
Oh jeh!
Ich fang mal mit dem Wichtigsten an: Du trägst Verantwortung für Dich und Dein/Euer ungeborenes Kind. Deshalb ist entscheidend, dass Du Dich stabilisierst und Deine Gesundheit nicht von von dieser … ja was? Affäre? Beziehung? abhängig machst. Klar ist das leichter gesagt als getan, aber es geht jetzt nicht mehr nur um Dich, sondern um ein Kind, das in dieses Chaos (zumindest von Dir gewollt) hinein geboren wird.
Eine Schwangerschaft entbindet jedoch nicht von Empathie und ich bin doch ziemlich bestürzt darüber, wie Du darüber hinweg wischt, was das alles für seine Frau und Kinder bedeutet.
Zitat von Friesian: Die nächsten Tage fand Psycho-Terror von ihr und seiner Mutter statt, wie er denn seine Familie verlassen könnte.
Der arme Mann. Er musste Psychoterror aushalten, weil aufgeflogen ist, dass er seine Frau mit Dir beschissen hat und sich ein paar Takte anhören? Ach was…
Zitat von Friesian: Nun drang auch zu mir durch, dass sie noch gar nicht ausgezogen sei, sondern das dann tatsächlich in dieser Woche erst passierte. Ich fuhr hin, um ihn zur Rede zu stellen, tat dies auch schon am Telefon. Er beteuerte mir, dass er sich nicht getraut hat, mir zu sagen, dass er sich nicht rausbekommen hat und auch durch die Kinder nicht bösartig vor die Tür setzen wollte.
Ja guck. Erst traut er sich nicht, seiner Frau zu sagen, dass er sich trennen will. Dann traut er sich nicht, Dir zu sagen, dass er sich nicht von seiner Frau getrennt hat.
Großzügig von ihm - und von Dir, die Du ihm all das geglaubt hast -, dass er seine Frau nicht bösartig vor die Tür setzen wollte. Okay - hätte er auch gar nicht gekonnt, weil es die eheliche Wohnung ist. Da gibt es jetzt keine Gutmenschpunkte für ihn. Du hättest es aber auch wissen können, sowas kann man sogar googeln.
Zitat von Friesian: Ich verbrachte 10 Tage dort mit ihm in denen wir ganz normalen Alltag verbracht haben. Von Arztterminen über Einkauf, gemeinsames Kochen, Aufräumen der verwüsteten Wohnung und Kennenlernen einzelner Familienteile von ihm. Bis sie dann eine Woche später vor der Tür stand und es mitbekam, dass ich da war.
Und Dir war es nicht zu blöd, im noch warmen Bett der Ehefrau zu schlafen oder zumindest auf ihrer Couch zu sitzen? Für mich ist ja sowas der Gipfel der Geschmacklosigkeit - von ihm genauso wie von Dir!
Zitat von Friesian: Ihn hat es erschüttert, aber er war froh, dass es jetzt endgültig alles offen war und auch sie ihre Sachen nun endlich alle ausgeräumt hatte. Natürlich nicht die feine Art, die er eigentlich das ganze Jahr angestrebt hatte, aber besser als wenn dieses Lügen und das Hin und Her mit ihr weiter gegangen wäre.
Es hat ihn erschüttert… ich fass es nicht! Nein, die feine Art war das nicht. Von Dir nicht (die Du schon mal das Revier bepinkelt hast), nicht von ihm. Er hätte vermutlich lieber weiter gelogen.
Zitat von Friesian: Er spielt dort wieder auf heile Familie, doch seine Frau weiß von der Schwangerschaft noch nichts.
Nee Moment - er lügt ja weiter

Was für ein Hauptgewinn, dieser Mann!
Zitat von Friesian: Aber ich kann die Liebe zu ihm nicht abstellen, diese Gefühl, was wir zueinander hatten, wie wir geredet haben, wie wir besonders über die Entfernung dennoch eine unglaubliche Intimität, vertraute Beziehung und tolle Verbindung zueinander aufgebaut haben.
Was genau liebst Du an ihm, wenn Du Dir mal sein tatsächliches Verhalten anguckst? Wo ist er denn jetzt, wie läuft Eure „tolle Verbindung“ denn real ab? Nee, FaceTime-Anrufe und Telefongesäusel lasse ich nicht gelten. Wie oft war er mit zu Vorsorge- und Ultraschalluntersuchungen, streicht er schon das Kinderzimmer, diskutiert Ihr über Namen fürs Baby, habt Ihr bereits nach einem Kinderwagenmodell geguckt?
Also all das, was glückliche werdende Eltern gemeinsam machen?
Ich würde an Deiner Stelle nicht darauf setzen, dass es sich schon Fügen wird, wenn das Kind erst da ist.