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Wieso bin ich mir mit ihm manchmal so unsicher?

wookie1717

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Hey, ich bin jetzt seit 3 Monaten mit meinem Freund zusammen und ich erkläre erstmal bisschen wie es bei uns so abkläuft.. wir sehen uns nicht oft. Meistens nur 1 mal im Monat.

Wir schreiben jeden Tag und telefonieren. Bevor wir zusammen gekommen sind haben wir uns natürlich schon gesehen. Das liegt daran das wir, wegen Schule und seiner Arbeit/Ausbildung in der Woche keine Zeit haben und Sonntage nicht gehen da seine Mutter (ne Klatsche hat) an Sonntagen ihre ach so tollen Familienabende macht. Sie verbietet ihm vieles, droht ihm mit Rausschmiss und gibt ihm keinen Halt egal in welcher Lebenslage er sich befindet oder was er durchmacht. Und dann kommt sie immer mit Familie ist so wichtig.. Sonntage sind nur für die Familie bla bla. Wenn er sich nicht an ihre Regeln hält wird er vor die Tür gesetzt so läuft das da und sie macht ernst weil sowas schonmal bei denen passiert ist. Aus diesem Grund bleiben uns nur die Samstage weil er ja auch nicht hier übernachten soll, ich allerdings auch nicht bei ihm wie sie sagt. -.- Da muss ich wohl nicht viel zu sagen oder :'D
Ich bin auch noch Jungfrau. Was für manche vielleicht ein Schock ist weil ich 17 bin. Ich bin in der heutigen Zeit n Spätzünder. Aber ich will mir sicher sein mit wem ich es mache und mich bei ihm wohlfühlen. Deshalb hatten wir auch noch nicht. Weil ein Samstag im Monat meiner Meinung nicht reicht um die nötige Nähe und vorallem die nötige Zeit dafür zu haben. Das stresst mich und nimmt mich auch ziemlich mit. Es ist auch meine erste Beziehung und ich hatte auch nicht geplant das mein erster so weit weg wohnt, aber ich will nunmal nur ihn... wenn wir uns treffen zumindest, und jetzt komme ich erst zu meinem richtigen Problem.

Sobald ich ihn küssen kann und er seine Arme um mich legt fühle ich mich so sicher und geliebt und will am liebsten nie wieder weg. Doch ungefähr zwei Wochen nach unserem Treffen packen mich die Zweifel und ich denke übers Schluss machen nach. Da kann mir keiner erzählen dass das normal ist.. er ist ein sehr sensibler und einfühlsamer, freundlicher, zärtlicher und liebevoller und lustiger Mensch und deswegen habe ich mich auch in ihn verliebt. Aber er ist auch ziemlich anhänglich und abhängig von mir.. das habe ich aber erst gemerkt als wir zusammengekommen sind. Er sagt mir jeden Tag das er mich liebt. Oft. Zu oft. Er schreibt und sagt auch öfters das er Angst hat mich zu verlieren, das ich der einzige Grund bin für den es sich zu leben lohnt und das er mich nie mehr verlassen wird. Das macht mir aber Angst ich fühle mich dadurch unter Druck gesetzt.. Es ist quasi wie eine Verpflichtung. Wenn ich ihn verlasse, hat er niemanden mehr, Freunde sind ihm ja auch nicht wichtig bzw. er hat keine richtigen Freunde. Nur Arbeitskollegen oder die Freunde von seinem Bruder mit denen er sich von alleine aber auch nicht treffen will weil er früher nur schlechte Erfahrungen mit "Freunden" gemacht hat. Sie haben ihn nur ausgenutzt. Seine Familie steht ja auch nicht hinter ihm. Ich und höchstens noch seine Tante sind seine einzigen Bezugspersonen und ich komme mir vor wie ein einziger fetter Balken der ein einstürzendes Haus zusammenhält. Ich hoffe das ist verständlich ausgedrückt.

