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Gast
Wieder mal ist es vorbei bevor es richtig anfangen hat.
Das dritte Mal in einem Jahr.
Das dritte Mal, dass nach anfänglicher Begeisterung der Rückzug kommt.
Es macht müde, jedesmal den Mut zu haben das Herz zu öffnen, jemanden hineinzulassen und dann ist er auch schon wieder weg.
Bis vor ein paar Jahren war mein Leben ein normales Leben.
Mit mehreren langjährigen Beziehungen und Singlezeiten dazwischen.
Ich konnte gut alleine sein, brauchte es sogar, auch innerhalb der Beziehung. Einsamkeit kannte ich nicht.
Meine letzte 5 Jahres-Beziehung endete vor über 3 Jahre. Es hat lange gedauert über den Verlust hinwegzukommen.
Seitdem ist alles irgendwie anders.
Liegt es am zunehmendem Alter, dass es immer schwieriger wird den einen, bzw. Liebe zu finden?
Liegt es an unserer Wegwerfgesellschaft, die sich auch auf Beziehungen auswirkt?
Liegt es daran, dass auf beiden Seiten zu viele Narben vorhanden sind?
Liegt es daran, dass es einfacher ist zu verschweigen als die Wahrheit zu sagen?
Liegt es daran, dass man zuviel erlebt hat und somit zuviel vergleicht?
In mir sind soviele Fragen, vielleicht zuviele.
Vielleicht ist es aber auch nur die Angst für immer allein zu sein