Tagen einzuladen und für sie zu kochen. Ich sagte ihm oft, das mir das zu viel ist. Aber er hat nie auf mich Rücksicht genommen. Sein Verhalten war eigentlich alles andere als nett. Aber ich dachte natürlich er liebt mich und ich ihn und das man Kompromisse eingehen muss und um so älter die kleine wird, es sich auch wieder ändert. Was ich noch erzählen muss ist, dass er als Barkeeper täglich ab 16:30 Uhr arbeitet und natürlich jeden Tag bis ca. 11 Uhr ausschlafen muss. Ich hatte den ganzen Tag die kleine. Es war alles so stressig. Wann hätte ich denn ich sein sollen? Ich hätte keine Minute Zeit mal nachzudenken. Erst als ich zwei Wochen Urlaub hatte und die Nächte besser würden, merkte ich, dass sie Beziehung nicht mehr gut läuft. Wir total aneinander vorbei leben. Eine Ehe nicht einen Tag gelebt wurde und ich einfach nur todunglücklich bin. Und das war er auch. Er plante mich nicht mehr in seine freizeitaktivitäten ein. Ich hörte auf in seiner Welt zu existieren.
Naja. Dann kurz vor Weihnachten mussten wir aus unserer Wohnung ausziehen weil wir seit Mitte Oktober einen Wasserschaden im Schlafzimmer hatten, es alles nass und verschimmelte! Es war so schlimm! Er meinte er reagiert auch auf den Schimmel allergisch. (Er ist ein kleiner Hypochonder) Ich bin zu meinen Eltern mit der kleinen und er zu seiner Mutter. Er sollte sich klar werden, was er will. Seine Mutter war 6 Wochen auf Kur. Somit hatte er endlich seine Ruhe, könnte machen was er wollte und musste sich nicht mehr mit mir, der Wohnung oder sonstigen Problemen rumärgern. Könnte schlafen, essen und zum Sport wann er wollte.
Mir ging es natürlich unglaublich schlecht und dann starb noch meine Tante, sie war wie meine zweite Mutter. Ich hatte wirklich den Glauben an Gerechtigkeit und an das Gute in der Welt verloren. Die Familiengeschichte meines Mannes ist auch abgrundtief gestört. Das erspar ich euch jetzt wirklich. Er hat seit Mai eine eigene Wohnung und ist komplett ausgezogen. Der kleinen zur liebe bin ich sehr nett zu ihm, auch wenn ich ihn am liebsten überhaupt nie wieder sehen würde. Mein Dilemma ist wirklich, dass ich ihn jede Woche sehen muss. Dann bin ich zwei bis drei Tage allein und das treibt mich immer in ein tiefes Loch. Ich versuche alles, Sport, Wellness, treffe mich mit Freunden aber manchmal hab ich einfach keine Kraft und überlege mir wie ich jetzt weiter leben soll. Ich weiß es nicht. Am liebsten würde ich gar nicht mehr leben. Alle um mich herum leben in glücklichen Beziehungen, heiraten, bekommen Kinder und ich muss mich nach 6 Monaten ehe wieder scheiden lassen. Obwohl er das doch alles wollte und wir es nicht mal probiert haben etwas an unserer Situation zu ändern. Ich bin mir sicher, dass wir wieder glücklich hätten werden können. Denn grundsätzlich waren wir das ja irgendwann mal. Ich kann das einfach alles nicht verstehen. Es tut so unglaublich weh. Natürlich hab ich ihn wohl auch vergrault und bin schuldig ihn nicht glücklich gemacht zu haben. Wie kann man denn sich von dieser Last auf dem Herzen befreien? Wie kann ich nur diese seelischen Schmerzen los werden?