Ich komme mir verpflichtet vor, mich um ihn zu kümmern, ihn zu trösten und für ihn da zu sein.. ihn nicht alleine zu lassen. Es gibt jeden Tag einen Grund weswegen es ihm nicht gut geht und das macht mich natürlich auch traurig.. was ich ihm aber nicht sage ich will ihm ja auch helfen aber manchmal nervt es einfach nur weil er dadurch meine gute Laune runterzieht. Klingt mies aber ich glaube das kann man nachvollziehen. Ich habe ihm schon einmal gesagt das ich diese Zweifel habe weil wir sonst auch über alles reden. Und er hatte daraufhin Angst das ich ihn verlasse und hat dann aber gesagt das diese Zweifel mal kommen und das das nur daran liegt das ich ihn vermisse aber vermissen fühlt sich anders an das weiß ich.. Ich will einfach Meinungen hören. Offen und ehrlich. Dafür bin ich ja hier. Ich weiß einfach nicht wie ich damit umgehen soll das ich ihn mal liebe und das ich andererseits aber auch so oft Zweifle und auch übers Schluss machen nachdenke.. aber dieser.. klingt doof aber es ist denke ich so, dieser Beschützerinstinkt hält mich davon ab. Er macht mir sogar Angst ihn alleine zu lassen weil ich nicht weiß ob er sich dann überhaupt noch was aus seinem Leben macht. Ich möchte einfach nur Meinungen und Ratschläge, wenn möglich, von euch hören und wäre wirklich dankbar dafür.

Lieben Dank schonmal:)

09.05.2015 00:39 • #1


Astralabius1

Astralabius1


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Hi wookie (Star-Wars-Fan? ),

okay, ich versuche mal meine Meinung als Mann widerzugeben. Tendentiell schreibe ich immer etwas viel - lass dich davon nicht abschrecken

Das mit seiner Mutter ist natürlich schlecht! Das klingt für mich aber auch so, dass sein Vater dann auch nicht viel zu melden hat. Kann er nicht offen mit seiner Ma reden und sagen, dass er eine Freundin hat und auch gerne Zeit mit ihr verbringen möchte? Ich bin kein Psychologe (naja ein bisschen hobbymäßig belesen bin ich da schon ^^), aber für mich klingt das - so wie du es beschreibst - als ob seine Mutter nicht loslassen kann. Und ihn zu sehr an sich bindet. Das Kinder nun mal auch erwachsen werden, ist für einige Mütter und Eltern an sich, nicht soo leicht. Dieser Abnabellungsprozess. Und dein Freund muss definitiv lernen "seinen Mann zu stehen" und den Eltern klar machen, dass er erstens kein Kind mehr ist, und zweitens sollen sie ihm verdammt noch mal seine eigenen Erfahrungen machen lassen! Sie werden doch wissen, dass sie ihm vertrauen können. Oder?
Manche Eltern machen ihre Kinder dann auch zu abhängig von sich in ihrer übertriebenden Liebe, die dann - es soll nicht so verallgemeinernd klingen wie es das gleich tut - nur eine eigener Schrei nach geliebt-werden-wollen der Eltern sein könnte. Manche kommen einfach nicht klar, wenn die Kinder gehen. Weil das bedeutet, dass etwas zu Ende geht und man seine bisherige Aufgabe als "Mutter" oder "Vater" reduzieren muss, was jahrelang der Lebensinhalt der Eltern war. Einige lieben ihre Kinder auch überschwenglich, um ihren eigenen Narzissmus zu befriedigen. Oder die Motivation Macht über etwas zu haben, bzw. Besitzansprüche. Eine herrschsüchtige, narzisstische Frau hat es da nicht so leicht und sie tut dies ja nicht absichtlich (nach Erich Fromm, Psychologe, Soziologe und Philosoph ^^"). Aber da hilft alles nichts: Dein Freund muss lernen, für das einzustehen, was er möchte! Er muss wachsen und eine eigenständige, unabhängige Person werden. Und seine Ma oder beide Elternteile, müssen lernen das Kind in der Entnabelung zu unterstützen und es nicht daran zu hindern. Meiner Ansicht nach.

Übrigens finde ich nicht das du ein "Spätzünder" bist, das erste Mal sollte schon ganz entspannt und den eigenen Vorstellungen entsprechend ablaufen. Immerhin, muss man es am Ende vor sich selbst rechtfertigen. Meine erste Freundin hatte ich erst mit 20! (davor immer so Romanzen... ^^") also: kein Stress und nicht unter Druck setzen lassen. In dem Moment, wenn dein Kopf ausschaltet und du dir nur denkst: "Jetzt" dann passt es.

