sadlittlegirl
Mitglied
- Beiträge:
- 10
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 3
- Mitglied seit:
ich bin ganz neu hier, und fühle mich noch relativ unwohl dabei, mich hier so zu offenbaren, aber ich hätte gerne ein paar objektive Meinungen...
Ich bin w24 und Studentin. Ich weiß schon ein paar Jahre, dass ich unter Borderline leide, dementsprechend fällt es mir relativ schwer, meine Beziehung objektiv zu betrachten und ich sehe oft Probleme, die nicht da sind.
Mein Freund (er ist 31) und ich kennen uns seit etwas mehr als einem Jahr, Am Anfang war alles übertrieben fantastisch, wir hatten schon immer viel Kontakt, obwohl wir eine Fernbeziehung führen, wir schlafen jeden Abend zusammen am Telefon ein, schreiben den ganzen Tag über und wenn wir uns sehen unternehmen wir auch viel gemeinsam und so. (ja ich weiß, jetzt kommen welche und finden das einschlafen zusammen am Telefon nicht so gut... und ehrlich gesagt kann ich das auch verstehen
Seit einer ganzen Zeit lang haben wir öfter Streitereien, die zunehmend schlimmer werden und verletzender. Diese passieren nur über Handy, wenn wir uns sehen streiten wir nie so schlimm, es fällt nie ein böses Wort, niemand wird laut usw. Ganz anders sieht das leider aus, wenn wir dann nur schreiben...
Letzte Woche hatten wir bislang den schlimmsten Streit.. Ich hatte ihm etwas gezeigt was ich gefunden hatte im Internet, für mich mehr eine lustige Sache aber er hat anscheinend den Witz nicht verstanden, dachte ich kontrolliere ihn und hat mir auch nicht geglaubt als ich es erklärt hatte. Der Streit dauerte einen ganzen Tag lang (sonst nur ein paar Stunden maximal) und endete damit, dass er mir irgendwann, weil ich ihn angerufen hatte, weil er nicht von der Arbeit heim kam, nur schrieb er sei unterwegs und er wolle nicht telefonieren. Ich muss dazu erklären, dass es für mich ganz besonders schlimm ist, nicht zu sagen wo man ist, wann man heim kommt usw., besonderes, wenn es Streit gibt. Und ich habe ihm den Grund extrem oft erklärt und er meinte auch immer er versteht es und er würde es nie tun. Es ist dann aber doch passiert. Seitdem geht es mir sehr schlecht, ich fühle mich wahnsinnig hintergangen, obwohl er dann doch direkt nach Hause gekommen ist. Aber ich finde es ziemlich gemein, so mit meinen Ängsten zu spielen. Ich habe das Gefühl, für mich hat sich an diesem Punkt etwas verändert.
Wenn wir nicht schlimm Streiten ist er wirklich der liebste Freund. Er sagt mir jeden Tag, dass er mich liebt, er meldet sich immer bei mir, er kümmert sich um mich, hilft mir bei Dingen um die ich ihn bitte und er macht mir oft Geschenke, die er sich eigentlich gar nicht leisten kann (ich finde das sehr süß, aber ich verlange es natürlich nicht!).
Am Anfang hatten wir im Bett keine Probleme. Jetzt ist es etwas mehr problematisch, da ich ihn eine Zeit lang öfter zurück gewiesen habe und er daraufhin eine Erektionsstörung entwickelt hat. Er gibt mir zwar zu verstehen, dass er gerne mit mir möchte, aber öfter passiert leider nichts. Es wäre jedenfalls eine Mischung aus der vielen Zurückweisung damals, den Streits zwischen uns und sehr viel Stress auf seiner Arbeit aufgrund einer Umstrukturierung.
Ich hab oft meine Ängste geäußert, dass ich Angst habe, ihn zu verlieren. Er meinte aber immer, dass es unbegründet ist, er mich sehr lieben würde und dass er mich nie verlassen würde. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass sich unsere Beziehung in eine Richtung verändert, die ich nicht möchte.
Also meine Frage
Übertreibe ich? Sind meine Ängste begründet? Was kann ich tun, damit wir nicht mehr so schlimm Streiten?
Vielen Dank für eure Hilfe!