Struppes
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Hier meine ungewöhnliche Geschichte:
Ich fühle mich verlassen obwohl ich noch in einer Beziehung bin.
Wir lernten uns vor 23 Jahren kennen, Altersunterschied 27 Jahre. Haben nie zusammen gewohnt, hat einfach nicht geklappt, weil er noch ein junges Kind zu versorgen hatte.
Trotzdem waren wir meistens zufrieden und glücklich. Wir überstanden seinen Suizidversuch und auch sein großes Alk.. Die Kinder wendeten sich dann immer von ihm ab, ich blieb. Irgendwann näherten Sie sich wieder an.
Bis er anfing mit Junior ein Haus zu renovieren. Für uns wollte er dort eine Wohnung bauen. Ich sagte von Anfang an dass ich nicht mit Familienanschluss unter einem Dach Leben möchte. Ich wollte und will ihn für mich. Er machte trotzdem weiter und wohnt nun dort. Das alleine hat mich schon traurig gemacht. Wir stritten darüber viel. Doch im letzten Sommer traf es uns noch härter; er erlitt eine Hirnblutung und dadurch bedingt einen Schlaganfall.
Doch selbst jetzt lässt er nicht zu, dass wir endlich zusammen kommen und ich mich um ihn kümmern darf. Er lebt dort und ich ein paar Kilometer weiter in meiner kleinen Wohnung. Durch seine Erkrankung kann er kein Auto mehr fahren und ich habe einen Horror vor dem fahren, tue es aber ihm zuliebe, weil wir uns sonst nicht mehr sehen könnten.
Ich hasse es dort hin zu fahren, dort sein zu müssen. Dort zu schlafen. Und er will nicht mehr dort weg obwohl es alles andere als harmonisch dort ist. Hat alle Therapien da.
Mein Leben ist so fremdgesteuert geworden, sowas wollte ich nie. Aber ich habe gar keine Kraft mehr mich gegen irgendwas zu Wehren. Komme mir überflüssig vor und bin dort auch nur geduldet. Das spürt man. Konsequenz wäre sich zu trennen, aber ich kann es verdammt nochmal nicht. Bin das personifizierte schlechte Gewissen, ängstlich was seinen Gesundheitszustand angeht (habe Angst dass er noch kränker wird wenn ich ginge) und das allerschlimmste ich liebe diesen Mensch imme noch.