Sooo... weiter im Text:
Also meine letzte Beziehung war auch eine Fernbeziehung. Während ich bei ihr war, lief es immer sehr liebevoll und harmonisch. Man war glücklich. Aber immer als ich zu Hause war, kamen in mir auch Zweifel auf. Wie bei dir. Das liegt daran, dass dann einfach der Verstand übernimmt, da das Objekt der Begierde aus dem Sichtfeld verschwunden ist. Ich finde Fernbeziehungen schwer... aber da gibt es genug Threads hier, die diese Thematik zum Gegenstand haben. Da wirst du gute Tipps finden, hoffe ich. Meine Ansichten sind da eher düster, aus meiner Erfahrung heraus. Meine erste Freundin war eine 50km-Fernbeziehung, und meine dritte Ex eine 90km-Fernbeziehung. Alle beiden liefen mehr oder weniger vier Monate. Meine zweite Freundin lebte mit mir in der gleichen Stadt und sie lief fünf Jahre! Man kann daraus nicht repräsentativ ableiten, dass das bei allen so sein muss... einige können das gut. Ich nicht. Wie du damit umgehen kannst, lernst du gerade erst. Aber lass dich von mir nicht entmutigen

Zu deinem "Verpflichtungsgefühl" deinem Freund gegenüber: Mir scheint, dass er irgendwie kein so rechtes Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein besitzt. Was nicht wunder nimmt, wenn man sich die Mutter-Kind-Beziehung vor Augen führt (wie du sie schilderst). Im Prinzip sind seine Abhängigkeiten dir gegenüber genau das, was das Symptom ist. Die Ursache seiner Abhängigkeit liegt in seiner Familie. Er scheint ja eine mutterzentrierte Person zu sein. Weil - deiner Schilderung nach - sie einfach sehr dominant ist. Er scheint emotional noch sehr kindlich an seiner Ma oder generell an der Familie dadurch gebunden zu sein. Er fühlt sich noch wie ein Kind, er sucht nach mütterlichen Schutz und Geborgenheit, Wärme, Fürsorge und Bewunderung... er sagt dir oft, er liebe dich. Das sind so gewisse Zeichen einer noch recht kindlichen Reife. Also... mhm... das Bild der Liebe ist eh - in meinen Augen - etwas übertrieben. Viele sagen es viel zu früh. Und denken Liebe sei immer harmonisch und so... dabei bedeutet sie Arbeit und meist auch Streitigkeiten und Konflikte.
Es gibt einen Unterschied zwischen Liebe und Verliebt-sein. Hab in meiner ersten Beziehung auch oft gesagt "ich liebe dich"... aber in Wahrheit hatte ich nur Verlangen nach ihr und war verliebt. Liebe reift. Über Jahre hinweg.
Also... es ist pseudo-psychologisch, aber die Grenzen verschwimmen. Ich bin generell der Ansicht, dass seine Mutter ihn in seinem Reifeprozess, durch Androhungen des Rausschmisses, unterdrückt. Dadurch bindet sie ihn an sich. Und wer hat schon Spaß an irgendwelchen bekloppten Spieleabenden, wenn das doch nur Farce ist und der Befriedigung desjenigen der wie verrückt daran festhält dient, obwohl nur er bzw. sie Spaß daran hat - ist das nicht narzisstisch?

Was du nun brauchst ist Geduld. Und das ihr offen und ehrlich miteinander umgeht ist gut! Wirklich sehr gut. Dann sage ihm auch, dass er lernen muss, für sich eigenständig umzugehen und auch an sich arbeiten muss. Konsequent sein muss und auch für euch beide einsteht vor seiner Familie!
Was er mit Freunden erlebt hat, tut mir Leid, vor sieben Monaten wurde ich auch von einigen Freunden im Stich gelassen und - so hart es klingt war es das auch - verraten. Mit denen habe ich aber nichts mehr zu tun und habe viele Bekannte. Aber "nur" sechs wirklich gute Freunde, die mir die wichtigsten Personen im Leben sind. Bei denen ich sein kann wie ich bin und die einfach da sind, in guten und schlechten Zeiten.
Vllt. sollte dein Freund lernen, mehr aus sich heraus zu gehen und neuen Freundschaften aufgeschlossener gegenüber zu werden. Indem man sie reifen lässt. Er wird ja ähnliche Intressen mit seinen Mitauszubildenen besitzen. Dann hat man ja schon ne Gesprächsgrundlage. Irgendwann fragt man mal, ob man Lust hätte zusammen zu zocken, oder weg zu gehen. Und dann lernt man sich besser kennen. Aber man darf anfangs einfach nicht zu viel erwarten, sondern sehen, was kommt. Eben aufgeschlossen sein.

Und du, lass dich nicht unter Druck setzten. Bleib cool, aber bestimmt. Lass dich nicht in die Täterrolle stecken, dass er nur dich als Lebensinhalt hat usw. > das setzt dich unter Druck und drückt die Stimmung. Sag ihm das. Sei ehrlich.
Und sage ihm, dass er aus sich selbst heraus sein Leben in die Hand nehmen muss. Das er eigenständig handeln muss und sich nicht zu abhängig von anderen machen soll.

Das ist so die Quintessenz meines Textes. Ich hoffe ich habe mich nicht zu oft wiederholt - es ist noch früh am Morgen

Halt uns auf den Laufenden, wenn dir danach ist, gerne auch via pN!
Schreibe ruhig deine Gedanken und Sorgen auf.

Wir alle sind für dich da. Das macht das Forum so gut

Beste Grüße und alles Gute,
Astra

09.05.2015 06:59 • x 1 #2


wookie1717

wookie1717


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Danke für deine Antwort Astralabius 1:)
Ja ich bin ein übelster Star Wars fan:D

Und ich habe mich darüber gefreut, dass du einen so langen text geschrieben hast. Er hat mich etwas beruhigt und mir weitergeholfen:)

Seine Mutter will ihn wirklich nicht loslassen da stimme ich dir zu. Aber sie geht das falsch an. So wie sie es macht, verscheucht sie ihn nur. Er hat auch schon gesagt das er schon längst ausgezogen wäre, wenn das Ausbildungsgeld reichen würde. Er wird jeden Tag wegen irgendwas von ihr angeschrien und wenn ich bei ihm bin funkt sie uns dazwischen, d.h. kommt einfach rein, will das er "kurz" im Garten hilft und sowas. Das nimmt uns wertvolle Zeit die wir nicht haben. Ich habe ihm schon oft gesagt das er sich mal durchsetzen muss aber dann kommt er mit der Aussage an, dass er nichts machen könne, es würde nichts bringen oder sie würde ihm mit irgendwas drohen. Ihm sein Auto wegnehmen oder sonst was. Das Auto gehörte ja mal den Eltern. Sie hatten es ihm geschenkt aber so wirklich in seinem Besitz ist es nun doch nicht.

Ich habe ihn auch schon öfters auf dieses zu häufige "Ich liebe dich" angesprochen, aber so wirklich weniger wurde es nicht. Er schreibt es ja bei jeder Gelegenheit: "Fahr jetzt zur Arbeit, ich liebe dich:*"

Hab grad Pause.. Schatz, ich liebe dich über alles"

Gehe jetzt mit den Hunden. Ich liebe dich so sehr:*"

Mir würde es einmal am Tag reichen, dann hört es sich auch nach etwas besonderem an. Eine Freundin meinte, dass er mich zum Teil vielleicht nur liebt weil plötzlich jemand da ist der für ihn da ist und zu ihm steht. Der ihm sagt das sie ihn liebt und das er heiß ist und attraktiv und so etwas. Darüber habe ich vorher noch nie nachgedacht und es macht mir Sorgen. Was wenn sie recht hat?

Das du auch Zweifel hattest, hat mich überrascht. Ich dachte das ist in der Regel bei solchen Beziehungen nicht so sondern das eher die Sehnsucht einen übernimmt. Aber jetzt habe ich wenigstens nicht mehr das Gefühl, dass ich irgendwie ne Macke hab weil ich dachte, dass nur ich so denke..

Danke für deine Meinung und deinen Rat:)
Mit freundlichen Grüßen, Wookie

09.05.2015 11:32 • #3


Astralabius1

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Hey Wookie,

na habe ich mir ja fast gedacht @ Star-Wars. ^^ Ich tendiere mehr zu Star Trek =P aber das ist ja alles auch nur Geschmackssache.

Nenn mich übrigens Astra, so wollte ich mich eigentlich hier nennen, aber der Nickname war irgendwie schon weg! :/

Ach die Mutter... mhm... ist halt igendwie doof, da du zwar ja auch was sagen könntest, aber dann bist du nur die böse Freundin, die sie dann nicht mag. Wenn ich eins gelernt habe in meinen Beziehungen ist es, sich auch mit den Eltern gut zu stellen. Also, da muss er wirklich selbst alles in die Hand nehmen. Wenn sie ihm droht soll sie es nur machen. Wenn sie ihm das Auto verbietet, dann gibt es ja immer noch Bus und Bahn... Normalerweise setzt man sich doch als Familie zusammen und bespricht Probleme (meine Eltern und meine Geschwister haben das immer so gehandhabt) und sucht Kompromisse mit denen alle zufrieden sind. Wenn er samstags die Zeit mit dir verbringen möchte - was ja auch total verständlich ist - dann soll er halt unter der Woche zu Hause mehr im Haushalt helfen und dafür Samstag weniger. Dann sollen die Eltern einen Haushaltsplan aufstellen. Vernünftige Menschen machen so etwas und es vermindert Streitigkeiten. Und er soll seiner Ma auch etwas in die Richtung sagen:
"Du Muttern pass uff... ich bin jetzt mit Soundso zusammen, und wir möchten zusammen Zeit verbringen und haben leider nur Samstag. Wenn du mich lieb hast, dann gönnst du mir auch einmal diese emotionale Erfahrung. Wie soll ich ein eigenständiger Mensch werden, wenn ihr mich keine eigene Erfahrungen machen lasst? Ihr könnt mir vertrauen, dass ich keinen Unfug mache usw. - ich werde euch immer lieb haben und ihr müsst euch keine Sorgen machen. Soundso ist ein vernünftiges und anständiges Mädel. Können wir nicht irgendeinen Kompromiss finden, bei welchem wir alle glücklich werden? Denn so wie es ist, bin ich nicht glücklich."
Dazu muss man etwas Mut haben, besonders, wenn man in einer Familie lebt, die lieber Dinge totschweigt die eigentlich wichtig wären...

Er könnte ja weg ziehen und zusätzlich Wohnungsgeld, Schüler-BAföG oder so beantragen. Eigentlich gibt es da Möglichkeiten, so weit ich weiß. Aber bei einer Lehre, in einem Betrieb, bin ich mir jetzt nicht so sicher... als Studierender bekommt man eigentlich ziemlich viel BAföG, besonders wenn man nicht im selben Bundesland wie die Eltern lebt. Dann hat man "Ansprüche" auf BAföG. Und er könnte zusätzlich ja noch das Kindergeld nutzen (ich nehme mal an, er ist jünger als 25...).
Irgendwas findet sich schon. Ein WG-Zimmer kostet auch nicht die Welt! ^^

Übrigens... in meiner längsten Beziehung -welche ja fünf Jahre ging - sagte ich maximal nur 10 mal, dass ich sie liebe. Dann, wenn ich es wirklich empfand! Ansonsten habe ich das eher mit Gesten und Blicken gezeigt. Ein wenig anschmachtend, ein wenig tief in die Augen gesehen... frühs Frühstück gemacht und ab und zu es ihr ans Bett gebracht, wenn sie noch im Dämmerschlaf war. Mich um sie gekümmert als es ihr schlecht ging usw.; sie gab mir diese Gesten auch zurück, wenn sie meinen Blick suchte, oder beim Vorbeigehen meine Hand oder Arm streifte und mich neckisch ansah - kleine Gesten, die mehr sagen als ein inflationäres "Ich liebe dich", und die Steigungen, die aber in ihrer Menge auch abstumpfen: "Ich liebe dich, soooo sehr." ^^" das ist eher Süßholzgeraspel, Gesten sind da viel ausdrucksvoller meiner Ansicht nach.

Was ich dich fragen wollte, aber heute früh vergas... bist du auch seine erste Beziehung? oO

Du hast geschrieben:
Zitat:
Eine Freundin meinte, dass er mich zum Teil vielleicht nur liebt weil plötzlich jemand da ist der für ihn da ist und zu ihm steht. Der ihm sagt das sie ihn liebt und das er heiß ist und attraktiv und so etwas. Darüber habe ich vorher noch nie nachgedacht und es macht mir Sorgen. Was wenn sie recht hat?


Was wäre dann? Ist das schlimm? Was macht dir daran Sorgen?
Weißt du... ich sehe das persönlich nach den Kapriolen, Dates, One-Night-Stands, Flirts und Romanzen, aber auch ernsthaften Beziehungen die ich in den letzten sechs Jahren hatte (das letzte Jahr, nachdem meine langjährige Freundin plötzlich von Jetzt auf Gleich Schluss machte, habe ich sehr... intensiv gelebt - was ich nicht bereue, es gehört zum Reifeprozess und Erfahrungsschatz dazu) so hier...
Man kann wirklich lieben, wenn man mit sich im Reinen ist. Aus seiner Mitte heraus jemanden so lieben wie er ist und nicht nur, um Liebe gleichermaßen auch zurück zu bekommen und zu verlangen. Natürlich sollte man vorerst Selbstliebe empfinden. Das heißt sich so mögen, wie man ist. Man findet zwar immer etwas, aber man sollte darüber hinwegsehen können. Selbstbewusst und fröhlich durch das Leben gehen. Ein bisschen weltfremd-optimistisch. Mehr das Gute als das Schlechte sehen und den Menschen in seinem Umfeld mit dieser Unbeschwertheit begegnen. Aber auch integer genug sein zu zeigen, wenn es einem dann doch nicht so gut geht - schwache Momente voller Zweifel an sich und der Welt hat man immer mal. Aber sie sollten auf Dauer nicht das Denken und Handeln bestimmen. Man lebt mit absoluter Gewissheit jetzt (egal was die Religionen sagen, man lebt definitiv in diesem Moment! ) und warum sollte man da auf Dauer alles schlecht sehen wollen? Man kann aus sich, aus seinen Gedanken heraus einfach gut drauf und glücklich sein. Und lernen sich selbst zu akzeptieren. Das Glück hält dann schon Einzug. Wer positiv denkt, wird auch mit der Zeit eine positive Ausstrahlung haben
Wenn mal was schief geht, sollte man nicht denken: "Och Mist, war ja klar das wieder mal mir das passiert." Sondern: "Oh Mist. Na gut, ich lerne daraus und mache es beim nächsten Mal besser!"
Also... ich denke, dein Freund sollte erst einmal lernen für sich einzustehen und sich akzeptieren lernen und mögen lernen, wenn er dich nur so überschwenglich lieben sollte, aufgrunddessen das du die erste bist, die ihm so etwas wie Bestätigung und Aufmerksamkeit schenkt. Er kann von sich aus diese Bestätigung erlangen... weißt du wie ich das meine?
Das wäre vllt. die schlimmste Befürchtung. Worst-Case-Scenario. Wenn er dich nur liebt, weil er nie Bestätigung bekam.
Frag ihn doch mal, was er an dir besonders mag und ob er wirklich aufmerksam auf dich eingeht und nicht nur an sich denkt.

Meiner Erfahrung nach, machen sich meist Männer in der ersten seriösen Beziehung zu abhängig und übertreiben oft (jeder meiner Kumpels war so und ich auch). Sie klammern auch etwas, was sich bei euch in dem ständigen "Ich liebe dich" äußert. Wenn dich das stört, musst du wirklich darauf beharren und ihm sagen, dass dich das nervt, dass es dadurch niht mehr so besonders ist und du dann eher etwas schlechtes damit verbindest. Wenn er so fühlt, kann er ja schreiben, er habe Sehnsucht, oder vermisse dich. Diese Gefühle werden ja meist mit "Liebe" assoziert. Warum wir Männer - aber auch Frauen - so sind hat sicher viele Gründe. Einer wird aus der Familie vermittelt, einer durch die Gesellschaft (romantische Liebe a la Walt-Disney-Filme, oder extrem kitschige Songs) und andere gibt es auch. Aber, was ich meine ist das die Vorstellungen von Liebe und dann die Realität verschieden sind. Ich bin der Überzeugung, dass Liebe wirklich Arbeit, ja fast eine Kunst ist...

Bzgl. Fernbeziehungen, denkst du denke ich ganz normal mache dir nicht zu viele Gedanken... manchmal zerdenkt man sich auch zu viel. Besonders in den Momenten der Ruhe, wenn man vom Partner getrennt ist. So lange es sich gut anfühlt und richtig, dann passt das schon. Jedoch muss ich auch ehrlich sagen, macht eine Fernbeziehung nur Sinn, wenn man auf absehbare Zeit auch an einem Ort leben kann, um gemeinsam etwas aufbauen zu können. Vllt. kann er sich nach seiner Lehre ja eine Anstellung in deinem Heimatort, bzw Umgebung suchen? Oder umgekehrt, wenn du mit deiner Ausbildung, Schule oder so fertig bist und in seine Nähe ziehst.

Ich wünsche dir alles Gute und wundere mich ein wenig, dass bis jetzt nur ich dir schreibe ^^""

Cheers,

Astra

09.05.2015 19:31 • #4


Arnika

Arnika


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Ich kenne das auch mit den Zweifeln in einer Fernbeziehung nach einem gewissen Zeitraum. Ich denke, das ist normal - weils ja auch einfach mühsam ist. Allerdings wenn das so weiter geht wirst du mit 20 noch Jungfrau sein, denn bis dahin habt ihr euch ja dann maximal 30 tage in summe gesehen. Das ist halt nervig, ist doch klar.

Was mir mehr Sorgen macht ist dein Helfersyndrom. Seine Probleme muss er schon selbst in den Griff kriegen, da kannst du ihm nicht helfen, schon gar nicht aus der Entfernung. Und sich immer Ansudern zu lassen und als emotionales Klo zu dienen, kann ja auch nicht der Sinn einer Beziehung sein. Ich würde ihn da schon drauf ansprechen.

Ich denke, deine Freundin hat nicht unrecht. Aber warum lieben wir überhaupt den, den wir lieben. Du bist halt seine emotionale Stütze, schon der Gedanke an dich reicht und es geht ihm besser. Das ist allerdings nicht ausgewogen, du bist nicht dazu da, ihm einen Sinn im Leben zu geben und für ihn das Himmelsgewölbe hochzuhalten. Ihr seid dazu da, euch gegenseitig schöne Stunden zu bescheren. Und da ist einmal im Monat finde ich definitiv zu wenig.. Wäre ja schon fast unnormal, wenn du keine Zweifel hättest...

10.05.2015 21:45 • #5


wookie1717

wookie1717


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Es ist ja so.. das er vorhat in die Nähe zu ziehen wenn er seine Ausbildung abgeschlossen hat und im Job mehr Geld verdient. Ich habe ihn letztens auch darauf angesprochen, das mir alles manchmal zu Kopf steigt und auch das mir sein überhäufiges Ich liebe dich zu viel wird. Er meinte darauf das er versucht es zu lassen. Mal sehen ob das funktioniert. Ich muss einfach gucken wie es weitergeht. Ich weiß grad eh nicht so genau was ich denken soll. Aber danke für die Kommentare:)

10.05.2015 22:03 • #6


Salbii098


Zitat:
Ich bin auch noch Jungfrau. Was für manche vielleicht ein Schock ist weil ich 17 bin. Ich bin in der heutigen Zeit n Spätzünder.


Spätzünder? Ganz sicher nicht. Du kannst stolz darauf sein das du noch Jungfrau bist. Das heißt nämlich das du was auf dich gibst und nicht gleich die Beine breit machst!
Grad wenn man nicht den Massen folgt kann man stolz sein....

Sein Leben muss er selbst leben... du kannst ihn nur unterstützen, aber nicht Wegweiserin spielen. dafür ist normal seine Familie da und Fehler machen alle Menschen. Optimal wär es, wenn sie dann draus lernen.

Ich gebe den anderen Recht. So selten wie ihr euch seht wird die Bindung zueinander ewig dauern bis man sich richtig kennt, vertraut, Schüchternheit fallen lassen kann.

Wenn du mit dem allem nicht klar kommst musst du Schluss machen. Es ist dein Leben, deine Entscheidung. Und solche entscheidungen gehören dazu...!

10.05.2015 22:03 • #7




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